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Stille Feministinnen: wie taiwanesische Frauen unbewusst den Emanzipationsprozess fördern
Anna-Elisabeth Slana
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Sinologie
Betreuer*in
Heinz Christoph Steinhardt
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.74116
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12366.57586.470082-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ziel dieser Masterarbeit ist es, die Bedeutung der Identifizierung mit dem weiblichen Geschlecht im Emanzipationsprozess näher zu beleuchten. Taiwan bietet sich als ein interessanter Fall für eine Untersuchung dieses Themas an, da es sich in den letzten 30 Jahren vom strengen Patriarchat unter der Kuomintang zu einer Gesellschaft entwickelt hat, deren Index zur geschlechtsspezifischen Ungleichheit (GII) heute einen der besten Werte weltweit aufweist. Es wurden qualitative Tiefeninterviews mit vier jungen taiwanesischen Frauen durchgeführt und mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp A. E. Mayring analysiert. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass junge taiwanesische Frauen hochgradig emanzipiert sind, dem „Frausein“ als Identitätsmerkmal eine untergeordnete Rolle zuschreiben, kaum geschlechtsspezifische Selbstsanktionen verinnerlicht haben und den Unterschieden zwischen Männern und Frauen und Geschlechtsstereotypen eine geringe Bedeutung beimessen. Dass sich junge Frauen in Taiwan, einem Land, das weltweit einen der schnellsten und erfolgreichsten Emanzipationsprozesse durchlaufen hat, kaum über ihr Geschlecht definieren, liefert ein starkes Argument für die These, dass eine geringere Identifizierung mit dem weiblichen Geschlecht die Emanzipation der Frauen begünstigen kann. In dieser Masterarbeit wird deshalb argumentiert, dass Frauen, die sich nicht aktiv in der Frauenbewegung engagieren und sich möglicherweise selbst auch nicht als Feministinnen wahrnehmen, den Emanzipationsprozess, durch die Widerlegung von Geschlechtsstereotypen, unbewusst stärken. Es wird an die zukünftige Forschung appelliert, diesen „stillen Feministinnen“ mehr Beachtung zu schenken und sie als essenzielle Komponente im Emanzipationsprozess zu begreifen.
Abstract
(Englisch)
The aim of this master's thesis is to shed more light on the importance of identifying with the female gender in the emancipation process. Taiwan presents itself as an interesting case to study this topic, as it has evolved over the last 30 years from a strict patriarchy under the Kuomintang to a society whose Gender Inequality Index (GII) today has one of the best scores in the world. Qualitative in-depth interviews were conducted with four young Taiwanese women and analysed using qualitative content analysis according to Philipp A. E. Mayring. Overall, the results indicate that young Taiwanese women are highly emancipated, assign a subordinate role to “being a woman“ as an identity characteristic, have hardly internalised gender-specific self-sanctions and attach little importance to differences between men and women and gender stereotypes. The fact that young women in Taiwan, a country that has undergone one of the fastest and most successful emancipation processes worldwide, hardly define themselves by their gender provides a strong argument for the thesis that less identification with the female gender can favour women's emancipation. This Master's thesis therefore argues that women who are not actively involved in the women's movement and may not even perceive themselves as feminists, unconsciously strengthen the emancipation process, by refuting gender stereotypes. Future research is called upon to pay more attention to these "silent feminists" and to mature them as an essential component in the emancipation process.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Taiwanesische Frauen Feminismus Identität Tiefeninterview qualitative Inhaltsanalyse
Schlagwörter
(Englisch)
Taiwanese women feminism identity in-depth interview qualitative content analysis
Autor*innen
Anna-Elisabeth Slana
Haupttitel (Deutsch)
Stille Feministinnen: wie taiwanesische Frauen unbewusst den Emanzipationsprozess fördern
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
95 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Heinz Christoph Steinhardt
Klassifikationen
71 Soziologie > 71.49 Soziale Prozesse. Sonstiges ,
73 Ethnologie > 73.44 Sexualität. Geschlecht
AC Nummer
AC16924636
Utheses ID
67629
Studienkennzahl
UA | 066 | 811 | |
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