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An "end" to reading?
on the conflicting logics of hermeneutics and CEFR
Clemens Wagner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) UF Englisch UF Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Eva Zettelmann
DOI
10.25365/thesis.73611
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14735.64982.359620-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ziel dieser Arbeit ist es, eine Kritik an ergebnisorientierten (engl. ‚outcomes-based‘) Bildungsansätzen zu formulieren. Dazu wird die Rolle der Literatur im GERS exemplarisch diskutiert. Im Zuge dessen wird betont, dass der GERS von einem individualistischen und ökonomisch motivierten Verständnis von Schüler*innen Input-Interaktionen gekennzeichnet ist. Anschließend wird dieses Modell mit dem rezeptionsästhetischen Verständnis von Leser*innen-Literatur-Interaktionen verglichen. Im Gegensatz zum GERS charakterisieren derartige hermeneutische Modelle den Akt des Lesens als einen unendlichen Prozess, der sich äußerlich auferlegten Maßstäben entzieht. Um zu verdeutlichen, warum die beiden Ansätze nicht miteinander kompatibel sind, wird das Ability-Modell (engl. ‚ability model‘) der emotionalen Intelligenz betrachtet, da es potenziell vereinbar mit den Prinzipien des GERS und den Interessen der Rezeptionsästhetik scheint. Letztlich wird jedoch aufgezeigt, dass auch das Ability-Modell ein inhärent ergebnisorientierter Ansatz ist. Folglich werden auch den hier beschriebenen Interaktionen vordefinierte Ziele auferlegt. Auf der Grundlage dieser Analysen des GERS kommt diese Arbeit zu dem Schluss, dass ergebnisorientierte Bildungsansätze Attribute des neoliberalen Kapitalismus widerspiegeln. In der Folge werden die möglichen Auswirkungen ihrer unkontrollierten Vorrangstellung auf das Bildungskonzept im Allgemeinen, aber auch auf die einzelnen Schüler*innen und Lehrer*innen diskutiert. Die Arbeit schließt mit einer Betonung der von Gert Biesta in The Beautiful Risk of Education eingenommenen Standpunkte und hebt hervor, dass Bildung Risiken als inhärente Attribute (wieder) annehmen muss.
Abstract
(Englisch)
This thesis aims to formulate a critique of outcomes-based approaches to education by exemplarily discussing the role of literature in CEFR. It explains that CEFR is characterised by an individualistic and economically motivated understanding of student-input interactions. Subsequentially, it compares this model with reception theory’s understanding of reader-literature interactions. This comparison shows that contrary to CEFR, hermeneutic models such as reception theory characterise the act of reading as an infinite process that eludes externally imposed benchmarks. To exemplify why the two approaches cannot be reconciled, this thesis considers the ability model of emotional intelligence as potentially compatible with the principles of CEFR and the interests of reception theory. Ultimately though, it concludes that like CEFR, the ability model is an inherently outcomes-based approach and consequentially, it too imposes predefined ends to the interactions it describes. Based on these analyses of CEFR, this thesis concludes that outcomes-based approaches to education reflect attributes of neoliberal capitalism and discusses the implications of their unchecked primacy on education in general as well as its individual students and teachers. It concludes by adopting the stance of Gert Biesta’s The Beautiful Risk of Education and highlights that education needs to (re-)embrace risk as an inherent attribute.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
ergebnisorientierte Bildung GERS Rezeptionsästhetik Hermeneutik Iser Jauß Gadamer Emotionale Intelligenz Neoliberalismus
Schlagwörter
(Englisch)
outcomes-based education CEFR reception theory hermeneutics Iser Jauß Gadamer emotional intelligence neoliberalism
Autor*innen
Clemens Wagner
Haupttitel (Englisch)
An "end" to reading?
Hauptuntertitel (Englisch)
on the conflicting logics of hermeneutics and CEFR
Paralleltitel (Deutsch)
Das "Ende" des Lesens?
Paralleluntertitel (Deutsch)
über die widersprüchlichen Logiken der Hermeneutik und des GERS
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
88 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Eva Zettelmann
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.00 Sprach- und Literaturwissenschaft. Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC16865910
Utheses ID
66029
Studienkennzahl
UA | 199 | 507 | 511 | 02
