Detailansicht

Dux pro te qui stetit, ille cadit
der Liebestod des Johann Leopold von Bärnklau als umgekehrte "Heroides"-Rezeption
Maria-Anna Prischink
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Klassische Philologie
Betreuer*in
Elisabeth Klecker
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.73821
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19201.41723.668167-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einer Promotionsgratulation aus dem Jahr 1747, die sich in die Heroides-Rezeption im Jesuitenorden einreiht. Im Vordergrund dieser Betrachtung steht der neunte und letzte Brief, der von Johann Leopold im Moment seines Todes an Maria Theresia verfasst ist. Die Heroides boten mit ihrer Originalität und Flexibilität eine gute Vorlage, die von den Jesuiten in zahlreichen Abwandlungen für die Huldigungsliteratur des 17. und 18. Jahrhunderts gerne herangezogen wurde. Als 1740 Maria Theresia als erste weibliche Herrscherin auf den Habsburgerthron kommt, schlägt sich dieser Umbruch auch in den panegyrischen Werken nieder. Die Epistolae Heroum sind ein Beispiel dafür, wie vielfältig und dichterisch anspruchsvoll solche Werke sein konnten. Durch die Betrachtung der gesamten Promotionsgratulation Josef Szolterers konnte festgestellt werden, dass der Autor sich ein breites Fachwissen von antiken Texten angeeignet hatte. Neben den Heroides ist das gesamte Oeuvre Ovids ständig im Hintergrund erkennbar, sei es durch wörtliche Zitate oder inhaltliche und stilistische Parallelen. Aber auch Vergils Aeneis, die für die Habsburg-Panegyrik eine wichtige Rolle einnahm, scheint an vielen Stellen als Vorlage durch, besonders wenn es um das fatum Maria Theresias geht. Auch jesuitische Vorläufer dürften Josef Szolterer bekannt gewesen sein, wie am Beispiel Anton Kiffers gezeigt werden konnte. Durch die Anordnung der Briefe schafft der Autor außerdem eine Art Briefroman, in dem die Geschichte vom Feldzug in Oberitalien aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Der neunte Brief erhält durch seine Stellung außerhalb der Ringkomposition, aber vor allem durch seine thematische Aufarbeitung des Liebestodes von Johann Leopold eine besondere Stellung.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Ovid Rezeption Neulatein Maria Theresia Panegyrik
Schlagwörter
(Englisch)
Ovid Reception Neolatin Maria Theresia Panegyric
Autor*innen
Maria-Anna Prischink
Haupttitel (Deutsch)
Dux pro te qui stetit, ille cadit
Hauptuntertitel (Deutsch)
der Liebestod des Johann Leopold von Bärnklau als umgekehrte "Heroides"-Rezeption
Paralleltitel (Englisch)
Dux pro te qui stetit, ille cadit
Paralleluntertitel (Englisch)
the liebestod of Johann Leopold von Bärnklau as inverted "Heroides"-reception
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
112 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Elisabeth Klecker
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.94 Literarische Einflüsse und Beziehungen. Rezeption
AC Nummer
AC16875689
Utheses ID
67417
Studienkennzahl
UA | 066 | 683 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1