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Theoretische und konkrete Asymmetrien in STS
die Verwendung, Formulierung und Weiterverbreitung von Konzepten in und aus japanischen STS-Publikationen
Markus Hoffmann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Japanologie
Betreuer*in
Wolfram Manzenreiter
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.72631
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11409.81349.759488-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Feld der Wissenschafts- und Technikforschung (STS), sowie in anderen sozialwissenschaftlichen Feldern, gibt es seit längerer Zeit Diskussionen, die eine Asymmetrie zwischen Theorieentwicklung im Westen/Norden und Fallanwendung im Osten/Süden kritisieren. Diese Theorie-Fall-Asymmetrie und deren empirische Operationalisierung für den Bereich der japanischen STS, liegt im Fokus dieser Arbeit. Dafür wurden drei empirische Frageblöcke gestellt: Erstens, welche Konzepte werden in japanischen STS-Publikationen verwendet, woher kommen diese und auf welche Fälle werden sie angewendet? Zweitens, werden mögliche neue konzeptuelle Beiträge in diesen Publikationen angeboten? Und drittens, wie werden diese Angebote im englischsprachigen STS-Zeitschriftendiskurs weiterverwendet? Die ersten beiden Fragen wurden durch eine Dokumentenanalyse von zwei japanischen STS-Zeitschriften und zwei Sammelbänden zu japanischen STS-Fallstudien bearbeitet. Die dritte Frage wurde durch eine Zitationskontextanalyse von im Web of Science identifizierten, relevanten Publikationen beantwortet. Meine Ergebnisse zeigen, dass der Großteil der untersuchten japanischen STS-Fallstudien mit Material aus Japan arbeitet und dass diese häufig westliche Konzepte verwenden. Weiters werden in diesen Publikationen häufig neue konzeptuelle Werkzeuge angeboten, sowohl implizit als auch explizit. Aber weniger als ein Sechstel der von mir identifizierten Angebote werden von der internationalen STS-Fachgemeinschaft weiterverwendet. Die Theorie wissenschaftlicher Gemeinschaften erklärt aus deren Funktionsweise warum diese Theorie-Fall-Asymmetrie besteht und warum sie schwer loszuwerden ist. Besonders in Fächern, in denen die Rolle der persönlichen Interpretation wichtig ist, ist diese Asymmetrie zu erwarten. Gleichzeitig ist es meistens auch in diesen Fächern, wo sie problematisch ist.
Abstract
(Englisch)
In the field of science and technology studies (STS) and other social sciences discussions have been taking place that criticize the asymmetrical relation of theory developed in the West/North and case studies done in the East/South. This theory-case asymmetry and its empirical operationalization to Japanese STS is the purview of this thesis. Three empirical questions have been asked to address this issue: First, which concepts are used in Japanese STS publications, where do those come from and on what material are they used on? Second, are new conceptual contributions proposed in these publications? And third, how are those contributions used in the English-speaking STS journal discourse? A document analysis of two Japanese STS journals and two edited volumes with Japanese STS cases studies was carried out to address the first two questions. The third question was answered through a citation context analysis of relevant publications identified in the Web of Science. My results show that the majority of the investigated Japanese STS cases studies works with cases from Japan and that they frequently employ Western concepts. These publications often either implicitly or explicitly offer new conceptual tools. But less than a sixth of these offers are put to use by the international STS community. The theory of scientific communities explains through their mode of operation why this theory-case asymmetry exists and why it is difficult to get rid of it. Especially in fields where personal interpretation plays an important role we can expect this asymmetry. At the same time, it is also in these fields where it becomes problematic.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
STS Japan Zitationskontextanalyse Wissenschaftliche Gemeinschaften Inklusion Masterarbeit Asymmetrie
Schlagwörter
(Englisch)
STS Japan citation context analysis scientific communities inclusion master's thesis asymmetry
Autor*innen
Markus Hoffmann
Haupttitel (Deutsch)
Theoretische und konkrete Asymmetrien in STS
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Verwendung, Formulierung und Weiterverbreitung von Konzepten in und aus japanischen STS-Publikationen
Paralleltitel (Englisch)
Theoretical and concrete asymmetries in STS
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
103 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfram Manzenreiter
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.10 Wissenschaft und Gesellschaft ,
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.13 Wissenschaftspraxis ,
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.14 Organisation von Wissenschaft und Kultur ,
15 Geschichte > 15.80 Japan
AC Nummer
AC16678935
Utheses ID
64917
Studienkennzahl
UA | 066 | 843 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1