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"Wer die Jugend hat, hat die Zukunft." - Entwicklung des mittleren und höheren Schulwesens und der Braindrain-Bewegung im Burgenland von 1921 bis heute
Christina Maria Lehner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für LehrerInnenbildung
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) UF Deutsch UF Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Oliver Rathkolb
DOI
10.25365/thesis.73383
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29116.77883.205538-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das burgenländische mittlere und höhere Schulwesen wurde durch die ehemalige Zugehörigkeit des nunmehr österreichischen Bundeslandes zu Ungarn und durch mannigfaltige Umbrüche geprägt. In den ersten Jahrzehnten des Burgenlandes erfolgten in den wenigen im territorialen Gebiet verbliebenen Schulen zuallererst Anpassungsversuche an das österreichische System. Da aber das ungarische Schulsystem mit den entsprechenden Lehrplänen, Lehrpersonen und vor allem der Unterrichtssprache noch weitgehend vorlag, führten diese zu langwierigen Umstellungsarbeiten. Zudem war das burgenländische System noch lange Zeit von der kirchlichen Trägerschaft und somit dem konfessionellen Schulwesen belegt. Infolgedessen kam es immer wieder zu Debatten zwischen der Kirche und den Vertreter:innen der sozialdemokratischen Partei (Stichwort: Ludwig Leser). Hinzu kamen in den folgenden Jahrzehnten Veränderungen aufgrund von zeithistorischen Ereignissen: Besonders einschneiden für die bildungspolitischen Entwicklungen waren die ideologischen Pläne und Erziehungsziele der Dollfuß-Schuschnigg-Diktatur und der Nationalsozialisten. Da die Machthaber dieser Zeiten stets ein eigenes Erziehungsideal vor Augen hatten, veränderten sie auch das Schulsystem im „vaterländischen“ bzw. „nationalsozialistischen“ Sinne. Aufgrund der Zerstörungen, die der Zweite Weltkrieg mit sich brachte, war auch die burgenländische Schullandschaft – sowohl in der Zielsetzung als auch in den Gebäuden und Schulmaterialien – zerstört. Die Wiederaufbaumaßnahmen beinhalteten neben wiederkehrenden Debatten auch neue Ideen und den Sprung zum heutigen Bildungswesen, welcher maßgeblich durch die neue Gesetzgebung von 1962 geschah. Ebenso trug die andauernde Schaffung von neuen Schulstandorten aller Schultypen seit 1921 zur Entwicklung des Bildungswesens bei. Dieser Ausbau, welcher in großem Ausmaß auch das berufsbildende Schulwesen betrifft, wurde vor allem auch aufgrund der steigenden Landflucht und der Braindrain-Bewegung forciert. Das desolate Schulwesen, die schlechte Arbeitsplatzsituation und die miserable Infrastruktur in der Nachkriegszeit zwangen viele Burgenländer:innen dazu zu pendeln und in weiterer Folge oftmals ganz abzuwandern. Bis heute wurde deshalb im Burgenland ein breites Angebot an mittleren und höheren Schulen geschaffen, welches zudem vielfach gleichzeitig berufsbildend ist.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Schulwesen Burgenland Braindrain Pendlerbewegung
Autor*innen
Christina Maria Lehner
Haupttitel (Deutsch)
"Wer die Jugend hat, hat die Zukunft." - Entwicklung des mittleren und höheren Schulwesens und der Braindrain-Bewegung im Burgenland von 1921 bis heute
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
100 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Oliver Rathkolb
AC Nummer
AC16819106
Utheses ID
66470
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 511 | 02
