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Civil society in China
the case of Falun gong
Olivia Prauss
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Susanne Weigelin-Schwiedrzik
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29171.38671.874366-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die soziale und politische Lage der 1980er und 1990er Jahre hatte das Aufgreifen der Theorien um Zivilgesellschaft zur Folge. Dieses westliche Konzept wurde sowohl von chinesischen als auch westlichen Forschern aufgegriffen und diskutiert. Zu den analysierten Themenbereichen zählen die verschiedenen Aspekte der Zivilgesellschaft, die Übersetzung des Begriffes „Zivilgesellschaft“ in das Chinesische, die Geschichte der Zivilgesellschaft in China, die aktuellen zivilgesellschaftlichen Strukturen und der Zusammenhang der Entwicklung der Zivilgesellschaft mit der Demokratisierung eines Landes. Zu Beginn der 1990er Jahre, etwa parallel zur verstärkten Aufnahme des zivilgesellschaftlichen Diskurses in der Volksrepublik China (VR China), gründete Li Hongzhi die Gruppe falun gong. Diese zeichnet sich durch qigong-ähnliche Übungen und esoterische Elemente aus. Falun gong verbindet buddhistische, daoistische und konfuzianische Vorstellungen mit der qigong-Tradition. Die Gruppe versucht, Grenzen in einer Gesellschaft zwischen dem öffentlichen und privaten Bereich zu überwinden. Nachdem 1999 falun gong nicht als religiöse Gemeinschaft anerkannt wurde, erfolgte die Politisierung und Internationalisierung dieser Bewegung. Heute ist falun gong in der VR China verboten. Anschließend an die Erörterung der zivilgesellschaftlichen Strukturen in China sowie der Gruppe falun gong werden die folgenden Themen diskutiert; inwiefern die Charakteristika von falun gong mit den Anforderungen der Zivilgesellschaft in China übereinstimmen; falls falun gong als religiöse Bewegung gesehen wird, wie sich seine Beziehung zu offiziell anerkannten Religionen definiert; falls falun gong als soziale Bewegung eingeordnet wird, wie sich sein Verhältnis zur Zivilgesellschaft in der VR China gestaltet; wo genau falun gong in der chinesischen Zivilgesellschaft anzusiedeln ist. Inwiefern sich die Position der Kommunistischen Partei Chinas in Hinsicht auf Zivilgesellschaft verändert hat und was dies in ihrem Verhältnis zu falun gong ändern könnte. Falun gong kann entsprechend seiner Grundideen, nämlich der freiwilligen Teilnahme, Selbstregulierung und Autonomie als zivilgesellschaftlicher Akteur gezählt werden. Das offizielle Konzept einer chinesischen Zivilgesellschaft charakterisiert allerdings dessen Akteure als Mediatoren zwischen dem Staat und der Gesellschaft. Diese mit dem Staat zusammenarbeitende Rolle fällt falun gong nicht zu.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
civil society Falun gong
Schlagwörter
(Deutsch)
Zivilgesellschaft Falun gong
Autor*innen
Olivia Prauss
Haupttitel (Englisch)
Civil society in China
Hauptuntertitel (Englisch)
the case of Falun gong
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
95 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Susanne Weigelin-Schwiedrzik
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein: Allgemeines
AC Nummer
AC07877375
Utheses ID
6551
Studienkennzahl
UA | 066 | 811 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1