Detailansicht

Entwicklung des Metaphernverständnisses bei Menschen mit psychischer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis
Nagham Mujkic´-Elyas
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Brigitte Rollett
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.7418
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29994.25332.207769-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit thematisiert das Verständnis von Metaphern bei Menschen mit einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis. Dabei wird näher auf den Konkretismus als ein Merkmal der formalen Denkstörung in der Schizophrenie eingegangen. Neben der Operationalisierung der Verständnisleistung in Bezug auf Metaphern mittels Metaphoric Triads Task-Test (MTT, nach Kogan und Chadrow, 1986) und Sprichwörtliche Redensarten (SRA, in Anlehnung an Schmöger, 2004) wird unter anderem auch der Einfluss zweier Metaphernarten (konventionelle versus innovative Metaphern) berücksichtigt. Die Versuchsgruppe der Stichprobe umfasst 20 Personen mit einer diagnostizierten Schizophrenie, für die Kontrollgruppe wurden 20 gesunde Personen mit vergleichbaren soziodemographischen Daten ausgewählt. Um ein für die Bearbeitung der Testverfahren ausreichendes Intelligenzniveau zu sichern, wurden allen Teilnehmern zuerst drei Subtests des HAWIE (Hamburg-Wechsler Intelligenztest für Erwachsene Revision 1991 nach Tewes, 1994) vorgelegt. Das Metaphernverständnis wurde anhand von konventionellen und innovativen Metaphern erhoben. In Anlehnung an Schmöger (2004) wurde der Sprichwörtliche Redensarten-Test um 20 Items erweitert, der konventionelles Metaphernverständnis anhand von Multiple-Choice Aufgaben ermittelt. Das Verständnis innovativer Metaphern wurde mittels Metaphoric Triads Task-Test (nach Kogan und Chadrow, 1986) gemessen. Die ersten Ergebnisse zeigen einen Unterschied im Metaphernverständnis zwischen schizophrenen und gesunden Personen. Schizophrene Personen erbringen sowohl im SRA-Test als auch im MTT-Test schlechtere Ergebnisse, was auf ein schlechteres Verständnis von Metaphern hindeutet. Allgemein betrachtet, erwies sich aufgrund der Operationalisierung des Metaphernverständnisses das konventionelle Verfahren von den Untersuchungsteilnehmern einfacher als das innovative Verfahren empfunden wurde. Des Weiteren wurde auch im SRA-Test der Bekanntheitsgrad, der Einfluss auf das konventionelle Metaphernverständnis nehmen kann, berücksichtigt. Zusätzlich wurde innerhalb der Schizophreniegruppe nach paranoider Symptomatik differenziert. Hier wurde im speziellen untersucht, ob schizophrene Personen mit paranoider Symptomatik sich hinsichtlich des Metaphernverständnisses von Patienten aus der restlichen Schizophreniegruppe unterscheiden. Es konnte weder im konventionellen noch im innovativen Metaphernverständnis ein Unterschied festgestellt werden. Die Annahme, dass schizophrene Personen zu konkretistischem Denkstil neigen, was zu einem Missverständnis von metaphorischer Bedeutung führen kann, konnte in dieser Untersuchung nicht bestätigt werden, was möglicherweise auch auf ein messungenaues Verfahren zurückzuführen ist.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Schizophrenie thought disorders concretism metaphor
Schlagwörter
(Deutsch)
Schizophrenie formale Denkstörung Konkretismus Metapher
Autor*innen
Nagham Mujkic´-Elyas
Haupttitel (Deutsch)
Entwicklung des Metaphernverständnisses bei Menschen mit psychischer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
VIII, 109 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Brigitte Rollett
Klassifikationen
44 Medizin > 44.91 Psychiatrie, Psychopathologie ,
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC07969740
Utheses ID
6725
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1