Detailansicht
Kritik und Konflikte bei Zurschaustellungen der "Aschanti" und "Bischari" in Wien
Perspektiven in der Mediendarstellung
Pia Sophia Haselsteiner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) UF Deutsch UF Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung
Betreuer*in
Peter Becker
DOI
10.25365/thesis.72264
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22434.29436.714237-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Über viele Jahrzehnte des ausgehenden 19. Jahrhunderts hinweg fanden Zurschaustellungen nicht-weißer und nicht-europäischer Personen eine große Popularität in Europa. Sie etablierten sich zu regelrechten Massenveranstaltungen. Trotz des enormen Zuspruchs kam es vereinzelt zu kritischen Stimmen. Häufig handelte es sich jedoch nur um Äußerungen betreffend einer überspitzen Inszenierung und einem imaginierten moralischen Verfall. Das Ziel der vorliegenden Masterarbeit ist es, diese kritischen Stimmen, Widerstände und Konflikte während der ‚Aschanti‘ und ‚Bischari‘ Zurschaustellungen im Tiergarten am Schüttel im Wiener Prater hervorzuheben, zu erarbeiten und zu analysieren. Diverse Wiener Tageszeitungen erweisen sich als wichtige Quelle, in dem sie sexualisierte Übergriffe, Gerichtsprozesse, Widerstände sowie Konflikte zwischen zurschaugestellten Personen und Besucher*innen intensiv behandelten. Neben Zeitungsberichten waren Karikaturen, Gedichte und Wiener Lieder Ausdruck einer flächendeckenden medialen Repräsentation. Texte von Peter Altenberg und Theodor Herzl sind wichtige Quellen zur Verdeutlichung des zeitgenössischen Diskurses in Wien. Weniger ertragreich war die Aushebung nicht-weißer und nicht-europäischer Perspektiven. Dadurch sind Texte von Jaboleh Domsei, Nayo Bruce, Friedrich Maharero und Ham Mukasa umso bedeutsamer. Durch die Analyse der komplexen zeitgenössischen Medienlandschaft eröffnet sich eine vielschichtige Veranschaulichung, in der zwar einzelne Elemente kritisiert oder belächelt werden, nicht aber das Konzept von Zurschaustellungen selbst. Darstellungen, die aus der Perspektive von weißen Personen produziert wurden, haben eines gemein, sie bedienen sich Exotisierungen, rassistischer Ideologien und der daraus folgenden Abwertung schwarzer Personen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Widerstand Kritik Zurschaustellungen Exotisierung Medienrepräsentation
Autor*innen
Pia Sophia Haselsteiner
Haupttitel (Deutsch)
Kritik und Konflikte bei Zurschaustellungen der "Aschanti" und "Bischari" in Wien
Hauptuntertitel (Deutsch)
Perspektiven in der Mediendarstellung
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
110 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Becker
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich
AC Nummer
AC16608306
Utheses ID
64211
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 511 | 02
