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Visibilität, Irritation und Provokation - Mari Katayamas Selbstdarstellung als Frau mit Behinderungen
Sophie Ollmann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Magdalena Nieslony
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.73250
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13326.46930.427723-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Ziel der vorliegenden Masterarbeit war, die inszenierten Selbstdarstellungen von Mari Katayama und ihrem Körper auf die visuelle Positionierung der Künstlerin in einer ableistisch geprägten Gesellschaft zu untersuchen. Dies wurde durch eingehende Bildanalysen, die methodische Grundlage der Disability Studies sowie weiterer Literaturrecherche erreicht. Die Wahl des Mediums der Fotografie der Künstlerin spielt in Verbindung mit historischen Darstellungen von Freak Shows und Diane Arbus eine wichtige Rolle. Zusätzlich instrumentalisiert sie das Selbstportrait, um anonymisierenden Bildern von Menschen mit Behinderungen der Vergangenheit Selbstbestimmung entgegenzusetzen. Katayama setzt sich in ihren Selbstportraits dem Starren der Betrachter*innen aus, schafft dadurch aber Visibilität. Die Fotografien sind von Schönheitsidealen, deren Unterbrechung und erotischer Assoziationen geprägt, welche sich in der Inszenierung als Puppe verdichten und Stereotype des asiatischen Fetischismus reproduzieren. Die Künstlerin wählt bewusst ein Auftreten mit oder ohne Prothesen. Diese setzt sie entweder als rein visuelles Accessoire ein oder modifiziert sie, um mehr aufzufallen, Erwartungen zu unterbrechen und durch Größenveränderung Assoziationen mit dem posthumanistischen Bild des Cyborgs zu erschaffen. Katayama inszeniert sich als mythologisches Wesen wie eine Meerjungfrau und betont dadurch ihr auffälliges Aussehen. Denn auch ihr Alltag wird von der Umwelt zum Spektakel gemacht.
Abstract
(Englisch)
The goal of this master’s thesis was to examine the visual position of the artist Mari Katayama and her body in an ableist society through her staged self-depictions. This was achieved through detailed picture analysis, the methodological foundation of the disability studies as well as further literature research. The choice of the artist to use photography as a medium plays a role in connection to historical depictions from Freak Shows and Diane Arbus' work. Additionally, she instrumentalizes the self-portrait with agency to oppose anonymizing depictions of people with disabilities from the past. Katayama exposes herself to the staring of spectators, thereby she creates visibility. The photographs are informed by beauty standards, their disruption and erotic associations which deepen when she presents herself as a puppet and reproduces stereotypes of Asian fetishism. The artist consciously chooses to appear with or without prosthetics. She either uses them as purely visual accessories, modifies them to draw more attention and disrupt expectations or creates associations with the posthuman idea of the Cyborg by altering her height. Katayama stages herself as a mythological being like a mermaid or siren which emphasizes her remarkable appearance, since even her everyday life is made into a spectacle by society.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Mari Katayama Disability Studies Leben mit Behinderungen in Japan Fotografie von Menschen mit Behinderungen Freak Shows Diane Arbus Venus Zitat Prothesen Cyborg Kunst und Behinderungen
Schlagwörter
(Englisch)
Mari Katayama Disability Studies life with disabilities in Japan photography of people with disabilities Freak Shows Diane Arbus Venus Zitat Prothesen Cyborg art and disability
Autor*innen
Sophie Ollmann
Haupttitel (Deutsch)
Visibilität, Irritation und Provokation - Mari Katayamas Selbstdarstellung als Frau mit Behinderungen
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
103 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Magdalena Nieslony
Klassifikationen
20 Kunstwissenschaften > 20.05 Kunst in Beziehung zu anderen Wissenschaftsgebieten ,
20 Kunstwissenschaften > 20.07 Kunstkritik. Kunstinterpretation ,
20 Kunstwissenschaften > 20.10 Kunst und Gesellschaft ,
20 Kunstwissenschaften > 20.23 Mensch ,
20 Kunstwissenschaften > 20.31 Bildende Künstler ,
20 Kunstwissenschaften > 20.41 Asiatische Kunst
AC Nummer
AC16800276
Utheses ID
65738
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1