Detailansicht
Prokonnesischer Marmor im kaiserzeitlichen Ephesos
Versuch einer archäologischen Auswertung
Sophie Christine Insulander
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Klassische Archäologie
Betreuer*in
Sabine Ladstätter
DOI
10.25365/thesis.73642
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31134.44524.798440-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit der Verwendung prokonnesischen Marmors in der Architektur von Ephesos in der römischen Kaiserzeit. Herkunftsanalysen von W. Prochaska und N. Toma zeigen, dass Marmor aus Prokonnesos für die Errichtung von sieben wichtigen Bauten in Ephesos verwendet wurde. Dabei handelt es sich um die vier großen Badgymnasien der Stadt (Hafenthermen, Theatergymnasium, Vediusgymnasium, Ostgymnasium), den provinzialen Kaiserkulttempel für Hadrian (Olympieion), das Serapeion und das Grabmal von T. Flavius Damianus. Diese Beobachtungen sind von großem Interesse angesichts der Tatsache, dass eine große Anzahl weißer Marmorsteinbrüche in Ephesos' Territorium bekannt ist, von denen mehrere hochqualitative Baugesteine hervorbrachten, deren Verwendung in der ephesischen Architektur gut belegt ist. Gleichzeitig begünstigte die geographische Lage der Stadt den Import und Umschlag von verschiedenen Gesteinssorten. Die Steinbrüche auf Prokonnesos erlebten im 2. Jh. n. Chr. einen großen Aufschwung und prokonnesischer Marmor entwickelte sich rasch zu einem der meistverwendeten Importmarmore im Imperium Romanum. Im ersten Teil der Arbeit wird auf die historische Entwicklung der Marmorforschungen in Ephesos eingegangen. Der Hauptteil ist eine eingehende Auseinandersetzung mit den o. g. Bauten und den von Prochaska und Toma beprobten und analysierten Architekturteilen aus archäologischer Perspektive. Auf dieser Grundlage können Muster der Gesteinsverwendung an diesen Bauten beobachtet und verglichen werden. Der letzte Teil der Arbeit setzt sich mit den Positionen von Prokonnesos und Ephesos im kaiserzeitlichen Gesteinshandel auseinander. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, welche Beweggründe zum Import von prokonnesischen Bauteilen nach Ephesos geführt haben könnten.
Abstract
(Englisch)
This thesis aims to examine the use of Prokonnesian marble in the architecture of Roman imperial Ephesos. As marble provenance analyses conducted by W. Prochaska and N. Toma have shown, marble from Prokonnesos was used for the construction of seven important buildings in Ephesos, namely the four big bath-gymnasia of the city (Harbour Baths, Theatre Baths, Vedius Gymnasium, East Gymnasium), the imperial cult temple of Hadrian (Olympieion), the Serapeion and the tomb of T. Flavius Damianus. These observations are intriguing when considering that there were a large number of white marble quarries situated in Ephesos' territory, several of which produced building stones of high quality whose use in Ephesian architecture is well-attested. At the same time, the city's geographical position facilitated the import and transshipment of various stones. The quarries on Prokonnesos experienced a huge upsurge in the 2nd c. AD, quickly becoming one of the dominant sources of import marbles of the Roman Empire. In the first part of the thesis, the historical development of marble research in Ephesos is examined. The main part is an in-depth examination from an archaeological perspective of the buildings and the architectural elements sampled and analysed by Prochaska and Toma. This makes it possible to observe and compare patterns of stone use within these buildings. The last part of the thesis deals with the positions of Prokonnesos and Ephesos in the Roman stone trade. Against this backdrop, the potential reasons for importing Prokonnesian marble for use in these buildings are examined.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Marmor Ephesos Prokonnesos Architektur
Schlagwörter
(Englisch)
marble Ephesos Prokonnesos architecture
Autor*innen
Sophie Christine Insulander
Haupttitel (Deutsch)
Prokonnesischer Marmor im kaiserzeitlichen Ephesos
Hauptuntertitel (Deutsch)
Versuch einer archäologischen Auswertung
Paralleltitel (Englisch)
Prokonnesian marble in Roman imperial Ephesos
Paralleluntertitel (Englisch)
attempting an archaeological evaluation
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
222 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sabine Ladstätter
Klassifikation
15 Geschichte > 15.17 Klassische Archäologie
AC Nummer
AC16868001
Utheses ID
65954
Studienkennzahl
UA | 066 | 885 | |
