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Französische diplomatische Strategien und Konfliktregelungsversuche in den Kriegen in Kroatien und Bosnien-Herzegowina (1991 - 1995)
"Une vocation particulière"
Nina Caterina Längle
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Ingfrid Schütz-Müller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.7466
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29826.56825.487059-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Zuge dieser Diplomarbeit sollte der Versuch unternommen werden, die französische Konfliktregelung in den Jugoslawienkriegen analytisch aufzuzeigen. Zur besseren Veranschaulichung wurde ein chronologischer Rahmen gewählt, der mit Veränderungen der französischen Strategie übereinfiel, die auf den Regierungswechsel 1993 und die Wahl des neuen Präsidenten 1995 zurückzuführen sind. Durch die wichtige Stellung des Präsidenten in Frankreich war die Konfliktregelungspolitik stark von Präsident Mitterrand und ab 1995 von Präsident Chirac geprägt. Präsident Mitterrand hatte, durch die diplomatische Tradition Frankreichs und seine eigenen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg, ein positives Bild gegenüber Serbien, das sich auch auf seine Analyse der Konflikte auswirkte. Diese Haltung wurde von Intellektuellen, der öffentlichen Meinung und der Opposition immer wieder heftig kritisiert. Die internationale Verurteilung der serbischen Verbrechen und die Empörung der öffentlichen Meinung bewirkten einen kontinuierlichen Haltungswechsel. 1992 wurde Serbien mit Einschränkungen als Aggressor deklariert. Besonders die neu gewählte Regierung 1993 war bemüht, sich verstärkt als Vermittler in die Konflikte einzubringen. Durch die Kohabitation wurde die Stellung des Präsidenten geschwächt und die Regierung konnte ihr ehrgeiziges Ziel verfolgen, auf die Verhandlungsparteien einzuwirken und gleichzeitig das Verhältnis zur NATO zu verbessern und die USA in die Konfliktregelung einzubeziehen. Durch die historisch bedingten guten diplomatischen Beziehungen zu Serbien wurde immer wieder versucht, vermittelnd auf Präsident Milošević einzuwirken und dadurch auch den französischen UNO-Blauhelmen (Frankreich hatte die größte Zahl an Truppen bereitgestellt) weitmöglichen Schutz zu gewähren. Dadurch kam es teilweise zu transatlantischen Unstimmigkeiten, da die USA ein härteres Vorgehen gegen Serbien forderten. Durch einen Anschlag in Sarajevo, in Folge dessen im Februar 1994 zahlreiche Zivilisten getötet wurden, kam es zu einer entschlossenen Wende der französischen Politik. Erstmals wurden Luftschläge gegen die bosnischen Serben ausgeführt. Die Wahl von Präsident Chirac und die katastrophale Lage in Bosnien führten zu einem weiteren Wandel im Jahr 1995. Die Schnelle Eingreiftruppe ist hier als besonders wichtiger französischer Vorstoß zu nennen. Durch den NATO-Einsatz der USA und mit Hilfe der Schnellen Eingreiftruppe konnten die Kriege in Bosnien und Kroatien 1995 beendet werden. Trotz zahlreicher Unstimmigkeiten mit den USA (Enttäuschung über die mangelnde Anerkennung der Rolle Frankreichs im Jahr 1995) konnte sich Frankreich als wichtiger und verlässlicher Partner profilieren. Besonders in der diplomatischen Vermittlung (Konferenzen, Friedenspläne, Engagement innerhalb der UNO...) hatte Frankreich stetes Engagement bewiesen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
war yugoslavia france
Schlagwörter
(Deutsch)
Krieg Jugoslawien Frankreich Serbien Bosnien Kroatien
Autor*innen
Nina Caterina Längle
Haupttitel (Deutsch)
Französische diplomatische Strategien und Konfliktregelungsversuche in den Kriegen in Kroatien und Bosnien-Herzegowina (1991 - 1995)
Hauptuntertitel (Deutsch)
"Une vocation particulière"
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
197 S. : Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ingfrid Schütz-Müller
Klassifikationen
89 Politologie > 89.75 Internationale Konflikte: Allgemeines ,
89 Politologie > 89.76 Friedensforschung, Konfliktforschung ,
89 Politologie > 89.94 Internationale Beziehungen: Sonstiges
AC Nummer
AC08163567
Utheses ID
6772
Studienkennzahl
UA | 300 | | |
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