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Against the classical distinction between positive and negative human rights
Christian Moorman
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Human Rights (MLS)
Betreuer*in
Elisabeth Holzleithner
DOI
10.25365/thesis.72445
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15911.51110.143778-4
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Menschenrechtsbewegung, die nach dem Zweiten Weltkrieg in den Vordergrund der internationalen Politik und des internationalen Rechts rückte, hat einen beispiellosen Wandel in der internationalen Rechts- und Moralphilosophie eingeleitet und bildet nach wie vor den Kern dieser Bewegung. In dieser Arbeit wird die moralische Seite dieses auf den Menschenrechten basierenden Rahmens untersucht und argumentiert, dass er als eine Art Kosmopolitismus verstanden werden sollte. Sie konzentriert sich insbesondere auf das theoretische und praktische Spannungsverhältnis innerhalb dieses Rahmens zwischen zwei Arten von Pflichten, die historisch als positive Pflichten und negative Pflichten bezeichnet wurden. Er untersucht die philosophischen Wurzeln der Dichotomie zwischen diesen beiden Arten von Pflichten und einige der Probleme, die sich daraus für den HR-Rahmen als moralisches Rahmenwerk ergeben. Anschließend wird argumentiert, dass die Dichotomie falsch ist. In dieser Arbeit wird argumentiert, dass Henry Shues dreigliedriges Modell für das Verständnis von Rechten und den damit verbundenen Pflichten dem klassischen Modell vorzuziehen ist, und es werden einige Gegenargumente zu Shues Modell geprüft und widerlegt. Zunächst wird auf Stephanie Collins' Formulierung des Problems der Einforderbarkeit eingegangen, wonach bestimmte Menschenrechte keine "echten" Menschenrechte sind, weil sie nicht einforderbar sind. Anschließend wird auf eine originelle Anfechtung von Shues Modell eingegangen, die sich auf die vermeintliche Unbestimmtheit der Rechte stützt, die klassischerweise als positive Rechte bezeichnet werden, im Gegensatz zu den Rechten, die klassischerweise als negative Rechte bezeichnet werden. In dieser Anfechtung wird argumentiert, dass eine Dichotomie zwischen zwei Arten von Rechten den Übergang zu Shues Modell überleben und möglicherweise als Grundlage für eine Unterscheidung zwischen zwei Klassen von Rechten dienen kann, einer mehr und einer weniger grundlegenden. Es wird argumentiert, dass weder das Problem der Anspruchsberechtigung noch die ursprüngliche Herausforderung als Einwände gegen Shues Modell erfolgreich sind. Abschließend wird kurz ein möglicher Weg für die Befürworter des dreigliedrigen Modells von Shue im Hinblick auf die praktische Aufgabe der Zuweisung von Pflichten aufgezeigt.
Abstract
(Englisch)
The human rights movement which came to the fore of international politics and law after the second world war kickstarted, and remains the core of, an unprecedented shift in international legal and moral philosophy. This thesis examines the moral side of this human rights-based framework, and argues that it should be understood as a species of cosmopolitanism. It is specifically focused on the theoretical and practical tension within this framework between two kinds of duty, which have historically been referred to as positive duties and negative duties. It explores the philosophical roots of the dichotomy between these two kinds of duty, and some of the problems it causes for the HR Framework as a moral framework. It then argues that the dichotomy is a false one. This thesis will argue that Henry Shue’s tripartite model for understanding rights and their associated duties is preferable to the classical model, and will consider and rebut some counters to Shue’s model. It will first engage with Stephanie Collins’ formulation of the claimability problem, which argues that certain human rights are not ‘real’ human rights because they are not claimable. It will then engage with an original challenge to Shue’s model based on the supposed vagueness of the rights classically referred to as positive rights in contrast to those classically referred to as negative rights. This challenge argues that a dichotomy between two kinds of right can survive a transition to Shue’s model, and potentially act as the basis of a distinction between two classes of right, one more and one less fundamental. It will argue that neither the claimability problem nor the original challenge succeed as objections to Shue’s model. It will conclude by briefly suggesting a potential path forward for proponents of Shue’s tripartite model with respect to the practical task of the allocation of duties.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Menschenrechts
Schlagwörter
(Englisch)
Human Rights Duties Philosophy
Autor*innen
Christian Moorman
Haupttitel (Englisch)
Against the classical distinction between positive and negative human rights
Paralleltitel (Deutsch)
Gegen die klassische Unterscheidung zwischen positiven und negativen Menschenrechten
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
49 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Elisabeth Holzleithner
Klassifikation
08 Philosophie > 08.45 Politische Philosophie
AC Nummer
AC16655111
Utheses ID
64379
Studienkennzahl
UA | 992 | 892 | |
