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"Political Scientists" - "Scientific Politicians"?
Ciceros "De re publica" mit besonderer Betrachtung des "Somnium Scipionis" im Wechselspiel von "Theorie" und "Praxis"
Lena Wild
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Klassische Philologie
Betreuer*in
Elisabeth Klecker
DOI
10.25365/thesis.76613
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26795.48783.848138-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Gegenstand der Arbeit ist eine Untersuchung des Verhältnisses von „Theorie“ und „Praxis“ in Ciceros staatstheoretischem Werk De re publica, wobei die in Anführungszeichen gesetzten Leittermini als übergreifende Stellvertreterbegriffe für die folgenden drei spezifischen Gegensatzpaare innerhalb dieses Verhältnisses dienen: (i) otium – vita contemplativa / negotium – vita activa, weiters (ii) Wissenschaft als theoretische Basis – Erkennen des Kosmos als Ziel / Regieren als praktische Anforderung – Imitation des Kosmos als Aufgabe, sowie schließlich (iii) Transzendenz – Gott – Nichtigkeit des Daseins und des Ruhms / Immanenz – Staat – Wichtigkeit des Staatsdienstes. Das Nachzeichnen dieses ‚roten Fadens‘ entlang des zu nicht unwesentlichen Teilen fragmentarischen Werks zeigt auf, wie Cicero durch den Mund verschiedener Sprecher mit viel Fingerspitzengefühl das Verhältnis von „Theorie“ und „Praxis“ im Werkverlauf entwickelt, um seine implizite Leserschaft – wie philosophie- beziehungsweise „theorie“-affin diese letztlich auch sein mochte – vom Ideal einer fein austarierten Interdependenz von theoretischen Kenntnissen und praktischer, insbesondere politischer Handlungsverantwortung zu überzeugen. Zentrale Bedeutung innerhalb dieses Verhältnisses kommen hierbei der Einschränkung des positiv konnotierten otium auf eine temporäre Auszeit sowie dem Konzept der Imitation, welche die philosophisch-theoretische Sphäre an die politische rückbindet, zu. Des Weiteren konnte gezeigt werden, wie das Somnium Scipionis als Schlusspart von De re publica in allen drei Gegensatzpaaren wesentliche Einflüsse auf das Verhältnis von „Theorie“ und „Praxis“ ausübt, indem es die offenen Stränge aus den vorherigen Büchern aus dieser Interdependenz heraus verknüpft und dabei rückwirkend Schlüsselkonzepte – etwa das der docti homines – zum Erfassen der „theoretischen“ Seite im restlichen Werk ergänzt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Cicero De re publica Theorie und Praxis Philosophie und Politik Somnium Scipionis
Autor*innen
Lena Wild
Haupttitel (Deutsch)
"Political Scientists" - "Scientific Politicians"?
Hauptuntertitel (Deutsch)
Ciceros "De re publica" mit besonderer Betrachtung des "Somnium Scipionis" im Wechselspiel von "Theorie" und "Praxis"
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
ii, 128 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Elisabeth Klecker
Klassifikationen
AC Nummer
AC16653577
Utheses ID
64497
Studienkennzahl
UA | 066 | 683 | |
