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The quest for cultural hegemony: the AKP's project of civil society
the case of civil society organizations
Ece Deniz Weinberger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Cengiz Günay
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.73312
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25528.76566.429422-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit analysiert die Beziehungen zwischen den diversen AKP-Regierungen (Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung/Adalet ve Kalkınma Partisi) und den zivilgesellschaftlichen Organisationen in der Türkei. Sie untersucht diese Beziehung aus einer kritischen relationalen Perspektive, die die gegenwärtige hegemoniale Sichtweise in der Türkei, nämlich das Zentrum-Peripherie-Paradigma, in Frage stellt. Diese Mainstream-Ansicht basiert auf einem dichotomen Theorieansatz, der einen Gegensatz zwischen „autoritärem Staat“ und „demokratischer Zivilgesellschaft“ formuliert, die jeweils durch die „säkulare Elite“ und die „islamisch-konservative Gesellschaft“ repräsentiert werden. Aus dieser Perspektive wurde der Aufstieg der islamistischen AKP an die Macht im Jahr 2002 als Aufstieg der Zivilgesellschaft und als Schritt in Richtung Demokratisierung wahrgenommen. Daher konzentriert sich diese Arbeit insbesondere auf die islamistischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und untersucht das Ausmaß ihres demokratischen Charakters und ihrer „Zivilität“. Es wird argumentiert, dass ein dichotomer Ansatz für die Beziehungen zwischen Staat und Zivilgesellschaft ein unzureichendes Analyseinstrument ist, um die tatsächlich existierenden Gesellschaften zu verstehen. Ein brauchbares Konzept muss die Beziehung der Zivilgesellschaft zum Staat in ihrem spezifischen historischen Kontext aufzeigen, nicht die Zivilgesellschaft mit immanenten Merkmalen und Akteuren assoziieren und so die ihr innewohnenden Machtverhältnisse offenlegen. Daher wird Antonio Gramscis analytisches Konzept des „integralen Staates“ verwendet, das die organische Beziehung zwischen Staat und Zivilgesellschaft unterstreicht. Auf dieser Grundlage argumentiert diese These, dass die islamistischen zivilgesellschaftlichen Organisationen, anstatt zur Demokratisierung beizutragen, versuchen, die kulturelle Hegemonie zu ergreifen, und daher zentrale Akteure bei der Schaffung der „Neuen Türkei“ der AKP sind, einer neuen Zivilisation, die auf neoliberalen, islamischen Prinzipien basiert. Dadurch wird demonstriert, wie das nicht hinterfragbare und einseitige Bekenntnis der Anhänger der Zentrum-Peripherie-Sichtweise zur Zivilgesellschaft als demokratisierende Kraft gegen den Staat und ihre Darstellung eines kulturellen Kampfes zwischen säkularen und religiösen Akteuren von den islamistischen Akteuren politisch instrumentalisiert wurde.
Abstract
(Englisch)
This thesis analyses the relations between the Justice and Development Party (Adalet ve Kalkınma Partisi/AKP) governments and the civil society organizations (CSOs) in Turkey. It critically examines this relationship from a relational perspective challenging the contemporary hegemonic view in Turkey, namely the centre-periphery paradigm. This mainstream view is based on a dichotomous theoretical approach that formulates an opposition between ‘authoritarian state’ and ‘democratic civil society’, which are represented by the ‘secular elite’ and the ‘Islamic-conservative society’ respectively. From this perspective, the rise of the Islamist AKP into power in 2002 was perceived as the rise of civil society and a step towards democratization. Therefore, this thesis focuses particularly on the Islamist CSOs and examines the extent of their democratic character and ‘civility’. It argues that a dichotomous approach to state-civil society relations is an insufficient analytical tool to understand the actually existing societies. A useful concept needs to highlight the relation of civil society with the state within their specific historical context, not associate civil society with immanent characteristics and actors and so reveal the power relations intrinsic in it. Therefore, it employs Antonio Gramsci’s analytical concept of ‘integral state’, which underlines the organic relationship between the state and civil society. Based on this, this thesis argues that rather than contributing to democratization, the Islamist CSOs attempt seizing cultural hegemony and hence, are central actors in the making of the AKP’s ‘New Turkey’, a new civilization based on neoliberal, Islamic principles. Thereby, it demonstrates how the unquestionable and one-sided commitment of the followers of the centre-periphery view to civil society as a democratizing force against the state and their portrayal of a cultural struggle between the secular and religious actors have been politically instrumentalized by the Islamist actors.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Zivilgesellschaft Staat Demokratie Hegemonie zivilgesellschaftliche Organisationen Zentrum-Peripherie-Paradigma
Schlagwörter
(Englisch)
civil society state democracy hegemony civil society organizations centre-periphery paradigm
Autor*innen
Ece Deniz Weinberger
Haupttitel (Englisch)
The quest for cultural hegemony: the AKP's project of civil society
Hauptuntertitel (Englisch)
the case of civil society organizations
Paralleltitel (Deutsch)
Das Streben nach Hegemonie: das Zivilgesellschaftsprojekt der AKP
Paralleluntertitel (Deutsch)
am Beispiel der zivilgesellschaftlichen Organisationen
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
177 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Cengiz Günay
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines ,
89 Politologie > 89.35 Demokratie ,
89 Politologie > 89.36 Autoritäre Systeme ,
89 Politologie > 89.49 Innere Beziehungen des Staates. Sonstiges ,
89 Politologie > 89.90 Außenpolitik. Internationale Politik
AC Nummer
AC16810321
Utheses ID
66414
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1