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A feminist approach to sport: reimagining the sport institution through roller derby
Catalina Ana Moragues Costa
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Sabine Prokop
DOI
10.25365/thesis.72452
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29020.65415.925122-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Im Amerika des frühen 20. Jahrhunderts war der Platz der Frau noch sehr stark auf das Haus beschränkt. Dennoch durften auch Frauen, vor allem aus der Ober- und Mittelschicht, ‚leichte‘ körperliche Aktivitäten ausüben, wie Tanzen oder Rollschuhlaufen. 1935 entstand mit Roller Derby, einem Mannschaftswettkampf auf Rollschuhen, eine neue Form der Unterhaltung, an der sowohl Männer als auch Frauen teilnehmen durften. Diese neue Form der Unterhaltung wirkte den weit verbreiteten Vorstellungen über die Beteiligung von Frauen am Sport entgegen, indem sie die Gleichstellung der Geschlechter unter allen Rollschuhläufern und Rollschuhläuferinnen förderte. In den 1980er Jahren wurde der Sport jedoch aufgrund verschiedener Umstände wieder eingestellt, aber nicht für lange. In den frühen 2000er Jahren wurde Roller Derby als feministisches Projekt wiederbelebt, das die bis dahin bekannte Sportinstitution neu definierte. Zwanzig Jahre nach seinem Wiederauftauchen analysiert diese Arbeit, was von dieser Bewegung übriggeblieben ist und was die Veränderungen im Sport für sein gegenhegemoniales Potenzial bedeutet haben. Um diese Fragen zu beantworten, wurden semistrukturierte Interviews mit Skaterinnen der fünf österreichischen Roller Derby Ligen geführt. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass (Selbst-)Reflexion schon immer Teil des Sports war und dass dies ein Schlüsselaspekt ist, wenn der Sport seinen inklusiven Charakter beibehalten will. Ebenso ermöglicht die Aufrechterhaltung des DIY-Ethos, der den Sport seit seiner Wiederbelebung begleitet, nicht nur die Schaffung eines Gemeinschaftsgefühls innerhalb und zwischen den Ligen, sondern hat auch eine stärkende Wirkung auf die Skater*innen. Schließlich ist die Marginalisierung des Roller Derbys durch den Mainstream-Sport nach wie vor die größte Belastung für die Skater*innen, und obwohl der Sport durch Uniformierung und ein höheres Maß an Athletik immer professioneller wird, wehren sich die Skater*innen in den österreichischen Ligen dagegen, dass ihre politischen Werte für die Anerkennung des Sports geopfert werden.
Abstract
(Englisch)
In the America of the early 20th century, a women’s place was still very much relegated to the home. Nonetheless, women, especially those in the upper- and middle-classes were also allowed to carry out what were considered ‘light’ physical activities—such as dancing or roller skating. In 1935 roller derby—a competitive team activity on roller skates—emerged as a new form of entertainment in which both men and women were welcomed to participate. This new form of entertainment countered widespread beliefs about women’s participation in sport by fostering gender equality among skaters. However, by the 1980s several circumstances had left the sport dormant, but not for long. In the early 2000s roller derby was revived as a feminist endeavour that reimagined the sport institution as known until then. Twenty years after its re-emergence, this thesis analyses what remains of that movement and what the changes in the sport have meant for its counterhegemonic potential. To answer these questions semi-structured interviews were conducted with skaters of the five Austrian roller derby leagues. Findings have shown that (self-)reflection has always been part of the sport and that it’s a key aspect if the sport wishes to maintain its inclusive character. Similarly, keeping the do-it-yourself (DIY) ethos alive, which accompanies the sport since the revival, not only enables the creation of sense of community within and between leagues, but also has an empowering effect for the skaters. Finally, the marginalisation of roller derby by mainstream sports continues to be the biggest burden for the skaters and although the sport is becoming more and more professionalised through uniformization and increased levels of athleticism, the skaters in the Austrian leagues oppose the trade-off of their political values for the recognition of the sport.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Roller Derby Sport Gegenkultur Feminismus Do-it-yourself DIY
Schlagwörter
(Englisch)
roller derby sport counterculture feminism do-it-yourself DIY
Autor*innen
Catalina Ana Moragues Costa
Haupttitel (Englisch)
A feminist approach to sport: reimagining the sport institution through roller derby
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
152 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Sabine Prokop
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC16656750
Utheses ID
64870
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
