Detailansicht

Postpartale Depression: die Rolle der Scham im Mutterwerden
Antonia Grunwald
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Martina Zemp
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.72384
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16000.65543.681734-2
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die postpartale Depression (PPD) ist eine der häufigsten Erkrankung des Wochenbetts mit weitreichenden Folgen für Mutter und Kind. Charakterisiert durch dysfunktionale Kognitionen, die u.a. Scham und eine Entwertung der eigenen Mutterrolle beinhalten, liegt ein Zusammenhang mit präpartalen Risikofaktoren dieser nahe. Schon bestehende Forschung berichtete von einem positiven Zusammenhang zwischen Schamneigung und PPD. Diese Studie überprüfte diese Befunde erstmalig mittels eines längsschnittlichen Studiendesigns. Zusätzlich sollten mögliche Wirkmechanismen untersucht werden, welche die Verbindung von Scham und PPD erklären. Zudem wurde eine Mediation durch präpartale rigide Einstellungen gegenüber der Mutterrolle, operationalisiert durch den PRBQ-8 (Pregnancy Related Beliefs Questionnaire-8; Leach et al., 2018), vermutet. Eine österreichische Stichprobe von 143 Schwangeren wurde zu zwei Zeitpunkten mittels einer Online-Umfrage, zu T0, zwischen der 36. SSW und der Geburt, und zu T1, durchschnittlich sieben Wochen nach der Entbindung, befragt. Der PRBQ-8 wurde ins Deutsche übersetzt und faktorenanalytisch überprüft. Der Einfluss präpartaler Faktoren (Risikofaktoren einer PPD, Schamneigung und präpartale Depressionswerte) auf postpartale Depressionsstärke wurde mittels multipler Regressionsanalyse untersucht. Lediglich die präpartale Depressionsstärke und das Ausmaß der erfüllten Risikofaktoren zu T0 konnten PPD-Symptomatik vorhersagen. Starke Ausprägung von Schamneigung und rigide Einstellungen gegenüber der Mutterrolle konnte daher nicht als weitere Risikofaktoren für PPD bestätigt werden. Auch die Faktorenstruktur des PRBQ-8 konnte nicht eindeutig repliziert werden, und eine geplante Mediation erfüllte nicht alle Voraussetzungen für die Durchführung. Es werden dennoch weitere Möglichkeiten zur Messung von Scham und mutterschaftsspezifischen Kognitionen diskutiert, da für das Verständnis des Zusammenhangs von Scham und PPD, sowie möglichen weiteren Korrelaten, noch ausreichend Möglichkeit zum weiteren Forschen besteht.
Abstract
(Englisch)
Postpartum Depression (PPD) is the most common mental illness after childbirth. It has far- reaching consequences for mother and child. Characterized by dysfunctional cognitions concerning shame and devaluation of the mother’s role, a connection with antepartum risk factors is suggested. Existing literature reports a significant link between shame proneness and PPD. This study aims to prove this connection with a longitudinal study design. Additionally mechanisms through which this link might be explained shall be researched. A mediation through motherhood related attitudes, operationalized through the PRBQ-8 (Pregnancy Related Beliefs Questionnaire-8; Leach et al., 2018), was hypothesized. An Austrian sample of 143 pregnant participants completed the online survey two times - one time between the 36th week of pregnancy and birth, and a second time on average in the seventh week postpartum. The PRBQ-8 was translated into German and its factor structure was examined. The influence of pregnancy measured factors (risk factor of PPD, shame proneness, antepartum depression scores) was examined for their effect on PPD by using a multiple regression analysis. Only antepartum depression symptoms and prevalent risk factors could predict PPD. High level of shame proneness and motherhood related attitudes could not be confirmed as additional risk factors. The factor structure of the PRBQ-8 could not be replicated and the planned mediation did not meet requirements. Nonetheless, more options for measuring shame and motherhood related cognitions are being discussed because to understand the relation of shame and PPD together with other possible correlates will be still relevant for future research.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Postpartale Depression Schamneigung Mutterschaft Längsschnittstudie Risikofaktoren PRBQ-8
Schlagwörter
(Englisch)
Postpartum depression Shame proneness Motherhood Longitudinal risk factors PRBQ-8
Autor*innen
Antonia Grunwald
Haupttitel (Deutsch)
Postpartale Depression: die Rolle der Scham im Mutterwerden
Paralleltitel (Englisch)
Postpartum depression: role of shame in becoming a mother
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
77 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martina Zemp
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie ,
79 Sozialpädagogik > 79.15 Familienhilfe
AC Nummer
AC16637796
Utheses ID
64676
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1