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Reward processing in individuals with anorexia nervosa
Magdalena Schustereder
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Giorgia Silani
DOI
10.25365/thesis.73491
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25271.62084.344031-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Magersucht (Anorexia Nervosa) ist eine Störung, die zwar leicht zu diagnostizieren, aber schwer zu behandeln ist. Ein zentraler Ansatzpunkt bei der Erforschung neuer Behandlungsmethoden bezieht sich auf die Belohnungsverarbeitung. Die Belohnungsverarbeitung selbst ist ebenfalls ein komplexes Thema. Insbesondere die Aspekte des Belohnungssystems „Wollen“ und „Mögen“, die im Alltagsgebrauch kaum unterschieden werden. In dieser Arbeit wurden diese beiden Elemente „Wollen“ und „Mögen“ anhand der Verwendung von sozialen (Berührung) und nicht-sozialen (Essen) Belohnungen bei Personen mit Anorexia Nervosa im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen untersucht. Die einzelnen Aspekte der Belohnungsverarbeitung wurden sowohl in expliziter und impliziter Form gemessen. Die beiden folgenden Forschungsfragen wurden im Vorfeld gestellt. Erstens: Unterscheidet sich die hedonistische Wahrnehmung (Vorliebe) von Nahrungs- und Berührungsbelohnungen bei Personen mit Anorexia Nervosa im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen? Zweitens: Unterscheidet sich der motivationale Aspekt (Wollen) der Belohnungsverarbeitung von Nahrungs- und Berührungsbelohnungen bei AN-Patienten im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen? Es wurden 31 weibliche Probanden in einem experimentellen Design untersucht. Die statistischen Analysen wurden mit Hilfe von gemischten Varianzanalysen durchgeführt, um einen Gruppenvergleich zu ermöglichen (AN: N=19, Ctrl: N=12). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass keine signifikanten Gruppenunterschiede in Bezug auf die explizite Vorliebe und das explizite Verlangen nach Nahrung oder Berührungsbelohnungen gezeigt werden konnten. Es wurde jedoch festgestellt, dass AN-Patienten Belohnungen für Essen signifikant weniger mochten als Belohnungen für Berührung. Des Weiteren kann berichtet werden, dass beide Versuchsgruppen den Belohnungstyp Berührung stärker wollten als den Belohnungstyp Nahrung. Bei den impliziten Messungen konnten weder für das Mögen noch für das Wollen der Belohnungen signifikante Unterschiede zwischen den AN-Patienten und den gesunden Kontrollpersonen nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse legen nahe, dass weitere Forschung in diesen Bereichen erforderlich ist.
Abstract
(Englisch)
Anorexia Nervosa is a disorder that is easy to diagnose but difficult to treat. A central starting point in the research of new treatment methods, relates to reward processing. Reward processing itself is a complex topic as well. In particular, its aspects wanting and liking, which are hardly differentiated in everyday use. In this thesis the two elements, wanting and liking, were investigated based on using social (touch) and non-social (food) rewards in individuals suffering from anorexia nervosa compared to healthy control subjects. The separate aspects of reward processing were measured in explicit and in implicit terms. The following two research questions were raised in advance. First: Is the hedonistic perception (liking) of food and touch rewards in individuals with anorexia nervosa altered compared to healthy control subjects? Second: Is the motivational aspect (wanting) of reward processing of food and touch rewards altered in AN affected patients compared to healthy control subjects? 31 female subjects were included in an experimental design. The statistical analyses were performed using multiple mixed analyses of variance, when comparing groups (AN: N=19, Ctrl: N=12), as this allows the testing of both within- and between-subject variables. Overall, no significant group differences could have been shown regarding the explicit liking and explicit wanting of food or touch rewards. It was ascertained that AN patients liked food rewards significantly less than touch rewards. Furthermore, it can be reported that both experimental groups wanted the reward type touch more than the reward type food. Regarding the implicit measurements neither significant differences between the AN patients and the healthy control subjects for liking could have been shown, nor for wanting of the rewards. These findings suggest further research in these areas is needed.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Belohnungsverarbeitung Anorexie Anorexia Nervosa
Schlagwörter
(Englisch)
Reward processing Anorexia Nervosa wanting liking
Autor*innen
Magdalena Schustereder
Haupttitel (Englisch)
Reward processing in individuals with anorexia nervosa
Paralleltitel (Deutsch)
Belohnungsverarbeitung bei Personen mit Anorexia Nervosa
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
82 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Giorgia Silani
AC Nummer
AC16857548
Utheses ID
66137
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
