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Grunzende Gefährten
technikphilosophische, ethische und politische Betrachtungen der Mensch-Tier-Beziehung am Beispiel des Schweins
Stefan Haider
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Interdisziplinäre Ethik
Betreuer*in
Anna Monika Singer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.73800
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29852.25476.467530-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Kaum ein anderes Tier hat die Geschichte des Menschen derart geprägt, wie das Schwein. Zu-nächst als Jagdbeute, danach vor ungefähr 9.000 Jahren als Müllerverwerter und Nahrungs-quelle domestiziert, hat es die Entwicklung des Homo sapiens erlebt und indirekt geformt. Dies tut es bis heute, zwischen Ware in einer weltweiten Industrie von Fleischfabriken bis hin zum Organlager für zukünftige Transplantationen. Die vielen Facetten der Mensch-Tier-Beziehung werden daher am Beispiel des Borstentieres aufgezeigt. Das Augenmerk liegt auf philosophischen Fragen in Betrachtung des Mensch- beziehungsweise Tierseins. Die Unterwerfung der Umwelt und der Kampf zwischen Natur und Kultur sowie dessen Überwindung sind dabei zentral. Die Analysen der Frankfurter Schule liefern Einsichten in den seit Jahrzehnten bestehenden ‚Ist-Zustand‘. Diesen aufzubrechen gelingt mit den philo-sophisch-politischen Positionen Fahim Amirs, im Rückgriff auf die Ideen Donna Haraways. Dabei wird zunächst nicht im Rahmen einer klassischen Tierethik verfahren. Durch Haraways Konzepte der Naturecultures und Companion Species werden die Verwobenheiten, Abhängig-keiten sowie die signifikanten Andersartigkeiten verschiedener Spezies verdeutlicht. Schweine werden als Gefährten portraitiert. Dies liefert einen verständlichen Unterbau für die Fortent-wicklungen zwischen Mensch und Tier – sei dies durch Nahrung, Zoonosen, Medizin oder die indirekte Revolution der Fabrikarbeit. Neben Einblicken der Technikphilosophie in die kapitalistischen Produktionsweisen rückt gleichsam eine Ethik des Zusammenlebens mit Tieren stärker in den Fokus. Auf die Frage, wie ein respektvolleres Miteinander möglich sei, werden jedoch politische Antworten gegeben. Nicht zuletzt war selbst die Geschichte menschlicher Klassenkämpfe und des Widerstands mit dem Schwein verwoben. Dadurch, so wird gezeigt, können neue Formen der Solidarität er-wachsen, die über paternalistisches Mitleid für Tiere hinausgehen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Mensch-Tier-Beziehung Technikphilosophie Ethik Politik Tierethik Tierphilosophie Herrschaftsauftrag Frankfurter Schule Donna Haraway Mechanisierung Kapitalismus Biologie Solidarität Gefährtenschaft
Autor*innen
Stefan Haider
Haupttitel (Deutsch)
Grunzende Gefährten
Hauptuntertitel (Deutsch)
technikphilosophische, ethische und politische Betrachtungen der Mensch-Tier-Beziehung am Beispiel des Schweins
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
131 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Anna Monika Singer
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.00 Philosophie. Allgemeines ,
08 Philosophie > 08.38 Ethik ,
08 Philosophie > 08.42 Kulturphilosophie ,
08 Philosophie > 08.45 Politische Philosophie ,
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC16875001
Utheses ID
67250
Studienkennzahl
UA | 066 | 641 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1