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Extraktivismus im Lockdown?
Analyse der materiellen und diskursiven Tendenzen im Hinblick auf den Ressourcen-Extraktivismus anhand lateinamerikanischer Länderbeispiele
Leo Xavier Gabriel
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Isabella Radhuber
DOI
10.25365/thesis.73320
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22988.11820.137917-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Im Kontext der Sars-Cov 19 Pandemie hat sich die Ambivalenz des (Neo-)Extraktivismus als primäres Wirtschaftsmodell vieler lateinamerikanischer Staaten verdeutlicht. Einerseits führten die Beschränkungen der Liefergüterketten bzw. den globalen Rohstoffhandel im Zuge der Covid-19 Maßnahmen - wie Lockdowns- zu einem immensen Einbruch des Exportsektors. Das ein weiteres Indiz ist, dass dieses Entwicklungsmodell äußerst fragil und volatil ist. Andererseits wurde von vielen lateinamerikanischen Regierungen, trotz Lockdowns, extraktivistische Industriesektoren weitergeführt, da sie als „Heilsbringer“ galten, um den ökonomischen Einbruch zu dämpfen. Die vorliegende Masterarbeit untersucht die materialistischen und diskursiven Tendenzen in Bezug auf das ressourcen-extraktivistische Entwicklungsmodell anhand lateinamerikanischer Fallbeispiele im Jahr 2020. Diese Tendenzen werden anhand des Bergbau- und Agroindustriellensektors dargestellt. Aus einer ökologischen geopolitischen Perspektive untersuche ich diese materialistischen und diskursiven Tendenzen auf zweifacher Weise: Im ersten Abschnitt werde ich anhand von Rohstoffdatenanalyse und politischen Aussagen von Regierenden diese Tendenzen aufzeigen. Im zweiten Abschnitt werde ich Aussagen, basierend im Rahmen des SolPan + Projektes, auswerten und Narrative herausarbeiten, um den Bezug auf individueller Ebene auf die materialistischen Tendenzen des ressourcen-extraktivistischen Entwicklungsmodell festzustellen. Sowie die Veränderung der alltäglichen Lebenspraktiken, Identitäten und Wahrnehmung im Bezug zur Umwelt im Kontext der Pandemie darstellen.
Abstract
(Englisch)
In the context of the Sars-Cov 19 pandemic, the ambivalence of (neo-)extractivism as the primary economic model of many Latin American countries became clear. On the one hand, the restrictions on supply chains or global commodity trade in the wake of the Covid 19 measures - such as lockdowns - led to an immense collapse of the export sector. This is another indication that this development model is extremely fragile and volatile. On the other hand, despite lockdowns, many Latin American governments have continued with extractivist industrial sectors, as they were seen as "saviours" to cushion the economic slump. This Master's thesis examines the materialist and discursive tendencies related to the resource extractivist development model using Latin American case studies in 2020. These tendencies are illustrated using the mining and agro-industrial sectors. From an ecological geopolitical perspective, I examine these materialist and discursive tendencies in two ways: In the first section, I will use commodity data analysis and policy statements by governments to highlight these tendencies. In the second section, I will analyse statements based on the SolPan + project and elaborate narratives to identify the individual-level reference to the materialistic tendencies of the resource-extractivist development model. I will also present the change in everyday life practices, identities and perceptions in relation to the environment in the context of the pandemic.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Extraktivismus Neoextraktivismus Ökologische Geopolitik Kritische Geopolitik Assemblage
Schlagwörter
(Englisch)
Extractivism Neoextractivism ecological geopolitics critical geopolitics Assemblage
Autor*innen
Leo Xavier Gabriel
Haupttitel (Deutsch)
Extraktivismus im Lockdown?
Hauptuntertitel (Deutsch)
Analyse der materiellen und diskursiven Tendenzen im Hinblick auf den Ressourcen-Extraktivismus anhand lateinamerikanischer Länderbeispiele
Paralleltitel (Englisch)
Extractivism in lockdown?
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
iii, 104 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Isabella Radhuber
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein. Allgemeines ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.02 Philosophie und Theorie der Sozialwissenschaften ,
71 Soziologie > 71.00 Soziologie. Allgemeines ,
71 Soziologie > 71.40 Soziale Prozesse. Allgemeines ,
71 Soziologie > 71.51 Werte. Normen ,
74 Geographie > 74.10 Politische Geographie ,
74 Geographie > 74.26 Mittelamerika. Südamerika ,
89 Politologie > 89.03 Theorie und Methoden der Politologie ,
89 Politologie > 89.42 Staat und Bürger ,
89 Politologie > 89.59 Politische Prozesse. Sonstiges ,
89 Politologie > 89.70 Internationale Beziehungen. Allgemeines ,
89 Politologie > 89.84 Strategie. Taktik ,
89 Politologie > 89.91 Imperialismus ,
89 Politologie > 89.93 Nord-Süd-Verhältnis ,
89 Politologie > 89.94 Internationale Beziehungen. Sonstiges
AC Nummer
AC16810700
Utheses ID
65493
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
