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Is the discrete semantic system (DSS) part of the more general conceptual or linguistic network?
Kimberly Brosche
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Joint Degree Programme MEi :CogSci Cognitive Science
Betreuer*in
Attila Krajcsi
DOI
10.25365/thesis.73932
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10724.25411.728391-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Allgegenwart von Zahlen in unserer Kultur verleiht den kognitiven Mechanismen, die das Verarbeiten und Vergleichen von Zahlen ermöglichen, besondere Wichtigkeit. Wenn Versuchspersonen dazu aufgefordert werden, die kleinere/größere zweier arabischer Ziffern zu identifizieren, nimmt ihre Leistung mit zunehmender numerischer Distanz zwischen den beiden Stimuli zu. Dieser sogenannte symbolische Distanzeffekt kann dem „Discrete Semantic System“ (DSS, zu Deutsch: Diskreten Semantischen System) zugeschrieben werden, einem linguistischen und/oder konzeptuellen Netzwerk von Assoziationen. Tatsächlich tritt ein ähnlicher Effekt auch auf, wenn Elemente nicht-numerischer geordneter Listen, wie Buchstaben oder Monate, verglichen werden. Dies wirft die Frage auf, ob diese Distanzeffekte auf einem generelleren konzeptuellen oder linguistischen Netzwerk von Assoziationen basieren könnten; in anderen Worten, ob das DSS ziffernspezifisch oder domänenübergreifend ist. Falls numerische und nicht-numerische Distanzeffekte auf demselben Mechanismus basieren, sollten ihre Steigungen (slopes) korrelieren. Um unsere Forschungsfrage zu beantworten, führten wir daher mit erwachsenen Versuchspersonen (n = 65) drei verschiedene Vergleichstests durch, in denen wir arabische Ziffern, Buchstaben des Alphabets und Monate des Jahres als Stimuli einsetzten. Anschließend berechneten wir die reliabilitäts-korrigierten Korrelationen der Steigungen der Distanzeffekte für die Fehlerrate und die Reaktionszeit der Versuchspersonen über die drei Domänen hinweg. Wie in vorherigen Studien konnte ein signifikanter Distanzeffekt in allen drei Domänen beobachtet werden, sowohl für die Fehlerrate als auch für die Reaktionszeit. Die Distanzeffektsteigungen korrelierten moderat bis stark zwischen Ziffern und Monaten (Fehlerrate und Reaktionszeit) und zwischen Buchstaben und Monaten (Fehlerrate und Reaktionszeit). Weiters fanden wir schwache Korrelationen zwischen den Fehlerraten-Distanzeffektsteigungen der Ziffern und Buchstaben als auch für die Reaktionszeit-Distanzeffektsteigungen der Ziffern und Monate. Diese Ergebnisse unterstützen teilweise die Idee, dass das DSS symbolischen Vergleichen jenseits der Zifferndomäne zugrunde liegt. Jedoch ist es wahrscheinlich, dass die Versuchspersonen je nach Domäne unterschiedliche Kombinationen an Strategien anwandten, wie etwa das Zurückgreifen auf Listen oder das Clustern, was die imperfekten Korrelationen erklären könnte. Das heißt, Ziffern- und Buchstabenvergleiche könnten auf zwei distinkten Mechanismen basieren, während Monatsvergleiche von beiden teilweise Gebrauch machen. Zukünftige Studien sollten daher anstreben, die Eigenschaften verschiedener geordneter Listen systematisch zu manipulieren und aufzuschlüsseln, um zu klären, wie das menschliche Gehirn numerische und nicht-numerische symbolische Vergleiche verarbeitet.
Abstract
(Englisch)
The ubiquity of numbers in our culture confers especial importance on the cognitive mechanisms enabling numerical processing and comparison. When asked to identify the smaller/larger one of two Arabic numbers in comparison tasks, participants’ performance improves with increasing numerical distance between the stimuli. This so-called symbolic distance effect can be attributed to the Discrete Semantic System (DSS), a linguistic and/or conceptual network of associations. Similar distance effects also occur when elements of non-numeric ordered lists such as letters and months are compared. This poses the question whether these distance effects might rely on a more general conceptual or linguistic network of associations or, in other words, whether the DSS is number-specific or domain-general. If the numeric and non-numeric distance effects rely on the same mechanism, their slopes would be expected to correlate. Hence, to address our research question, we subjected adult participants (n = 65) to three different comparison tasks, using Arabic numbers, letters of the alphabet and months of the year as stimuli. Subsequently, we calculated the reliability-adjusted correlations of the distance effect slopes for participants’ error rate and reaction time across the three domains. In line with previous studies, significant distance effects were observed in all three domains for both error rate and reaction time. The distance effect slopes correlated moderately to strongly between numbers and months (error rate and reaction time) and between letters and months (error rate and reaction time). Further, we found weak correlations between the error rate distance effect slopes for numbers and letters as well as for the reaction time distance effect slopes for numbers and months. These results partly support the idea that the DSS drives symbolic comparisons beyond the number domain, at least in ordered lists as closely associated with numbers as months. However, participants likely applied different combinations of strategies to solve the comparison task, such as list retrieval and clustering, across the three domains, which could explain the imperfect correlations. That is, number and letter comparisons might rely on two distinct mechanisms, with month comparison partly drawing on both of them. Future studies should therefore aim to systematically manipulate and disentangle the properties of different ordered lists to elucidate how the human mind processes numeric and non-numeric symbolic comparison.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Diskretes semantisches System numerische Kognition Vergleichsaufgabe Distanzeffekt semantisches Netzwerk
Schlagwörter
(Englisch)
Discrete semantic system numerical cognition comparison task distance effect semantic network
Autor*innen
Kimberly Brosche
Haupttitel (Englisch)
Is the discrete semantic system (DSS) part of the more general conceptual or linguistic network?
Paralleltitel (Deutsch)
Ist das diskrete semantische System (DSS) Teil des generelleren konzeptuellen oder semantischen Netzwerks?
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
71 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Attila Krajcsi
AC Nummer
AC16912364
Utheses ID
66972
Studienkennzahl
UA | 066 | 013 | |
