Detailansicht
Die olympischen Kunstwettbewerbe 1936 in Berlin und deren politische Komponente
Adrian Praschl-Bichler
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Raphael Rosenberg
DOI
10.25365/thesis.73802
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28773.92575.808893-2
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Während für die Einführung der olympischen Spiele der Neuzeit zwar schon bestimmte Feste als Vorbilder diskutiert wurden, nimmt die vorliegende Arbeit erstmals eine historische Verortung der von 1912 bis 1948 stattfindenden olympischen Kunstwettbewerbe innerhalb des olympischen Modells und dessen Vorläufer durch die Analyse der Struktur dieser Feste vor. 1936 fanden die olympischen Kunstwettbewerbe schließlich unter besonderen politischen Umständen innerhalb eines auf Inszenierung bedachten olympischen Gesamtkonzeptes im NS- Staat statt. Erstmals wird nach der politischen Beeinflussung der Organisation, des Displays, der Jurierung und der deutschen Sektion der olympischen Kunstwettbewerbe 1936 gefragt sowie eine Einordnung innerhalb des häufig analysierten olympischen Gesamtkonzeptes für 1936 angestrebt. Dazu werden die Akten des deutschen Bundesarchivs, die Werke der deutschen Sektion und einige Ausstellungen im Rahmen der olympischen Spiele 1936 analysiert. Die olympischen Kunstausstellungen übernahmen nach der Abkoppelung der olympischen Spiele von den Weltausstellungen und den Völkerschauen den offiziellen Teil des Ausstellungsaspektes im olympischen Gesamtkonzept. Die olympische Kunstausstellung 1936 ordnete sich örtlich und inhaltlich zwischen dem Rahmenprogramm und den Sportveranstaltungen der olympischen Spiele 1936 ein und rückte den nationalen Vergleich in den Fokus. Der deutsche Kunstausschuss legte die Anzahl von deutschen und internationalen Jury-Mitgliedern für die Kunstwettbewerbe fest und hatte bei der Auswahl der internationalen Juroren ein großes Mitspracherecht. Im Bereich der Literatur- und Musik-Jury konnten die deutschen Juroren ihre internationalen Kollegen nachweislich durch ein einheitliches Stimmverhalten überstimmen, beziehungsweise durch Diskussionen auf ein gewünschtes Ergebnis zusteuern. Die deutsche Sektion auf der olympischen Kunstausstellung setzte den geschichtlichen Schlusspunkt in der künstlerischen Auseinandersetzung mit Sport bei den olympischen Spielen 1936 und versuchte eine legitimatorische Funktion für das Regime einzunehmen. Sie diskutierte zudem das deutsche Verständnis vom Sport als Kampf sowie die Opferbereitschaft der für ihr Vaterland kämpfenden deutschen Sportler*innen, ließ den Sieger*innen Ehre zuteilwerden und bezog sich wie das olympische Gesamtkonzept auf die griechische Antike.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Olympische Kunstausstellung Olympische Kunstausstellung Berlin 1936 Olympische Kunstwettbewerbe Olympische Spiele Olympische Spiele Berlin 1936 Nationalsozialismus NS Sport und Kunst Jury olympische Kunstwettbewerbe
Autor*innen
Adrian Praschl-Bichler
Haupttitel (Deutsch)
Die olympischen Kunstwettbewerbe 1936 in Berlin und deren politische Komponente
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
176 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Raphael Rosenberg
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
20 Kunstwissenschaften > 20.05 Kunst in Beziehung zu anderen Wissenschaftsgebieten ,
20 Kunstwissenschaften > 20.13 Kunstausstellung ,
21 Einzelne Kunstformen > 21.00 Malerei. Allgemeines ,
21 Einzelne Kunstformen > 21.37 Graphikdesign ,
21 Einzelne Kunstformen > 21.50 Bildhauerei. Allgemeines ,
21 Einzelne Kunstformen > 21.60 Baugeschichte. Allgemeines ,
76 Sport > 76.01 Geschichte des Sports, der Freizeit und Erholung
AC Nummer
AC16875128
Utheses ID
66688
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
