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The relationship between the number of preschoolers' closest affiliative peers and the employment of joint attention requests via pointing gestures
Guilherme Henrique Lima Marques Silva
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Joint Degree Programme MEi :CogSci Cognitive Science
Betreuer*in
Thomas Bugnyar
Mitbetreuer*in
Lisa Horn-Péter
DOI
10.25365/thesis.72882
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20768.12735.611183-9
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Damit zwischenmenschliche Interaktionen erfolgreich stattfinden können, bedarf es den Einsatz verschiedener kognitiver Prozesse, beispielsweise das Erkennen individueller Gesichter, die Erinnerung an frühere soziale Ereignisse und das Verstehen der mentalen Repräsentationen von anderen Personen (z. B. Überzeugungen und Absichten). Robin Dunbar postuliert, dass soziale Komplexität Individuen dazu antreibt, kognitive Ressourcen selektiv zu nutzen. Das wiederum führt zu einer Beschränkung der Größe sozialer Netzwerke und zur Entstehung einer sequentiellen, hierarchischen Clusterbildung von Beziehungen. Dunbar spricht hier von „Ebenen von Interaktionspartnern“. Die Untersuchung dieser Beschränkungen durch Robin Dunbar und James Stiller (2007, Soc.Netw. 29) hat ergeben, dass bei Erwachsenen die Fähigkeit einer Person, auf den Geisteszustand einer anderen Person zu schließen (genannt Mentalisierung), die Anzahl der Freunde vorhersagen kann, die eine Person in der ersten Schicht des sozialen Netzwerkes, der Schicht der engsten Freunde (nach Dunbar „support group“), hat. Gerade mit Blick auf die frühe soziale Entwicklung im Kindesalter wäre es wichtig zu verstehen, wie früh im Leben (wenn überhaupt) sich diese Beschränkungen manifestieren. Bisher wurde der Zusammenhang zwischen der Fähigkeit der Mentalisierung und der Anzahl der engsten Freunde jedoch noch nicht in einem entwicklungsbezogenen Rahmen untersucht. Daher habe ich in dieser Masterarbeit Verhaltensbeobachtungen der Nähe zu Gleichaltrigen und Interaktionen innerhalb eines ökologisch relevanten Umfelds (z.B. freies Spiel) eingesetzt, um (1) zu untersuchen, ob die von Dunbar und Stiller vorgeschlagenen Netzwerkstrukturen in den sozialen Netzwerken von Vorschulkindern zu finden sind und (2) ob die Anzahl der Beziehungen von Kindern (innerhalb der Schicht der engsten Freunde) durch den erfolgreichen Einsatz soziokognitiver Ressourcen, in diesem Fall Aufforderungen zur Gemeinsamen Aufmerksamkeit durch Zeigegesten vorhergesagt werden können. Die Ergebnisse dieser Untersuchung deuten darauf hin, dass es für Vorschulkinder eine mittlere Anzahl von engsten Freunden gibt. Diese Anzahl korreliert mit der Frequenz der Fälle, in denen ein Kind durch Zeigegesten andere Kinder zur Gemeinsamen Aufmerksamkeit auffordert Gruppen bestehend aus älteren Kindern. Zusammenfassend stimmen diese Ergebnisse sowohl mit den Ergebnissen von Dunbar und Stiller (2007, Soc. Netw. 29) als auch mit der aktuellen Literatur zur Entwicklungskognition überein. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass durch diese Arbeit die weitere Untersuchung der kognitiven Kompetenzen von Kindern und der Struktur und Größe von Peer-Gruppen gefördert werden kann.
Abstract
(Englisch)
Effective management of social relationships demands from individuals the employment of certain cognitive processes in order to, for example, recognize faces, remember past social interactions, and understand another’s individual mental representations (e.g., beliefs and intentions). Robin Dunbar claims that social complexity drives individuals to the selective use of cognitive resources, which in turn, leads to constraints in social network size and the emergence of sequential, hierarchical clustering of relationships or “layers of interaction partners”. The investigation of these constraints by Robin Dunbar and James Stiller (2007, Soc. Netw. 29) has found that (in adults) an individual’s competence to infer another individual’s state of mind (i.e., mentalization) can predict the number of friends a person can have within the first layer of the social network (i.e., support group). Due to the developmental process through which these socio-cognitive abilities emerge, it would be important to understand how early in life (if at all) these constraints are manifested. Up to now, however, the relationship between mentalization competence and the number of closest friends has not yet been investigated within a developmental framework. Therefore, I employed behavioral observation of peer proximity and interactions within an ecologically relevant setting (i.e., free play) to (1) investigate if Dunbar and Stiller’s proposed network structures can be found in preschool children’s social networks and (2) if the number of children’s affiliative relationships (within the support group) is predicted by an individual’s successful employment of socio-cognitive resources (i.e., joint attention requests via pointing). The findings of this investigation indicate that in the three groups analyzed there was an average number of peers with whom a preschooler spends most time in proximity. Moreover, this number was correlated with the frequency with a given individual employed joint attention requests (i.e., pointing gestures) in groups composed of older children. In summary, these results are in alignment with both Dunbar and Stiller’s findings (2007, Soc. Netw. 29) and with the current literature on developmental cognition. Moreover, it should be expected that the work presented in this thesis may foster the further investigation of children's cognitive competencies and peer group structure and size.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
soziale Kognition gemeinsame Aufmerksamkeit Ethologie Entwicklungspsychologie vergleichende Methodik
Schlagwörter
(Englisch)
social cognition joint attention ethology developmental psychology comparative methodology
Autor*innen
Guilherme Henrique Lima Marques Silva
Haupttitel (Englisch)
The relationship between the number of preschoolers' closest affiliative peers and the employment of joint attention requests via pointing gestures
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
44, XII Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Thomas Bugnyar
AC Nummer
AC16733008
Utheses ID
65460
Studienkennzahl
UA | 066 | 013 | |
