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India's Kashmiri Pandits - Exodus from 1989 to 1991
Victoria Wurtz
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Human Rights (MLS)
Betreuer*in
Jan Pospisil
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.72501
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14344.63067.520381-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Nacht des 19. Januar 1990 ist vielen Kaschmiris als die Dunkelste in ihrer Geschichte in Erinnerung geblieben. Zuvor waren militärisch ausgebildete und bewaffnete aufständische Gruppen sowie muslimische Terrorgruppen aus Pakistan nach Indien eingedrungen und hatten die sogenannte Kontrolllinie (Line of Control (LoC)) überquert. In jener Nacht versammelten sich diese Gruppen zusammen mit kaschmirischen Muslimen in den Straßen von Kaschmir, schrien und drohten den kaschmirischen Pandits. Sie begingen bis zum frühen Morgen zahlreiche Menschenrechtsverletzungen. Auf den Straßen und aus den Lautsprechern der örtlichen Moscheen schallten Slogans wie "verlasst Kaschmir, konvertiert zum Islam oder sterbt". Ihr Ziel war eine ethnische Säuberung der Kaschmiri Pandits, einer religiösen Minderheit im muslimisch dominierten Jammu und Kaschmir. Einige Wochen vor den Gräueltaten waren die ersten Warnungen und Todesdrohungen an die Haushalte der Kaschmiri Pandits verteilt worden, mit der Aufforderung Kaschmir zu verlassen oder die Konsequenzen dafür zu tragen. Die Regierung des Bundesstaats verhängte Ausgangssperren, Journalisten, die es wagten, über die Situation zu berichten, wurden umgebracht, und die örtliche Polizei war nicht in der Lage die Situation unter Kontrolle zu bringen. Vor diesem Hintergrund beleuchtet dieser Beitrag die Geschichte zwischen Indien und Pakistan und den jahrzehntelangen Kampf um Kaschmir, der mit der Teilung Indiens und Pakistans im Jahr 1947 begann. Es wird Einblick gegeben in den Sonderstatus Kaschmirs innerhalb Indiens aufgrund von Artikel 370 und es wird die politische Situation Kaschmirs zwischen 1989 und 1991 analysiert. Durch eine genauere Betrachtung der Kultur und der Traditionen der kaschmirischen Bevölkerung sollen die gemeinsame soziokulturelle Herkunft der kaschmirischen Hindus und Muslime aufgezeigt werden, welche es erlaubten, dass beide religiösen Gemeinschaften die letzten hundert Jahre friedlich zusammen lebten bevor die Aufstände Ende der 1980er aufkamen. Diese Arbeit vergleicht ebenfalls die Definition von Völkermord mit dem Exodus und den Massentötungen der kaschmirischen Pandits, indem es die Menschenrechtsverletzungen gegen sie zwischen 1989 und 1991 mit besonderem Augenmerk auf diese Nacht verfolgt. Die Ergebnisse der halbstrukturierten Interviews werden zusammengefasst und mit Indiens Position zu Menschenrechtsverträgen und Menschenrechtsverletzungen in Beziehung gesetzt. Schließlich wird analysiert, wie Indien es versäumen konnte, seine religiöse Minderheit in Kaschmir zu schützen.
Abstract
(Englisch)
The night of 19 January 1990 is what many Kashmiris remember as the darkest in their history. Previously, trained and armed insurgent groups as well as Muslim terrorist groups from Pakistan, infiltrated India and crossed the Line of Control (LoC). Together with Kashmiri Muslims, they proceeded to venture out on the streets of Kashmir that night and shouted and threatened Kashmiri Pandits. Furthermore, they committed several human rights violations. Slogans of “leave, convert or die” were shouted in the streets and from the loudspeakers of the local mosques. Their aim was an ethnical cleansing of the Kashmiri Pandits, a religious minority in a Muslim-dominated Jammu and Kashmir region. Some weeks prior to the atrocities, the first warnings and death threats had been distributed to Kashmiri Pandits’ households with instructions to leave Kashmir or were told to bear the consequences. Curfews were imposed by the state government, journalists who dared to report about the situation were killed and the local police were not in the capacity to help. In this context, this paper elucidates the history between India and Pakistan and its decade-long fight over Kashmir starting with the partition of India and Pakistan in 1947. It gives an insight into Kashmir’s special status within India due to Article 370 and analyses the political situation in Kashmir between 1989 to 1991. By examining the culture and traditions of the Kashmiris in general, the aim is to understand the common sociocultural background of Kashmiri Hindus and Muslims which let them live peacefully next to each other for centuries prior to the insurgent outbreak towards the end of the 1980s. This paper also compares the definition of genocide with the exodus and mass killings of the Kashmiri Pandits at the centre of the focus by tracking the human rights violations between 1989 and 1991 with a particular focus on that night. The findings of the semi-structured interviews are examined together with India’s position towards human rights treaties and human rights violations. In conclusion, the paper also outlines how India failed to protect its religious minority in Kashmir.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Kaschmir Hinduismus Kaschmirische Pandits Exodus Menschenrechte
Schlagwörter
(Englisch)
kashmir hinduism human rights violations exodus 1989 1991
Autor*innen
Victoria Wurtz
Haupttitel (Englisch)
India's Kashmiri Pandits - Exodus from 1989 to 1991
Paralleltitel (Deutsch)
Indiens kaschmirische Pandits - Exodus von 1989 bis 1991
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
70 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Jan Pospisil
Klassifikation
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.00 Wissenschaft und Kultur allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC16663838
Utheses ID
64642
Studienkennzahl
UA | 992 | 892 | |
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