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Die Bukowiner Sprachenfrage in der späten Habsburgermonarchie
eine diskursgeschichtliche Untersuchung der deutschsprachigen Czernowitzer Presse
Agnes Maria Poitschek
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsche Philologie
Betreuer*in
Peter Ernst
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.72751
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13323.01127.404699-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Als multikulturelles Staatsgebilde zeichnete sich die Habsburgermonarchie durch eine Sprachenvielfalt aus, die im „langen 19. Jahrhundert“ gerade in den mehrsprachigen mittel- und osteuropäischen Stadtzentren zu einem wesentlichen Thema des politischen Diskurses wurde. Zahlreiche Arbeiten beschäftigten sich mit der diskursiven Reflexion von Sprachenfragen in verschiedenen Kronländern und Städten Österreich-Ungarns. Wenig Beachtung fand hingegen die Habsburgische Bukowina, die heute oft als Positivbeispiel eines friedlichen Zusammenlebens unterschiedlicher Ethnien angeführt wird. Die vorliegende Masterarbeit kommt ebendiesem Forschungsdesiderat nach und widmet sich der Bukowiner Sprachenfrage im Rahmen einer diskursgeschichtlichen Untersuchung. Im Zuge dessen bedient sie sich den Methoden des diskurslinguistischen Ansatzes der Düsseldorfer Schule sowie der Diskurssemantik. Grundlage der Untersuchung bildet ein Zeitungskorpus aus Pressetexten der vier deutschsprachigen Czernowitzer Zeitungen Bukowinaer Post, Bukowinaer Rundschau, Czernowitzer Allgemeine Zeitung und Czernowitzer Tagblatt aus den Jahren 1890 bis 1914. Die Abhandlung geht der Frage nach, wie die polyglossische Sprachsituation sowie sprachenpolitische Entwicklungen und medial-politische Debatten diskursiv rezipiert werden. Von Interesse ist die inhaltliche/thematische Dimension im Hinblick auf konkrete Domänen, Eigen- und Fremdkategorisierungen ebenso wie die Dimension der Argumentation sowie der sprachlichen Realisierung anhand von Schlagwörtern, Metaphern und Topoi. Ethnikum und Sprache konnten als zentrale Elemente der diskursiv (re-)produzierten Kategorien identifiziert werden. Als dominant erwiesen sich im analysierten Korpus Sprachkonflikte im Kontext der Domänen Bildungswesen und öffentliche Verwaltung. Im Zusammenhang mit der privilegierten Stellung des Deutschen finden sich rekurrente Muster wie die Band-Metapher, die Kitt-Metapher, der Einigkeitstopos oder der Friedenstopos.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Diskursanalyse Bukowina
Autor*innen
Agnes Maria Poitschek
Haupttitel (Deutsch)
Die Bukowiner Sprachenfrage in der späten Habsburgermonarchie
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine diskursgeschichtliche Untersuchung der deutschsprachigen Czernowitzer Presse
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
149 Seiten : Diagramm
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Ernst
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.60 Schweiz. Österreich-Ungarn. Österreich ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.22 Sprachlenkung. Sprachpolitik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.23 Mehrsprachigkeit ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.09 Deutsche Sprache
AC Nummer
AC16703063
Utheses ID
65186
Studienkennzahl
UA | 066 | 817 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1