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Die Fruchtbarkeit von Multiparadigmatik
die Rolle der Wissenschaftstheorie in der Kommunikationswissenschaft : eine vergleichende wissenschaftstheoretische Analyse am Beispiel der Kommunikationssoziologie
Linda Schleif
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- u. Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Christian Steininger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.73006
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11370.48933.464476-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit wird die Rolle der Wissenschaftstheorie in der Kommunikationswissenschaft unter Zuhilfenahme des Paradigmenkonzepts in Anlehnung an Kuhn diskutiert. Dabei wird beispielhaft die Entwicklung der Kommunikationssoziologie unter Bezugnahme auf externe Legitimationskämpfe und sozio-kulturelle Einflussfaktoren historisch nachgezeichnet und ihr Spannungsverhältnis als Teildisziplin der Kommunikationswissenschaft und der Soziologie dargelegt. Die hieraus resultierenden wissenschaftstheoretischen Diskurse werden vorgestellt und ihre Grundannahmen präsentiert. In der sich anschließenden Reflexion werden übergreifende Problembereiche und Gemeinsamkeiten herausgestellt, welche die Basis der nachgelagerten Analyse bilden. Die Analyse zeigt, dass die Unklarheit der Verhältnisbestimmungen der in der Kommunikationssoziologie angewandten wissenschaftstheoretischen Paradigmen per se keinen fruchtbaren Zustand darstellt. Die Argumentation einer der Sozialwissenschaften inhärenten Notwendigkeit und Fortschrittlichkeit dieses multiparadigmatischen Zustands wird dekonstruiert. Ob die Vielfalt der Ansätze eher als forschungshemmend oder als produktiv wirkt, hängt davon ab, ob bzw. wie man die Paradigmen in Beziehung zueinander setzt. Es wird argumentiert, dass der multiparadigmatische Zustand bisher ungenutztes Potential besitzt, mittels einer grundlegenden Verhältnisbestimmung in eine holistische Struktur überführt zu werden. Im zweiten Teil der Analyse wird ein Beispiel präsentiert, wie dieses komplexe Unterfangen gelingen kann. Im Zuge einer empirischen Überprüfung des Erklärungsgehaltes für die Teildisziplin werden die Paradigmen auf ihre epistemische Kommensurabilität untersucht und in einem organisierten Gesamtbild der kommunikationssoziologischen Wissenschaftstheorie zueinander in Beziehung gesetzt. Der erarbeitete Vorschlag für die Verhältnisbestimmung der Paradigmen eröffnet die Möglichkeit neue Kooperationspotentiale zwischen den Paradigmen (auch für andere Teildisziplinen) zu realisieren. Es sind weitere dieser Grundlegungen nötig, um ein produktives interparadigmatisches Verhältnis und kommunikationswissenschaftlich relevante basistheoretische Annahmen zu etablieren, welche die immer noch dominante paradigmatische Ignoranz überwinden und einen fruchtbaren Dialog ermöglichen können.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Wissenschaftstheorie interparadigmatische Analyse
Autor*innen
Linda Schleif
Haupttitel (Deutsch)
Die Fruchtbarkeit von Multiparadigmatik
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Rolle der Wissenschaftstheorie in der Kommunikationswissenschaft : eine vergleichende wissenschaftstheoretische Analyse am Beispiel der Kommunikationssoziologie
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
144 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christian Steininger
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.00 Kommunikationswissenschaft. Allgemeines
AC Nummer
AC16748797
Utheses ID
65723
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1