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Was wissen Eltern über Entwicklung?
Ana Lorena Abad
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Ursula Kastner-Koller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.7341
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29754.36881.930763-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hohe Entwicklungsscreeningkosten und die schwierige Diagnose von Entwicklungsverzögerungen, bei einmaliger Beobachtung sind die Hauptgründe, warum trotz verpflichtender Vorsorgeuntersuchungen die meisten Entwicklungsverzögerungen bei Kindern bis zum Schuleintritt unentdeckt bleiben. (Glascoe & Dworkin, 1995; Glascoe, 2001, 2004; Rennen-Allhoff et al., 1993). Elternangaben können aufgrund ihrer hohen Genauigkeit, für die Früherkennung von Entwicklungsverzögerungen und Entwicklungsstörungen eingesetzt werden. Untersuchungen (Hunt & Paraskevopoulos, 1980; Huang et al., 2005) haben gezeigt, dass eine größere Genauigkeit in der Einschätzung kindlicher Fähigkeiten, die Wahrscheinlichkeit Kindern eine optimale Umwelt anzubieten erhöht. Ein Zugang zum vorhandenen Entwicklungswissen sind die erwarteten Entwicklungszeitpläne, die als Maßstab für die Entwicklung des eigenen Kindes verwendet werden. ((Ninio, 1979, 1988;Hess et al., 1980). Die so genannten „Meilensteine der Entwicklung“ können als Anhaltspunkte dieser Entwicklungszeitpläne dienen (Astor-Stetson, 1990; Berk, 2005). Ziel dieser Studie war zu untersuchen, ob Eltern über genaueres Wissen von Normen und Gesetzmäßigkeiten in der Entwicklung von Vorschulkindern als die Restbevölkerung verfügen, um die Entwicklung ihrer Kinder tatsächlich richtig einzuschätzen und zu beurteilen. Es wurde ein Fragebogen entwickelt, der Normen über die Entwicklung von Vorschulkindern in verschiedenen Bereichen abfragt. Dieser Fragebogen wurde 117 Eltern und 308 Nicht-Eltern (StudentInnen) vorgelegt. Zur Beurteilung des Entwicklungswissens wurde die Abweichung der Altersangaben der Personen und der aus der Literatur bekannten Altersnormen, herangezogen. Je näher der Wert bei Null ist, desto genauer war die Einschätzung, d.h. umso besser das Entwicklungswissen. Sowohl Eltern wie auch Nicht-Eltern kamen bei bestimmten Items signifikant häufiger zu der richtigen Antwort. Insgesamt konnten beide Gruppen die Entwicklung von Kindern relativ gut einschätzen. Eltern irren meist in Richtung Überschätzung der Entwicklung. Nicht-Eltern tendieren dazu, die Entwicklung von Kindern zu unterschätzen. Bei der Gruppierung der Items zu den Großbereichen der Entwicklung wurde deutlich, dass die Einschätzungsgüte ist in verschiedenen Bereichen unterschiedlich gut ist. Am besten wurde der Bereich Grobmotorik eingeschätzt. Am schlechtesten wurde der Bereich Problem eingeschätzt . Eltern schätzen Kleinkinder besser ein, während Nicht-Eltern Vorschulkinder besser einschätzen. Die Entwicklung von Kindern wird allerdings in beiden Altersgruppen von Eltern und Nicht-Eltern falsch eingeschätzt. Die Entwicklung von Kleinkindern wird überschätzt, während die Entwicklung von Vorschulkindern unterschätzt wird. Mittels Clusteranalyse konnten zwei Gruppen mit signifikant unterschiedlichen Antworttendenzen ermittelt werden. Cluster 1 überschätzt die Entwicklung von Kindern, während Cluster 2 die Entwicklung von Vorschulkindern unterschätzt. Die Personen in Cluster 1 sind im Durchschnitt 22 Jahre alt und besitzen einen Maturaabschluss, während die Personen in Cluster 2 im Durchschnitt 26 Jahre alt sind, zumindest einen Maturaabschluss besitzen und Erfahrung durch die regelmäßige Betreuung von Kindern haben . Um den bestehenden Mangel an Entwicklungswissen bei Eltern zu beheben, sollten Vorträge und Elternbildungskurse kostenlos, die mittels Vorbefragung an die Notwendigkeiten der Teilnehmer angepasst wurden angeboten werden. In Österreich besteht die Möglichkeit, den Mutter-Kind-Pass durch Elternbildungsprogramme und Vorträge die Entwicklungswissen vermitteln sinnvoll zu ergänzen.
Abstract
(Englisch)
Even though parents attend to several well-child visits, development delays are usually not noticed until school-entry. The reasons for this late detection are the high screening costs and the difficulty to diagnose delays after only one observation (Glascoe & Dworkin, 1995; Glascoe, 2001, 2004; Rennen-Allhoff et al., 1993). Because of their high accuracy and easy access, parental information could be used to detect development delays and dissabilities. Research has shown that a greater accuracy in the appraisal of childrens´ development is associated with providing an ideal environment for children (Hunt & Paraskevopoulos, 1980; Huang et al., 2005). An approach to parents development’ knowledge, are their development timetables, which represent the criteria, with which they judge their childs development ((Ninio, 1979, 1988; Hess et al., 1980). „Milestones of development“could be an informative base for parents’ development timetables (Astor-Stetson, 1990; Berk, 2005). The purpose of this study was to find out if parents posess more knowledge about childrens normal development, than the common population, in order to appraise the development of their children with accuracy. A questionnaire was developed, that enquires about development norms. The questionnaire was completed by 117 parents and 308 non-parents (students). In order to evaluate the development knowledge, the deviance between a persons ´estimation and the empirical information from literature, was taken. Parents as well as non-parents come significant more often to a right answer in certain items. Altogether parents and non-parents have a relative accurate estimation of the development of preschool children. Parents have a tendency to overestimate childrens development, while non-parents tend to underestimate childrens development. The questionnaire items were arranged into the main domains of development. Knowledge is best in motor development and worst in the domain „problem“. Parents estimate infants´development more precisely, while non-parents estimate preschool childrens ´development more accurate. All the same the estimations in both age groups are far from perfect. Infants´development is overestimated, while preschool childrens’ development is underestimated Using cluster-analysis two groups with different response sets were determined. The individuals in Cluster 1 that overestimates childrens’ development are in average 22 years old and have a high school degree. The individuals in cluster 2 with a tendency to underestimate childrens ‘development are in average 26 years old, have at least a high school-degree and experience with the care of childrens´ groups. In order to eliminate the lack of development knowledge, lectures and parent education should be provided free of charge. These measures should be adjusted to parents needs using preliminary interviews. In Austria there is the possibility to complement the mandatory well- child visits with lectures and parent education about childrens normal development.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
development knowledge development timetables
Schlagwörter
(Deutsch)
Entwicklungswissen Entwicklungszeitpläne Entwicklung von Vorschulkinder
Autor*innen
Ana Lorena Abad
Haupttitel (Deutsch)
Was wissen Eltern über Entwicklung?
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
203 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ursula Kastner-Koller
Klassifikation
77 Psychologie > 77.55 Kinderpsychologie
AC Nummer
AC07930938
Utheses ID
6655
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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