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Konflikte und Identitäten - am Beispiel des Ukraine-Russland-Konflikts
Iryna Grilj
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Europäische Studien
Betreuer*in
Christoph Reinprecht
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.73310
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13468.76619.313717-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit behandelt das Thema der Identitätsbildung in angrenzenden Regionen als Ergebnis gegengleicher Gruppenerinnerungen und daraus resultierenden politischen und militärischen Konflikten. Im Fokus stehen Begriffe Identität, kollektives Gedächtnis, Konflikt und andere, die Auswirkungen auf das politische Leben und in weiterer Folge soziale Strukturen betroffener Länder und Regionen haben. Am Beispiel des Ukraine-Russland-Konflikts wird nachgezeichnet, wie kollektive Erinnerungen instrumentalisiert und politisiert werden. Der erste Teil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen im Forschungsfeld des gewählten Themas. Mit Hilfe deskriptiver Methoden werden relevante Begriffe und Theorien analysiert, sowie politische Akteure verortet, die im aktuellen Krieg in der Ukraine eine wesentliche Rolle in der Gruppenidentitätsbildung der betroffenen Regionen gespielt haben bzw. spielen. In Folge theoretischer Auseinandersetzungen wird schlussgefolgert, dass Historie als gemeinsame Erinnerung verschiedener Ethnien und sozialer Gruppen bei der Identitätsbildung eine zentrale Position einnimmt. Im zweiten Teil wird daher auf Schlüsselmomente osteuropäischer Geschichte eingegangen, sowie ihre Auslegung und Interpretation aus verschiedenen Blickwinkeln. Hier werden sowohl prägende und epochale Ereignisse wie Kriege, Eroberungen, Jahre besonders erfolgreicher Fortschritte, als auch hervorstechende Persönlichkeiten thematisiert, die die Gruppenidentität beeinflussen und instrumentalisierend von der politischen Elite miss- und gebraucht werden (können). Im abschließenden Teil der Arbeit werden die analysierten Themenbereiche in den aktuellen Kontext gestellt und am Beispiel des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine auf eine Metaebene gehoben. Im Sinne der funktionalistischen Perspektive auf die kollektiven Erinnerungen von Maurice Halbwachs lässt sich nachvollziehen, wie eine moderne demokratische Politik mit gezielten Förderungsmodellen Gruppenidentitäten beeinflussen können bzw. wie verschiedene diktatorisch eingesetzten Maßnahmen größere Menschengruppen bei der Herausbildung ihrer Identität in die Irre führen können und sie somit für eigene politische Agenden missbrauchen.
Abstract
(Englisch)
This Master Thesis deals with the topic of identity formation in bordering regions as a result of opposing group memories and following political and military conflicts. The focus is on the concepts of identity, collective memory, conflict and other terms which have an impact on the political life and subsequently social structures of affected countries and regions. Using the Ukraine-Russia conflict as an example, it traces how collective memories are instrumentalised and politicised. The first part deals with the theoretical basics in the research field of the chosen topic. With the help of descriptive methods, relevant concepts and theories are analysed, and political actors who have played or are playing an essential role in the formation of group identities in the regions affected by the current war in Ukraine are located. As a result of theoretical analysis, it is concluded that history as a common memory of different ethnic and social groups occupies a central position in identity formation. The second part therefore deals with key moments in Eastern European history, as well as their dimensioning and interpretation from different perspectives. Here, both shaping, formative and epochal events such as wars, conquests, years of particularly successful progress, as well as prominent personalities who influence group identity and who are (or can be) misused and used instrumentally by the political elite are topics of the thesis. In the concluding part of the paper, the analysed topics are placed in the current context and raised to a meta-level using the example of Russia's aggressive war against and in Ukraine. In the sense of Maurice Halbwachs' functionalist perspective on collective memories, it can be explained how modern democratic politics (and policies) can influence group identities with targeted financing models or how various dictatorially implemented measures can mislead larger groups of people in the formation of their identity and thus how politicians can misuse them for their own political agendas.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Identität Konflikt kollektives Gedächtnis Ukraine Russland Krieg Geschichte
Schlagwörter
(Englisch)
Identity Conflict Collective Memory Ukraine Russia War History
Autor*innen
Iryna Grilj
Haupttitel (Deutsch)
Konflikte und Identitäten - am Beispiel des Ukraine-Russland-Konflikts
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
67 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christoph Reinprecht
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.49 Ostmitteleuropa ,
71 Soziologie > 71.41 Sozialer Wandel ,
71 Soziologie > 71.60 Soziale Fragen. soziale Konflikte. Allgemeines ,
71 Soziologie > 71.79 Soziale Fragen, soziale Konflikte. Sonstiges
AC Nummer
AC16810223
Utheses ID
66241
Studienkennzahl
UA | 992 | 959 | |
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