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Neo-commodification of persons
exploitation of personal data and impact on the sharing economy
Yannick Vogel
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium Rechtswissenschaften
Betreuer*in
Christiane Wendehorst
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.74547
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15273.93415.453495-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Konzept der Kommodifizierung ist ein faszinierender Begriff. Es umfasst viele Facetten, die von subjektiven Debatten über die Zweckmäßigkeit der Kommodifizierung bis hin zu eingehenden wirtschaftlichen Analysen von Wertgegenständen und den entsprechenden Märkten reichen. Die Warentheorie wird daher nicht durch eine einzige Debatte definiert, sondern umfasst eine Fülle unterschiedlicher Diskussionen. In dieser Arbeit werden diese Theorien und Debatten dargestellt und es wird eine bestimmte Richtung ausgewählt, die stärker in den Vordergrund gestellt wird. In dieser Arbeit wird argumentiert, dass sich die Warentheorie in ihrer optima forma mit der Untersuchung der Frage beschäftigt, was Waren von Nicht-Waren unterscheidet. Im Folgenden werden die zahlreichen Antworten auf diese Frage untersucht, die von der Mitte des 19. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts von Wissenschaftlern gegeben wurden. Letztlich wird die Kommodifizierung als ein Prozess definiert, in dem ein Objekt zu einem Element des Gesamtreichtums von Gesellschaften wird in denen die kapitalistische Produktionsweise vorherrscht. Dabei müssen die Objekte die von den Warentheorien vorgegebenen Merkmale oder Indizien der Kommodifizierung erfüllen. Probleme entstehen, wenn Objekte eindeutig Teil des Gesamtreichtums in Gesellschaften sind, ohne jedoch die etablierten Warenindikatoren zu erfüllen. In solchen Fällen sind Objekte Teil des Gesamtreichtums einer Gesellschaft, gelten aber nicht als Ware. In dieser Arbeit wird dieses Phänomen in Bezug auf die neuen Waren Publikum und Daten untersucht. Es wird erklärt, wie diese Nicht-Waren (nach den klassischen Theorien) dennoch wesentliche Elemente der Ökonomie sind. Anschließend wird die Warentheorie anhand der Theorie über die Konstruktion der sozialen Wirklichkeit von John Searle vertieft. Auf diese Weise kann untersucht werden, wie der Begriff der Ware angepasst werden kann, um diese neuartigen Objekte zu erfassen, die objektiv den Status einer Ware erhalten sollten. Als Nächstes befasst sich die Arbeit mit der Art und Weise in der Personen in datengesteuerten Ökonomien durch die Verwertung ihrer Daten zur Ware werden. Anhand der Literatur zum Überwachungskapitalismus wird in dieser Arbeit argumentiert, dass das algorithmisch beeinflusste Verhalten von Personen ein Objekt von großem wirtschaftlichen Wert ist. Im Anschluss daran wird ein neues Konzept der Ware, ein Neo-Warenkonzept, entwickelt, das speziell darauf abzielt algorithmisch beeinflusstes Verhalten in die Sphäre der Waren einzubeziehen. Schließlich wird die Sharing Economy als der Markt bezeugt, auf dem solche Neo-Waren zirkulieren. Historisch gesehen ist die Studie von Waren und ihren Märkten untrennbar miteinander verbunden. Neo-Waren weisen jedoch Merkmale auf, die nicht zu den klassischen Märkten passen und einen neuen Ort der Kommerzialisierung erfordern. Die Sharing Economy wird als ein Markt analysiert, der sich nicht mit dem Teilen beschäftigt, sondern mit der Kommerzialisierung aller Aspekte des Lebens durch digitale Verbindungen. Die konzeptualisierte Neo-Ware des algorithmisch beeinflussten Verhaltens zirkuliert in dieser Ökonomie als neuartige Ware auf einer „Access-Basis“.
Abstract
(Englisch)
The notion of commodification is a fascinating one. It entails many facets, ranging from subjective debates on desirability of commodification to in depth economic analyses of objects of value and their corresponding markets. Commodity theory is therefore not just defined by a single debate, but spans a plethora of different discussions. This thesis maps and situates those theories and debates and selects one specific strain to investigate further. This thesis argues that commodity theory in its optima forma deals with the investigation into what sets commodities apart from non-commodities. It proceeds to examine the many given answers to this question by scholars ranging from the mid 1800’s to the late 2000’s. Ultimately, commodification is defined as a process in which an object becomes an element of the total wealth of societies in which the capitalist mode of production prevails. In doing so, objects must meet observables, or indicia, of commodification provided by commodity theories. Problems arise when objects are clearly part of the total wealth in societies without meeting established commodity indicia. In such cases, objects are part of the total wealth of a society without counting as a commodity. This thesis examines this phenomenon in relation to the novel commodities of audiences and data. It explains how these non-commodities (according to classical theories) are still essential elements of industry. The thesis then takes a deep dive into commodity theory using the theory on the construction of social reality by John Searle. This allows one to examine how the concept of the commodity can be adapted in order to encapsulate these novel objects that should objectively be given a commodity status. Next, the thesis moves towards the manner in which persons are commodified in data driven economies through the exploitation of their data. Using literature on surveillance capitalism, this thesis argues that algorithmically influenced behaviour of persons is an object of great economic value. Following this, the work turns towards creating a new concept of the commodity, a neo-commodity concept, which is specifically designed to include algorithmically influenced behaviour into the sphere of commodities. Finally, the sharing economy is introduced as the market in which such neo-commodities circulate. Historically speaking, the study of commodities and their markets is inextricably linked. But neo-commodities hold features that do not match classical markets and require a new place of commercialization. The sharing economy is analysed as a market that deals not with sharing, but with the commercialization of all aspects of life through digital connections. The conceptualized neo-commodity of algorithmically influenced behaviour circulates in this economy as a novel type of commodity on an access-base.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Kommodifizierung Ware Daten Algorithmen
Schlagwörter
(Englisch)
Commodification Data Sharing Economy Algorithms
Autor*innen
Yannick Vogel
Haupttitel (Englisch)
Neo-commodification of persons
Hauptuntertitel (Englisch)
exploitation of personal data and impact on the sharing economy
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
185 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Mateja Durovic ,
Giorgio Resta
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC16975123
Utheses ID
66552
Studienkennzahl
UA | 783 | 101 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1