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Eine Ethnographie der Einsamkeit
zur Ästhetik der Orte in Wim Wenders' "Paris, Texas"
Denis Pejovic
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Betreuer*in
Lisa Gotto
DOI
10.25365/thesis.73674
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14157.94214.938221-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der Hitze des Tages betritt ein Mann völlig verwahrlost und durstig eine entlegene Raststätte an der Grenze zu Mexiko; zwei Brüder finden sich in den frühen Morgenstunden an einem desolaten Ort wieder, umzingelt von verlassenen Autokarosserien; in einem trostlosen Hotelzimmer hört ein Junge der Tonaufnahme des Vaters zu, wie sich dieser von seinem Sohn verabschiedet. Von einer entleerten Wüstenlandschaft zu Beginn des Films, bis hin zu einem einsamen Diner; von einem verkommenen und abgelegenen Autofriedhof, bis hin zu einem trostlosen Hotelzimmer gegen Ende von Paris, Texas (1984), zeichnen sich die filmischen Räume für den deutschen Filmemacher Wim Wenders von besonderer Wichtigkeit aus. Die Wenderschen Figuren durchqueren dabei eine Vielzahl an Transit- und Durchgangsräumen, sogenannte Nicht-Orte, eine Definition, auf die sich vor allem der französische Anthropologe
Marc Augé und der Philosoph Michel de Certeau beziehen. Dabei geht die Masterarbeit der These nach, dass Wenders, durch seine filmischen Rauminszenierungen, verstärkt menschliche Einsamkeit und Entleerung sichtbar macht. Daher wird auf die Frage eingegangen, wie Wenders Orte und filmische Bildräume ausgestaltet und sie inszenatorisch umsetzt. Außerdem stellt sich die Frage, wie sich die Theoriekonzepte französischer Anthropologen und Philosophen, wie etwa Marc Augé, Michel Foucault und Michel de Certeau in eine filmische Ästhetik transformieren lassen. Filmanalytisch wird vor allem der Film Paris, Texas untersucht. Gleichzeitig werden inszenatorische und filmischfunktionale Gemeinsamkeiten in den Filmen Alice in den Städten (1974), Im Lauf der Zeit (1976), Der Stand der Dinge (1982) und Don't Come Knocking (2005) aufgezeigt. Neben den verschiedenen Stadien räumlicher Isolation, der Sichtbarmachung menschlicher Einsamkeit und der Seelenlandschaften seiner Figuren werden auch die Kulturlandschaften behandelt, zu denen auch die Nicht-Orte dazu gehören, durch die sich die Wenderschen Figuren hindurch bewegen. Darüberhinaus wird auch auf die photographischen Werke des Regisseurs Bezug genommen, sowie auch auf die Bilder von Edward Hopper, die beide für Wenders' Schaffen eine zentrale Rolle spielen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Filmische Räume Wim Wenders Paris Texas Nicht-Orte Einsamkeit
Autor*innen
Denis Pejovic
Haupttitel (Deutsch)
Eine Ethnographie der Einsamkeit
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur Ästhetik der Orte in Wim Wenders' "Paris, Texas"
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
108 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Lisa Gotto
AC Nummer
AC16869596
Utheses ID
66543
Studienkennzahl
UA | 066 | 583 | |
