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Rethinking academic conferences
a young scientist's examination
Isabella Caterina Fabarius
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Steffen Keck
DOI
10.25365/thesis.72680
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16545.79119.186035-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Wissenschaftliche Konferenzen werden zum Zwecke des Wissensaustauschs und der Vernetzung abgehalten. Während der COVID-19-Pandemie wurden viele Konferenzen aus Sicherheitsgründen abgesagt oder online abgehalten. Die bestehende Literatur hat bereits den Rückgang neu veröffentlichter Forschungsarbeiten aufgrund des Mangels an akademischen Konferenzen während der Pandemie thematisiert. Wenig Aufmerksamkeit wurde jedoch den Auswirkungen auf junge Wissenschaftler gewidmet, die für die Bildung neuer Kooperationen in der Anfangsphase ihrer Karriere besonders stark auf die Teilnahme an Konferenzen und die dort vorherrschenden persönlichen Begegnungen mit anderen Wissenschaftlern angewiesen sind. Die vorliegende Arbeit stützt sich auf die Möglichkeiten der Entstehung von Kollaborationen als einen der wichtigsten Vorteile der Teilnahme an (offline) Konferenzen (Chai & Freeman, 2019) und auf den fehlenden persönlichen Kontakt als einen der größten Nachteile virtueller Konferenzen (Gao et al., 2021). Während die bisherige Literatur behauptet, dass junge Wissenschaftler bei der Teilnahme an Vor-Ort- Konferenzen aufgrund finanzieller Barrieren, genauer gesagt Suchkosten, eingeschränkt sind (Esterhuysen, 2021; Valenti et al., 2021), legt diese Arbeit nahe, dass sie durch das online Format und die dort wegfallenden persönlichen Interaktionen noch größere Schwierigkeiten haben, sich in der Forschungswelt zu etablieren und gemeinsam wissenschaftliche Arbeiten zu veröffentlichen. Anhand von Primärdaten einer Erhebung (n = 98) wurde untersucht, inwieweit junge Wissenschaftler der Meinung sind, dass Online-Konferenzen anstelle von Vor-Ort-Konferenzen einen Einfluss auf die Entstehung von Kooperationen haben. Außerdem wurde untersucht, ob das Bewusstsein über die negativen Umweltauswirkungen von Reisen zu Konferenzen, oder Networking-Aktivitäten, die persönliche Interaktionen auf Online-Konferenzen ermöglichen, entscheidende Einflussfaktoren sind, die junge Wissenschaftler dazu bewegen, sich bewusst für Online- statt Offline-Konferenzen zu entscheiden. Die Ergebnisse zeigen, dass junge Wissenschaftler Konferenzen besuchen wollen, um neue Kooperationen zu knüpfen. Ein durchgeführter Mann-Whitney-U-Test hat jedoch gezeigt, dass dieser76 Aufbau von Kooperationen durch Online-Formate als gehemmt empfunden wird. Ebenso zeigten die Ergebnisse eines weiteren Mann-Whitney-U-Tests, dass das Offline-Konferenzformat als vorteilhafter wahrgenommen wird. Anhand der Spearman‘s Rank Correlation zeigen die Daten außerdem die Relevanz von Alter und Karrierestufe der Wissenschaftler. Je jünger die Wissenschaftler sind, desto beliebter ist das Online-Format und desto wichtiger ist ihnen der Umweltaspekt in ihrem Entscheidungsprozess, ob sie online oder offline teilnehmen, auch wenn das Bewusstsein über die negativen Umweltauswirkungen von Reisen zu Konferenzen die Wahrscheinlichkeit einer Online- statt einer Offline-Teilnahme nicht erhöht. Je jünger sie sind, desto stärker ist zudem ihre Absicht, Wissenschaftler andere Karrierestufen kennenzulernen. Während junge Wissenschaftler davon ausgehen, dass sie auf Online-Konferenzen seltener mit erfahreneren Wissenschaftlern zusammentreffen, geben sie an, dass sie eher an der Teilnahme an virtuellen Konferenzen interessiert wären, wenn diese effiziente Vernetzungsmöglichkeiten zu diesen bieten würden. Online- Konferenzen sollten jedoch Offline-Konferenzen nicht ersetzen, sondern ergänzen. Daher müssen zukünftige Forschungsarbeiten durchgeführt werden, um ein besseres Verständnis der verbleibenden Hürden für Online-Networking-Aktivitäten zu erlangen und herauszufinden, wie erfahrenere Wissenschaftler für diese kollaborationsfördernden Aktivitäten gewonnen werden können.
Abstract
(Englisch)
Scientific conferences are a co-location with the purpose of knowledge exchange and networking. Due to the COVID-19 pandemic, many conferences have been canceled or held online for safety reasons. Recent literature has yet addressed the deceleration of novel research due to the shortfall of academic conferences during the pandemic. Little attention, however, was paid to the effect on young scientists, which, for the purpose of building new collaborations in the early stage of their career, are much more reliant on conference attendance and its prevailing face-to-face encounters. This thesis builds on collaboration-building opportunities as one of the major advantages of attending (on-site) conferences (Chai & Freeman, 2019), and on the lacking personal contact as a major disadvantage of virtual conferences (Gao et al., 2021). While previous literature claims young scientists to be restricted in on-site conference participation due to financial barriers, namely search costs (Esterhuysen, 2021; Valenti et al., 2021), this thesis suggests that at online conferences they struggle even more to establish themselves in the scientific community, to interact with other scientists, and to collaboratively publish scientific papers. Primary data from a survey (n = 98) was used to evaluate to what extent young scientists perceive online, instead of on-site, conferences to have an impact on collaboration formation. In addition, it was assessed whether the awareness about the negative environmental impact of traveling to conferences, or networking activities that enable personal interactions at online conferences, are decisive influencing factors that lead young scientists to consciously choose online over offline conferences. Results demonstrate that young scientists aim to attend conferences to create new collaborations, however, using a Mann-Whitney-U-Test showed that this collaboration building is perceived to be inhibited by online formats. Likewise, results from another Mann-Whitney-U-Test revealed that the offline conference format is perceived as more beneficial. Using Spearman’s Rank Correlation, the data further indicates the relevance of age and career stage of the scientists. The younger the scientists, the higher the popularity of the online format, and moreover, the more important the environmental aspect within their decision process, even though the awareness about the negative environmental impact of traveling to conferences does not increase their likelihood to attend online instead of offline. Furthermore, the younger, the stronger their intention to meet scientists from other career stages. While young scientists expect to be less likely to meet more experienced scientists at online conferences, they indicate that they would be more interested in attending virtual conferences if these would offer efficient networking opportunities. Yet, online conferences should not substitute but complement offline conferences. Thus, future research needs to be conducted to gain a better understanding of the remaining barriers to online networking activities and how to attract more experienced scientists to these collaboration-enhancing activities.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Junge Wissenschaftler virtuelle Konferenzen Kollaborationen Networking face-to-face Kontakt Umweltauswirkungen Online-Networking-Maßnahmen
Schlagwörter
(Englisch)
young scientists virtual conferences collaborations networking face-to-face contact environmental impact online networking measures
Autor*innen
Isabella Caterina Fabarius
Haupttitel (Englisch)
Rethinking academic conferences
Hauptuntertitel (Englisch)
a young scientist's examination
Paralleltitel (Deutsch)
Wissenschaftliche Konferenzen neu denken
Paralleluntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung junger WissenschaftlerInnen
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
vi, 77 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Steffen Keck
Klassifikation
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.16 Wissenschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit
AC Nummer
AC16688712
Utheses ID
64989
Studienkennzahl
UA | 066 | 915 | |
