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Native Hawaiian charter schools - schools without walls
indigenous education in the formal learning institution
Mascha Gugganig
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Hermann Mückler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.7164
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29184.92939.798466-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Schüler/-innen als Vermittler/-innen von hawaiianischem, kulturell relevantem Wissen für deren Familien, welches innerhalb der Schule, einer so genannten „Hawaiian charter school“, gelehrt wird. Aufgrund der stetigen U.S.-Amerikanisierung von Hawai’i besitzen viele der heutigen Elterngeneration kaum Wissen über kulturelle Praktiken, wodurch sie potentielle „Schüler/-innen“ ihrer Kinder werden. Der kulturell eingebettete Bildungsplan der Schule mit seinen praxis-bezogene Lernaktivitäten, fördert den spezifisch sensiblen, angewandten und kühnen Zugang von Kindern und Jugendlichen zu neu erworbenem Wissen. Weiters basiert diese Schulgemeinschaft auf dem Modell der ‘ohana, der Familie, und hinterfragt somit die Kategorisierung von Schule als “formales” Lernumfeld. Diese „learning ‘ohana” wird primär anhand Lave & Wengers Konzept des “Situated Learning”, des situierten Lernens, beleuchtet und offenbart dadurch die relative Irrelevanz von Beruf, Alter und Erfahrung für die Definition von „Lehrer/-in“. Ethnografische Erkenntnisse bestätigen, dass die Wahrnehmung einer Person als „Lehrer/-in“ vielmehr mit der Selbstwahrnehmung des Gegenübers als „Schüler/-in“ zu tun hat – in diesem Falle der Eltern. Nichtsdestotrotz beschränkt die Anwendung des Begriffs des/der „Lehrers/-in“ (an Kinder und Jugendliche), da es schlicht eine dichotome Auffassung von Lernen perpetuiert, wonach Wissensvermittler/-innen nur im „formalen“ Umfeld – z.B. der Schule – auffindbar seien. Diese unterschiedlichen Faktoren – die Aneignung „informellen“ kulturellen Wissens innerhalb einer „formalen“ Lerninstitution, die Wissensvermittlung ausgehend von Kindern an Erwachsene (und auch deren spezifische Lernweisen), sowie die gesellschaftspolitische und rechtliche Forderung von Hawaiianer/-innen nach bildungspolitischer Selbstbestimmung - formen die Gestalt revitalisierten indigenen Wissens jetzt und in Zukunft tiefgreifend.
Abstract
(Englisch)
This thesis looks at the role of pupils as distributors of Hawaiian cultural knowledge to their families, which they are exposed to within their learning institution, a so-called Hawaiian charter school. Due to increasing U.S.-Americanisation of the Hawaiian Islands, many of today’s parents are little knowledgeable about culturally relevant practices and so become potential “students” to their children. The school’s implementation of a culturally-based curriculum provides application of gathered knowledge through innovative hands-on learning activities, which encourages children’s and adolescents’ unique sensitive, bold, practice-informed approach to learning. Further on, this school community is based on the ‘ohana, the family, which questions its categorisation as “formal” learning setting. This “learning ‘ohana” is scrutinised primarily by means of Lave & Wenger’s concept of Situated Learning and reveals the relative irrelevance of profession, age and experience for the definition of “teacher”. Ethnographic findings confirm that the perception of a person as “teacher” rather depends on the facing person’s consideration of him-/herself as “student”; in this case the parent. However, the definition of (children and adolescents as) “teachers” is limiting, since it perpetuates the dichotomic thinking of learning, where knowledge distributors only operate in “formal” settings, like the school. These different factors, the acquiescence of “informal” cultural knowledge within a “formal” learning institution, the knowledge distribution from children to adults (including their mode of learning), as well as Native Hawaiians’ socio-political and legal demand for educational self-determination, deeply shape the form of revitalised indigenous knowledge now and in the time to come.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
indigenous education Hawaii formal and informal learning knowledge distribution and generation counter-hegemony
Schlagwörter
(Deutsch)
indigene Bildung Hawaii formelles und informelles Lernen Wissensvermittlung und Generation Gegen-Hegemonie
Autor*innen
Mascha Gugganig
Haupttitel (Englisch)
Native Hawaiian charter schools - schools without walls
Hauptuntertitel (Englisch)
indigenous education in the formal learning institution
Paralleltitel (Deutsch)
Hawaiianische "Charter Schools" ; Indigene Bildungskonzepte in der formalen Lerninstitution
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
155 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Hermann Mückler
Klassifikationen
71 Soziologie > 71.35 Kindersoziologie, Jugendsoziologie ,
73 Ethnologie > 73.06 Ethnographie ,
73 Ethnologie > 73.42 Altersgruppen, Initiation, Sozialisation ,
73 Ethnologie > 73.43 Familie, Verwandtschaft, Ehe ,
73 Ethnologie > 73.45 Einzelne soziale Gruppen, Außenseiter, Randgruppen ,
73 Ethnologie > 73.50 Kultureller Wandel ,
73 Ethnologie > 73.65 Bildung ,
80 Pädagogik > 80.35 Vergleichende Pädagogik ,
80 Pädagogik > 80.36 Erziehung und Gesellschaft ,
80 Pädagogik > 80.83 Erziehung in Erziehungseinrichtungen ,
81 Bildungswesen > 81.21 Soziale Ungleichheit im Bildungswesen ,
81 Bildungswesen > 81.51 Lernprozess ,
81 Bildungswesen > 81.55 Schülerverhalten, Studentenverhalten ,
81 Bildungswesen > 81.72 Schulische Erziehung
AC Nummer
AC07913594
Utheses ID
6486
Studienkennzahl
UA | 307 | | |
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