Detailansicht
Rezeption gegenwärtiger Gesellschaftsstrukturen im Fokus zeitgenössischer Kunst in Polen
eine Bearbeitung am beispiel der "Grupa Ładnie"
Ina Mertens
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Daniela Hammer-Tugendhat
DOI
10.25365/thesis.854
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29135.16406.129654-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
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Am Beispiel der polnischen Künstler Rafał Bujnowski, Marcin Maciejowski und Wilhelm Sasnal, die durch ihre ehemalige Zugehörigkeit zur „Grupa Ładnie“ ein Näheverhältnis zueinander aufweisen und doch sehr unterschiedliche Zugänge in ihrer künstlerischen Praxis haben, wird ein Ausschnitt der zeitgenössischen Kunstverhältnisse in Polen aufgezeigt, der die Leerstelle westlicher Theoriebildung im deutschsprachigen Raum zum Thema der gegenwärtigen polnischen Kunst ein wenig kitten soll. Der Versuch besteht darin, eine kritische Befragung der Verhältnisse künstlerischer Produktion in Polen, sowie der historischen Dimension, auf dessen Boden sie sich verortet, abzugeben. Sowohl in politischer, ökonomischer, gesellschaftlicher als auch in kultureller Hinsicht markiert das Jahr 1989 dabei einen Referenzpunkt, der die künstlerischen Handlungsweisen und ihre Bezugspunkte in den Gegensätzen von Ökonomie und Bewusstsein sucht.
Dabei weist die vorliegende Arbeit zwei Schwerpunkte auf. Zum einen wurde ein historischer, politischer und gesellschaftlich-kultureller Bogen gespannt, der die moderne und zeitgenössische Kunstproduktion in Polen seit der Nachkriegszeit skizziert. Hans Beltings Ausführungen zur Unterdrückung der „Kunstgeschichte des Ostens“ bot hier das theoretische Konstrukt, auf das die Dichotomie der immer noch währenden Identitätskonstruktionen von „Ost“ und „West“ und ihre gegenseitige Charakterisierung als „das Andere“ nach Igor Zabel aufbaut.
Zum anderen sollte durch das Beispiel der „Grupa Ładnie“ ein Einblick in die Verfahren der zeitgenössischen Kunst in Polen gewährt werden. Das „Werkzeug“ sich diesen Arbeiten zu nähern, stellte hier Ludwig Jägers Theorie der „transkriptiven Verfahren“ dar. Wie Jäger darlegt, unterliegt jede Form des Informationsaustauschs und der Informationsaneignung, inter- wie intramedial, der Transkription. Transkriptive Verfahren sind damit – nach Jäger – die einzige Strategie Inhalte lesbar zu machen und von einer ihnen immanenten potentiellen Deutungsoffenheit geprägt. Abschließend wird das Thema der Transkription als Bestandteil einer sich an globalen Mechanismen orientierenden Popbewegung nachvollzogen. Das Besondere an der gegenwärtigen Inszenierung der Populärkultur ist, dass sie sich zwar im globalen Netz ihrer Äußerungen verortet, in lokalen Kontexten aber zunehmend ausdifferenziert interpretiert und angeeignet wird – so auch in den Arbeiten der „Grupa Ładnie“.
Der Abbildungsteil der Arbeit kann nur in der Druckversion eingesehen werden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Polen zeitgenössische Kunst Mittelosteuropa Grupa Ładnie
Autor*innen
Ina Mertens
Haupttitel (Deutsch)
Rezeption gegenwärtiger Gesellschaftsstrukturen im Fokus zeitgenössischer Kunst in Polen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Bearbeitung am beispiel der "Grupa Ładnie"
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
111 S. , [20] Bl. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Daniela Hammer-Tugendhat
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.10 Kunst und Gesellschaft
AC Nummer
AC06977639
Utheses ID
645
Studienkennzahl
UA | 315 | | |
