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Kann ein Kind ein Schaden sein?
die Debatte rund um "Wrongful Birth" und pränatale Diagnostik in Österreich
Elisabeth Irene Wagner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Aurelia Weikert
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.7439
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30304.12848.936462-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ausgehend von der plakativen Frage „Kann ein Kind ein Schaden sein“ geht es in meiner Diplomarbeit um diese umstrittene höchstgerichtlichen Judikatur zum Thema „Wrongful Birth“ und ebenso um die Positionen und Reaktionen, die Behindertenbewegungen einerseits und die katholische Kirche andererseits zu dieser Rechtssprechung und in der Debatte rund um pränatale Diagnostik vertreten. Darüber hinaus wird zahlreichen Methoden der pränatalen Diagnostik, die in den gerichtlichen Entscheidungen die zentrale Rolle spielt, die nötige Aufmerksamkeit geschenkt. Im Bezug auf die höchstgerichtliche Rechtsprechung kann gesagt werden, dass sie als umstritten gilt. Während sich das Höchstgericht in den Fällen der ungewollten Geburt eines behinderten Kindes auf die Judikaturlinie des deutschen BGH beruft und Unterhaltsschaden bejaht, verneint der OGH einen Zuspruch jener Leistungen bei der ungewollten Geburt eines gesunden Kindes. Dies im ganz offensichtlichen Widerspruch zum deutschen Bundesgerichtshof in gleichen Fällen. Als Folge dieser unterschiedlichen Beurteilung der beiden Sachverhaltskonstellationen musste sich der OGH die vehemente Kritik zahlreicher Behindertenorganisationen und kirchlichen Vertreter sowie den Vorwurf der Diskriminierung behinderter Menschen oder den der Befürwortung einer schleichenden Eugenik gefallen lassen. Was die pränatale Diagnostik als solche betrifft, handelt es sich hier um eine Fülle von Untersuchungen, mit denen die Gesundheit des ungeborenen Kindes überprüft werden kann. Das Angebot reicht vom bereits routinemäßig durchgeführten Ultraschall bis hin zur Blutuntersuchung der Mutter und den invasiven Methoden wie der Amniozentese, der Chorionzottenbiopsie, der Chordozentese und der Fetoskopie. Ob die werdenden Mütter bzw. die Eltern genügend über den Untersuchungsablauf und die möglichen Konsequenzen aufgeklärt wurden, bleibt meistens fraglich.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
pränatale Diagnostik Wrongful Birth Debatte in Österreich
Autor*innen
Elisabeth Irene Wagner
Haupttitel (Deutsch)
Kann ein Kind ein Schaden sein?
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Debatte rund um "Wrongful Birth" und pränatale Diagnostik in Österreich
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
92 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Aurelia Weikert
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.10 Wissenschaft und Gesellschaft ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein: Sonstiges ,
86 Recht > 86.99 Recht: Sonstiges
AC Nummer
AC07882112
Utheses ID
6746
Studienkennzahl
UA | 307 | | |
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