Detailansicht

Die nationale Variation des Standarddeutschen aus der Sicht von Lehrkräften an Wiener Mittelschulen
eine qualitative Spracheinstellungsstudie
Anna Augdoppler
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für LehrerInnenbildung
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) UF Deutsch UF Spanisch
Betreuer*in
Manfred Glauninger
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.73881
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13081.42257.499194-6
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die deutsche Sprache ist in Österreichs Schulen sowohl Unterrichtsfach als auch die allgemeine Unterrichtssprache und nimmt somit einen hohen Stellenwert ein. Als Bildungsstätte sind Mittelschulen in Wien ein Ort, an dem die Vermittlung und das Erlernen des Standarddeutsch mitunter eine Herausforderung darstellen. Vor diesem Hintergrund legt diese Spracheinstellungsstudie den Fokus auf die nationale Variation des Standarddeutschen aus der Sicht von Deutschlehrkräften an Wiener Mittelschulen und beantwortet die folgenden Forschungsfragen: (1) Welche persönlichen Einstellungen haben die Gewährspersonen zum linguistischen Konzept der nationalen Variation des Standarddeutschen und seiner Norm im Allgemeinen? Welche „sozialen Bedeutungen“ bzw. Ideologien indizieren für die Gewährspersonen nationale (Standard-)Varietäten bzw. -Varianten der deutschen Sprache? (2) Welche Relevanz hat die nationale Variation (der Norm) der deutschen Standardsprache in der Unterrichtspraxis der Gewährspersonen? (3) Welche Parallelen und Unterschiede ergeben sich dabei im Generationenvergleich? Das qualitative Forschungsprojekt basiert auf narrativen Interviews, die mit vier Deutschlehrkräften an Wiener Mittelschulen geführt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Gewährspersonen eine nationale österreichische Varietät der deutschen Standardsprache bzw. deren Vermittlung im Rahmen ihres Schulunterrichts nicht als Notwendigkeit empfinden, sondern dass für sie die Fähigkeit, auf dem Niveau der (nicht national spezifizierten) deutschen Standardsprache zu kommunizieren, im Vordergrund steht. Weiters reflektieren die Interviews keine explizit national(istisch)en Ideologien in Bezug auf (Standard-)Varietäten bzw. -Varianten der deutschen Sprache. Normgerechter Sprachgebrauch spielt für alle interviewten Personen im schulischen Alltag eine zentrale Rolle, vor allem die normgerechte Anwendung der Standardsprache sowie die kontextuelle Angemessenheit des Sprachgebrauchs. Abschließend ist festzuhalten, dass sich keine klaren Parallelen und Unterschiede im Generationenvergleich ergeben.
Abstract
(Englisch)
In Austrian schools German is a school subject as well as the language of instruction and, therefore, plays an important role. Middle schools in Vienna are educational institutions, where the teaching and learning of standard German can pose a challenge. Against this back-drop, the present study on language attitudes puts a focus on the national variation of stand-ard German from the perspective of teachers in Viennese middle schools. For this reason, it answers the following research questions: (1) What personal attitudes do the interviewees have with regard to the linguistic concept of the national variation of standard German and its norm in general? What “social importance”/ideologies do national (standard) varie-ties/variations of the German language indicate to the interviewees? (2) What relevance does the national variation (of the norm) of standard German have in the interviewees’ teaching practice? (3) What parallels and differences arise in the generational comparison? The qualita-tive research project is based on narrative interviews with four German teachers. The results show that the interviewees do not regard a national Austrian variety of standard German or its instruction in a school setting as a necessity, but rather put the capability to communicate on a proficient level in (a non-nationally specific) standard German in the foreground. Furthermore, the interviews do not reflect an explicit national(istic) ideology regarding (standard) varie-ties/variants of German. Standard-conforming language use plays a key role in everyday school life for all the interviewees, especially the correct use of standard German as well as the contextual adequacy of the students’ language use. Finally, no parallels and differences in the generational comparison can be observed.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Standarddeutsch Varietäten Plurizentrik Spracheinstellungen
Autor*innen
Anna Augdoppler
Haupttitel (Deutsch)
Die nationale Variation des Standarddeutschen aus der Sicht von Lehrkräften an Wiener Mittelschulen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Spracheinstellungsstudie
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
i, 85 Seiten : Diagramme
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Glauninger
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.20 Soziolinguistik. Allgemeines ,
81 Bildungswesen > 81.31 Lehrpersonal. Erziehungspersonal
AC Nummer
AC16904796
Utheses ID
67309
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 529 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1