Detailansicht

Inkarnation
Stefan Watzka
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Robert König
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.73016
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17053.27281.395733-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Zahlreiche neuere Erkenntnisse aus der Biomedizin bestätigen, dass neben dem materiellen Körper noch ein immaterielles Prinzip existieren muss, das mit dem materiellen Körper eine funktionelle Einheit bildet. In der christlichen Tradition wird das besondere Verhältnis zwischen materiellem Körper und immaterieller Seele mit dem Begriff Inkarnation beschrieben (Vgl. Joh 1, 14), womit eigentlich die Geburt Jesu Christi als Menschwerdung Gottes bzw. als Inkarnation des logos gemeint ist. Im Rahmen dieser Masterarbeit wird das Leib-Seele-Verständnis der christlichen Offenbarung mit den jeweiligen Positionen Aristoteles‘ und Descartes‘ verglichen. Die Reflexion über das grundsätzliche Verständnis der Beziehung von Körper und Seele beginnt nämlich nicht mit der christlichen Offenbarung, sondern wird bereits von Aristoteles angestellt, für den die Seele die Form des Körpers darstellt. Eine konträre Position dazu nimmt hingegen Descartes ein, für den Seele und Körper fast vollständig getrennt sind. Aus der Reflexion über den Begriff Inkarnation heraus werden folgende Fragen beantwortet: Was unterscheidet die Inkarnation Jesu Christi von der Inkarnation bzw. vom Leib-Seele-Verständnis bei Aristoteles und Descartes? Überwindet die Inkarnation des Johannes-Evangeliums den Leib-Seele-Dualismus des Menschen per se, und wenn ja, wie? Falls das Prinzip der Inkarnation keine Singularität in der Person Jesu Christi, sondern nichts Anderes als die Logifizierung des Menschen bezeichnet, kann es dann Abstufungen oder einen Fortschritt der Inkarnation geben? Zusammenfassend will diese Masterarbeit einen Weg weisen, wie das Leib-Seele- Verhältnis jenseits von Monismus und Dualismus sinnvoll gedacht werden kann. Die Implikationen für die aktuelle Trans- und Posthumanismusdebatte werden dabei ausführlich gewürdigt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Inkarnation Leib-Seele-Verhältnis Johannes-Evangelium Aristoteles Descartes Dualismus Transhumanismus
Autor*innen
Stefan Watzka
Haupttitel (Deutsch)
Inkarnation
Publikationsjahr
2022
Umfangsangabe
81 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Robert König
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.21 Griechische Philosophie. römische Philosophie ,
08 Philosophie > 08.36 Philosophische Anthropologie
AC Nummer
AC16750204
Utheses ID
65631
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1