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"Heimatliche Bilderwelten"
Darstellung von Heimat und Lesarten der Filmkritik -
eine qualitative Analyse zum österreichischen Heimatfilm
Barbara Stieber
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Friedrich Hausjell
DOI
10.25365/thesis.7120
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29374.88472.865860-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Begriff der Heimat und dem deutsch-österreichischen Genre des Heimatfilms, das nie zu universeller Bedeutung gelangte. Denkt man an den Heimatfilm, denkt man sofort an die klassischen Produktionen vom Förster und Wilderer, aber das Genre hat weit mehr zu bieten. Die Arbeit zeichnet die Entwicklung und Veränderung des österreichischen Heimatfilms nach: beginnend bei den literarischen und filmischen Wurzeln über die Hochkonjunktur in den fünfziger Jahren bis zum sogenannten neuen Heimatfilm in den achtziger und neunziger Jahren sowie den beliebten Erben des Genres im Fernsehen.
Auch die Problematik und der Bedeutungswandel des komplexen und mehrdeutigen Heimat-Begriffs werden thematisiert und die sinnstiftenden Elemente des Begriffs herausgearbeitet. Aspekte der Cultural Studies (Grundprinzip der „radikalen Kontextualität“, Encoding/Decoding Modell nach Stuart Hall und das Konzept der Intertextualität nach John Fiske) dienen als theoretisches Fundament.
Mittels einer genrespezifischen Filminterpretation im Sinne von Werner Faulstich (1988) wird untersucht, wie sich die Bilder von Heimat in den verschiedenen Ausformungen des Genres präsentiert und verändert haben. Dazu wurde eine exemplarische Auswahl von vier österreichischen Heimatfilmen aus vier aufeinanderfolgenden Jahrzehnten getroffen: Echo der Berge (1954), Der Weibsteufel (1966), Heidenlöcher (1986) und Ich gelobe (1994). Zusätzlich wurden die unterschiedlichen Zugangsweisen und Lesarten der Filmkritik anhand einer ausgewählten Anzahl von Rezensionen mit einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring (2000) untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass sich die Darstellung von Heimat in den Filmen aus mehr als bloß Landschaft und Provinz zusammensetzt. Nur Echo der Berge inszeniert Heimat hauptsächlich durch einen touristischen Blick auf eine idyllische Landschaft und ein harmonisches und heiles Naturbild. In den anderen drei Filmen präsentiert sich der Blick auf die Heimat als ein Blick auf real existente Umwelten. Die Heimat ist hier nicht intakt, sondern gehörig aus den Fugen geraten. Bezüglich der Zugangsweisen der Filmkritik konnte die Tendenz bekräftigt werden, dass das Genre in den fünfziger Jahren mehrheitlich negativ kritisiert wurde. Die realistischeren späteren Filme wurden durchwegs positiv angenommen und mitunter in den Himmel gelobt. Unterschiedliche Lesarten zwischen Boulevard-, Regional-, Partei- und Qualitätszeitungen ließen sich nur vereinzelt ausmachen und sind daher als unbedeutend einzustufen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Heimat Heimatfilm Österreichischer Film Cultural Studies Inhaltsanalyse Filminterpretation
Autor*innen
Barbara Stieber
Haupttitel (Deutsch)
"Heimatliche Bilderwelten"
Hauptuntertitel (Deutsch)
Darstellung von Heimat und Lesarten der Filmkritik -
eine qualitative Analyse zum österreichischen Heimatfilm
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
237 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Friedrich Hausjell
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.37 Film, Video ,
24 Theater > 24.34 Filmgattungen, Filmsparten
AC Nummer
AC08166628
Utheses ID
6443
Studienkennzahl
UA | 301 | 343 | |
