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Rassismus im Estado da Índia
die Untersuchung eines sozialen Phänomens in der Expansion der Portugiesen nach Asien im 16. und 17. Jahrhundert
Jennifer Jerabek
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Peter Feldbauer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.7330
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30436.11898.852454-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Noch im Jahre 1998 bei der EXPO in Lissabon wurde der 500 jährigen Entdeckung der Seeroute nach Indien von Vasco da Gama gedacht. Zu diesem Anlass wurde auch eine Sendereihe produziert, welche die Eroberung der Portugiesen des asiatischen Bereiches thematisiert. In dieser Dokumentation wird jedoch kaum von Gewalt oder Rassismus von Seiten der Portugiesen gesprochen. Diese Arbeit zeigt anhand sozialhistorischer Untersuchungen auf, dass der Mythos der rassismus- und gewaltfreien Kolonialmacht Portugal, der bis heute unter Anderem durch Verschweigen reproduziert wird, nicht stimmt. Dies wird am Beispiel des Estado da Índia, dem Kolonialreich der Portugiesen von Anfang des 16. bis Mitte des 17. Jahrhunderts, welches sich von Ostafrika bis zu den Gewürzinseln erstreckte, aufgezeigt. Mithilfe eines allgemeinen Rassismusbegriffs, der an die Theorien von Albert Memmi angelehnt ist, wird diese Analyse erst möglich. Denn das Wort Rassismus war in der Kolonialzeit noch nicht vorhanden. Jedoch lässt sich Rassismus selbst im Aufeinandertreffen verschiedener Gruppen und somit Völkern immer wieder finden, denn die Angst des Menschen vor dem Fremden bestimmt dieses soziale Phänomen. In der Kolonialzeit kommt hinzu, dass ein Herrschaftsanspruch legitimiert werden muss. Neben dem Mythos, welcher die fremden Völker als minderwertig darstellt, nahm in der portugiesischen Expansion die Religion diese Rolle ein. Durch die enge Verknüpfung der portugiesischen Krone mit dem katholischen Christentum entstehen religiöse Vorstellungen, welche stereotypisierende und rassistische Denkmuster und Gesetze fördern. Die Analyse dieser Arbeit beschäftigt sich vor Allem damit die Zusammenhänge und die Auswirkungen dieses institutionalisierten Rassismus erkennbar zu machen. Einerseits wird die Bevölkerungsstruktur analysiert, um dem angeblich positiven Beispiel für Integration: den Mischehen, entgegentreten zu können. Andererseits werden die Mission und die Institution der Kirche im Estado da Índia betrachtet. Im letzten Punkt dieser Arbeit, wird anhand einer kulturwissenschaftlichen Analyse deutlich gemacht, wie Sprache und somit Entdeckungsliteratur stereotypisierende und rassistische Denkmuster widerspiegelt und reproduziert.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Kolonialismus Rassismus Portugal Kolonisation 16. Jahrhundert 17. Jahrhundert Geschichte
Autor*innen
Jennifer Jerabek
Haupttitel (Deutsch)
Rassismus im Estado da Índia
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Untersuchung eines sozialen Phänomens in der Expansion der Portugiesen nach Asien im 16. und 17. Jahrhundert
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
97 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Feldbauer
Klassifikation
15 Geschichte > 15.66 Spanien, Portugal
AC Nummer
AC07944646
Utheses ID
6644
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
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