Detailansicht

Extremgruppenvergleich von Jiu-Jitsukas, Judokas und Nichtsportlern hinsichtlich ausgewählter Persönlichkeitsmerkmale
Thomas Jahn
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Martin Arendasy
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.7351
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29574.55640.579363-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: In der fachspezifischen Literatur sind sich die Autoren über die Einschätzung bezüglich der psychosozialen Effekte von Budotraining uneinig. Die meisten wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema wurden mit der Kampfsportart Karate durchgeführt. Zu den Kampfsystemen Jiu-Jitsu und Judo finden sich wesentlich weniger aussagekräftige Untersuchungen. Des Weiteren beschäftigt sich der größte Teil der Studien fast ausschließlich mit der Persönlichkeitsvariable Aggressivität. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der geschichtlichen Entwicklung und den angewandten Techniken der beiden Budoformen Jiu-Jitsu und Judo, dem philosophischen Hintergrund sowie dem Lerntransfer der im Training erworbenen Einsichten und Persönlichkeitsmerkmale in das tägliche Leben. Ferner wird darauf eingegangen, warum Budosport nicht mit unkontrollierter Aggression vereinbar ist. Außerdem werden der psychologisch-pädagogische Wert von Jiu-Jitsu im Bereich der Frauenselbstverteidigung sowie der positive Beitrag auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen dargestellt. Weiters wird der aktuelle Forschungsstand in Form von empirischen Studien zum Thema skizziert. Ziel der Studie: Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Beantwortung der Frage, ob sich Jiu-Jitsukas, Judokas und Nichtsportler in ihrer Persönlichkeitsstruktur voneinander unterscheiden, und welchen Einfluss dabei die praktizierte Budoform, das Geschlecht und die bereits erreichte Graduierung der Kampfsportler haben. Methoden: Der Fokus der im Rahmen dieser Arbeit durchgeführten empirischen Untersuchung wurde auf eine umfassende Testung der „Big Five“-Persönlichkeitsdimensionen des NEO-PI-R (Costa & McCrae, 1992/Ostendorf & Angleitner, 2004), der Aggressivitätsfaktoren des FAF (Hampel & Selg, 1975) sowie auf die Dimensionen der Kompetenz- und Kontrollüberzeugungen des FKK (Krampen, 1991) gelegt. Zur Überprüfung der Hypothesen wurden multi- und univariate zweifaktorielle Varianzanalysen herangezogen. Wichtigste Ergebnisse: In den Persönlichkeitsbereichen Neurotizismus und Verträglichkeit des NEO-PI-R weisen weit fortgeschrittene Budosportler (Jiu-Jitsukas und Judokas zusammengefasst) der vorliegenden Stichprobe signifikant niedrigere Werte als Anfänger, Fortgeschrittene und Nichtsportler auf. Dasselbe ergibt sich für die Neurotizismusfacette Ängstlichkeit. Die Mittelwerte sinken mit steigender Graduierung der Budosportler. Jiu-Jitsukas weisen im Faktor Aggressionshemmung des FAF signifikant niedrigere Werte auf als Judokas. Die Ergebnisse des FKK zeigen signifikante Wechselwirkungen zwischen den unabhängigen Variablen Kampfsportart und Geschlecht in der Primärskala Selbstkonzept eigener Fähigkeiten, in der Sekundärskala Selbstwirksamkeit sowie in der Tertiärskala Internalität vs. Externalität. Einerseits unterscheiden sich in der vorliegenden Stichprobe die Geschlechter signifikant voneinander. Andererseits unterscheiden sich die Nichtsportler signifikant von den restlichen Männern (Jiu-Jitsukas/Judokas) sowie die Nichtsportlerinnen von den übrigen Frauen. Hinsichtlich der Geschlechter resultiert ein gegenläufiges Ergebnis in diesen Skalen, und zwar dahingehend, dass die männlichen Nichtsportler die niedrigsten, die Nichtsportlerinnen hingegen die höchsten Werte aufweisen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Jiu-Jitsu Judo Persönlichkeit
Autor*innen
Thomas Jahn
Haupttitel (Deutsch)
Extremgruppenvergleich von Jiu-Jitsukas, Judokas und Nichtsportlern hinsichtlich ausgewählter Persönlichkeitsmerkmale
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
182 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martin Arendasy
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.99 Wissenschaft und Kultur allgemein: Sonstiges ,
06 Information und Dokumentation > 06.99 Information und Dokumentation: Sonstiges
AC Nummer
AC07931575
Utheses ID
6665
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1