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Implosion auf dem Balkan
Großrumänien unter der Königsdiktatur Carols II. (10. Februar 1938 – 06. September 1940)
David Pably
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) UF Deutsch UF Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Oliver Jens Schmitt
DOI
10.25365/thesis.72776
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17775.00477.695899-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht Deutungsmuster zur Erklärung des staatlichen Zusammenbruchs Großrumäniens im Sommer 1940. Dabei werden nach der Methode eines "Literature Review" sowohl relevante Beiträge aus der Sekundärliteratur als auch hermeneutisch analysierte Quellenausschnitte interpretiert. Der Verfasser argumentiert im Text für die sogenannte Implosionsthese, welche davon ausgeht, dass eine massiv defizitäre Verfasstheit der Demokratie sowie die Aushöhlung staatlicher Strukturen sowohl durch eine korrumpierte Elite als auch durch einen autoritär eingestellten König dazu führte, dass das Politsystem dem Druck von außen nicht standhalten konnte. In diesem Zusammenhang spielten einerseits die Struktur des Landes als kompositer und postimperialer Vielvölkerstaat und andererseits der rasante Aufstieg des rumänischen Faschismus eine außerordentliche Rolle. Relativiert wird vom Verfasser hingegen die Aggressionsthese, welche vor allem von Historikern nationalistischer Prägung vertreten wird, deren Anliegen es ist, den Zusammenbruch des Landes über die persönliche Unfähigkeit des Königs in Kombination mit einer schier aussichtlosen außenpolitischen Lage zu erklären, während das politische System und dessen Eliten zumeist als erfolgreiche Experimentierphase dargestellt werden. Der bis in die Gegenwart andauernde Kampf um die vermeintlich richtige Auslegung rumänischer Zeitgeschichte muss in diesem Zusammenhang als Ausdruck eines fehlenden Reflexionswillens infolge jahrzehntelanger Prägung durch eine kommunistische Einparteienherrschaft verstanden werden. Terminologisch wird die Zuschreibung „faschistoid“ als für das vorliegende Königsregime angemessener Begriff festgemacht. Dieses war geprägt von einem Versuch der totalen Erfassung der Gesellschaft, insbesondere der Jugend, einer symbolischen Nachahmung in erster Linie des italienischen Faschismus sowie eine starke spirituelle Note durch die Einbindung des rumänisch-orthodoxen Patriarchats. In diesem Sinne wird das entsprechende Herrschaftssystem als „Monarchokratie“ nach Sundhausen definiert und entlang der von Stanley Payne definierten Kriterien des Faschismus als rechtsautoritäres Regime innerhalb eines gesamteuropäischen Rahmens eingeordnet.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Großrumänien Königsdiktatur Carol II Implosion Balkan
Autor*innen
David Pably
Haupttitel (Deutsch)
Implosion auf dem Balkan
Hauptuntertitel (Deutsch)
Großrumänien unter der Königsdiktatur Carols II. (10. Februar 1938 – 06. September 1940)
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
111 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Oliver Jens Schmitt
Klassifikation
15 Geschichte > 15.70 Balkanstaaten
AC Nummer
AC16707304
Utheses ID
65231
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 511 | 02
