Detailansicht

The portrayal of "female madness" in "Black Swan" and "Shirley"
Stephanie Kauer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für LehrerInnenbildung
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) UF Englisch UF Psychologie und Philosophie
Betreuer*in
Monika Pietrzak-Franger
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.73770
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21951.17191.830051-2
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss patriarchalischer Strukturen wie der männlichen, sexualisierenden Blickweise auf Frauen und der sozialen Ordnung aufzudecken, die die stereotype Darstellung von „weiblichem Wahnsinn" in Filmen fördern. Als strukturelle Grundlage für diese These dient ein historischer Überblick über den Kontext des „Wahnsinns" und eine Erläuterung, wie dieser hauptsächlich mit Frauen assoziiert und als „weibliche Krankheit" betrachtet wurde. Darüber hinaus wird auf die Schwierigkeiten bei der Definition von „Wahnsinn" und die Entwicklung des Konzepts zu einem geschlechtsspezifischen Stereotyp eingegangen. In den folgenden Kapiteln wird die Verwendung negativer Stereotype bei der Darstellung psychisch kranker Menschen erörtert. Zudem folgt eine detaillierte Untersuchung über die sexuelle Objektivierung psychisch kranker Frauen mit der Frage, wie ihre Krankheiten dargestellt werden, um den männlichen Zuschauern ein angenehmes Erlebnis zu verschaffen. Letztlich wird eine detaillierte Analyse des Einflusses der sozialen Ordnung auf die stereotype Darstellung des „weiblichen Wahnsinns" vorgenommen. Die genannten Konzepte werden nacheinander auf die zeitgenössischen Filme Black Swan (2010) und Shirley (2020) übertragen und deren Darstellung des „weiblichen Wahnsinns“ analysiert. Dabei wird die Charakterisierung der beiden weiblichen Protagonisten Nina und Shirley untersucht und miteinander verglichen. Die Analyse zeigt, dass beide Filme noch immer falsche Bilder von Frauen mit psychischen Erkrankungen zeichnen, die auf alten Stereotypen beruhen. Sowohl Black Swan (2010), als auch Shirley (2020) nutzen psychische Störungen als Vorwand, um ihre weiblichen Protagonisten auf stigmatisierte und sexualisierte Weise darzustellen. Zusammenfassend hat diese Arbeit die Stereotype aufgedeckt, die zeitgenössische Filme aus dem historischen Kontext des „weiblichen Wahnsinns" übernehmen, sowie die patriarchalischen Strukturen, die diese Vorurteile untermauern. Obwohl Filme ihrem Publikum nicht aktiv Ratschläge für den Umgang mit psychisch kranken Frauen erteilen, prägen sie unbewusst die Ansichten und sozialen Einstellungen der Menschen zu solchen Krankheiten. Durch die stigmatisierte und sexualisierte Darstellung der weiblichen Hauptfiguren machen Filme das Leiden von Frauen bedeutungslos und untergraben die Schwere psychischer Störungen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Psychische Erkrankungen Filme weiblicher Wahnsinn Stereotype
Schlagwörter
(Englisch)
mental illnesses female madness movies stereotypes
Autor*innen
Stephanie Kauer
Haupttitel (Englisch)
The portrayal of "female madness" in "Black Swan" and "Shirley"
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
78 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Monika Pietrzak-Franger
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.10 Sprache in Beziehung zu anderen Bereichen der Wissenschaft und Kultur
AC Nummer
AC16873687
Utheses ID
66850
Studienkennzahl
UA | 199 | 507 | 525 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1