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Utopische Dystopie oder dystopische Utopie
Berührungspunkte und Divergenzen gelebter und fiktiver gesellschaftlicher Konstruktionen der Kommune 1 und "The Handmaid's Tale"
Vanessa Sophia Raiger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Brigitte Marschall
DOI
10.25365/thesis.73002
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10230.44919.172139-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ausgehend von der Annahme, dass sowohl in der Realität gelebte als auch fiktive gesellschaftliche Konstrukte Aspekte dystopischer und utopischer Formen aufweisen können, wird in dieser Masterarbeit untersucht auf welche Art und Weise sich derartige Merkmale auszeichnen können. Dabei wird einerseits die fiktionale Staatsform Gilead aus der Fernsehserie The Handmaid’s Tale auf ihre dystopischen Verhältnisse untersucht, andererseits die Kommune 1 beleuchtet, die als utopisches Pendant zu Gilead steht. Das Ziel der vorliegenden Forschungsarbeit ist es, die Grenzen zwischen Utopie und Dystopie auszuloten und zu veranschaulichen, dass es sich um eine Gratwanderung zwischen den beiden Systemen handelt. Dazu wird die folgende Forschungsfrage gestellt: ‚Worin liegen die Parallelen und Divergenzen gelebter und fiktiver gesellschaftlicher Konstrukte hinsichtlich ihrer dystopischen und utopischen Merkmale und inwiefern werden diesbezüglich die jeweiligen Inszenierungsformen der vorherrschenden Hierarchien, Ordnungsstrukturen und Machtverhältnisse innerhalb der Systeme in The Handmaid’s Tale und der Kommune 1 dramaturgisch und ästhetisch verortet und als historisches (Kommune 1) und filmisches (H.M.T.) Narrativ analysiert?‘ Um die Forschungsfrage zu beantworten, ist eine analytische Gegenüberstellung der beispielgebenden gesellschaftlichen Konstrukte durchgeführt worden. Dabei ist das Hauptaugenmerk sowohl auf den strukturellen als auch den inszenatorischen Überschneidungen und Unterscheidungen der Gemeinschaften gelegen. Die Erkenntnisse, die sich aus den analytischen Vorgehensweisen ergeben haben, zeigen, dass sich beide Systeme in den Bereich der Anti-Utopie eingliedern lassen. Die prägnantesten Berührungspunkte weisen sie hinsichtlich des hohen Stellenwertes auf, den die Sexualität in all ihren Facetten einnimmt. Eine divergente Positionierung zeigt sich anhand der kapitalistischen Strukturen und politischen Ansichten, die in den Gesellschaftsformen vertreten sind. Außerdem deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Utopie und Dystopie in einem fluktuierenden Wechselverhältnis stehen, indem die subjektive Handlungsmacht ausschlaggebend dafür ist, welchem Spektrum sich der Mensch dabei selbst zuordnet.
Abstract
(Englisch)
Based on the assumption that in the reality lived, as well as fictional, social constructs could provide aspects of utopian and dystopian features, this thesis explores in which manner they distinguish themselves. Therefore, it examines on the one hand the fictional State of Gilead from the TV-Show The Handmaid’s Tale of its dystopian relations, on the other hand it explores the Kommune 1, which serves as the utopian pendant. The goal of this paper is to evaluate the borders between Utopia and Dystopia and to illustrate that it is balancing act between those systems. To do so the following research questions are being asked: ‘What are the parallels and differences between lived and fictional social constructs regarding their utopian and dystopian features, what forms of staging are being visualized when it comes to the hierarchies, structural orders and power relations inside of the systems of The Handmaids Tale and the Kommune 1. Where are they located dramaturgically and aesthetically and how can they be analyzed as a historical (Kommune 1) and filmic (H.M.T.) narrative?’ To answer the research question there has been made a comparison of the exemplary communities, that mainly focused on the structural and dramaturgical similarities and distinctions of the social constructs given. The findings from this analytical approach show that both systems can be integrated in the anti-utopian realm. Relating to the high status that sexuality in all its facets inhabits, they show the most concise thematic affinities. Considering the capitalist structures and the political notions those social constructs represent, they differ the most from another. Furthermore, the results indicate that the utopia and the dystopia are in a fluctuating interaction, in which the subjective agency is crucial to figure out, on which side of the spectrum the individuals place themselves.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Utopie Dystopie Report einer Magd Kommune1 Gesellschaftskonstruktion
Schlagwörter
(Englisch)
Utopia Dystopia TheHandmaid's Tale Commune1 social construct
Autor*innen
Vanessa Sophia Raiger
Haupttitel (Deutsch)
Utopische Dystopie oder dystopische Utopie
Hauptuntertitel (Deutsch)
Berührungspunkte und Divergenzen gelebter und fiktiver gesellschaftlicher Konstruktionen der Kommune 1 und "The Handmaid's Tale"
Paralleltitel (Englisch)
Utopian dystopia or dystopian utopia
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
99 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Marschall
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.00 Wissenschaft und Kultur allgemein. Allgemeines ,
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.02 Philosophie und Theorie der Geisteswissenschaften
AC Nummer
AC16748605
Utheses ID
65707
Studienkennzahl
UA | 066 | 583 | |
