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Politiker als Befürworter von Frauenrechten, insbesondere des Frauenwahlrechts, in Österreich im Zeitraum von ca. 1890 bis zur Gründung der Ersten Republik
Barbara Pöckl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) UF Englisch UF Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Birgitta Bader-Zaar
DOI
10.25365/thesis.74015
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17478.56509.796649-7
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Rolle ausgewählter Politiker der deutschsprachigen Kronländer der Habsburgermonarchie als Unterstützer von Frauenrechten in der Zeitspanne von 1890-1918/19. Der Fokus liegt hierbei auf dem Frauenwahlrecht, den Rechten von Frauen im Bildungsbereich, sowie der Reformierung des österreichischen Eherechts zugunsten einer Gleichstellung von Frauen und der Förderung ihrer Rechte. Durch die Analyse von Debatten in welchen sowohl positive als auch negative Sichtweisen auf Frauenrechte in Hinblick auf zeitgenössische Rollenbilder, die vorherrschende Geschlechterideologie, sowie die Zugehörigkeit der untersuchten Politiker zu den jeweiligen politischen Lagern geäußert wurden, können Erkenntnisse über die wichtige Rolle männlicher Unterstützer von Frauenrechten im österreichischen Kontext gewonnen werden. Basierend auf der Analyse von u.a. Parlamentsprotokollen, Gesetzen und Zeitungsartikeln, konnte festgestellt werden, dass die Sozialdemokratische Partei und die (sozial-)liberalen Gruppierungen alle drei Frauenforderungen unterstützten, während die Christlichsoziale Partei eine kritischere Haltung in Bezug auf Frauenrechte in Verbindung mit der Geschlechterideologie und ihrer differierenden Werthaltung einnahm. Nichtsdestotrotz konnten auch interne Konflikte und kollidierende Ansichten in Ersteren beobachtet werden, welche zu negativen Reaktionen im parlamentarischen Kontext führten. Zudem muss betont werden, dass nicht alle untersuchten Politiker als Unterstützer bezeichnet werden können, da teils ambivalente Standpunkte vertreten wurden. Dies trifft vor allem auf die Christlichsoziale Partei zu, wobei alle Handlungen im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Die Analyse trägt zu einem umfassenderen Verständnis von männlichen Unterstützungstätigkeiten für Frauenrechte in Österreich bei, während zeitgleich die problematischen Kontexte, in denen sich Frauen aufgrund genderideologischer Sichtweisen auf ihre Tugend und Kompetenz innerhalb des Zeitraums befanden, beleuchtet werden konnten. Jene machten sie auch von männlicher Unterstützung abhängig.
Abstract
(Englisch)
This masters’ thesis examines the role of a selection of politicians from the German-speaking crown lands of Habsburg Austria as supporters of women’s rights in the time span of 1890-1918/19. Here, the focus lies on female enfranchisement, women’s educational rights, and the adaptation of the Austrian marital law in favour of women’s equality and rights. By analysing the debates in favour of and against women’s rights in regard to traditional role-models, gender ideologies, and political party affiliations of the selected individuals, light can be shed on the important role of male supporters for women’s rights in Austria. Based on the analysis of, for instance, parliamentary protocols, laws, and newspaper articles, this thesis concludes that support by male members of the Social democrats and Social-liberal parties was evident for all selected women’s rights, while the Christian Social Party took a more critical stance towards women’s rights in connection with gender ideologies and differing values. However, it could be observed that internal conflicts and clashing views existed in the prior two parties as well, resulting in negative reactions within parliamentary settings. It is important to point out that not all selected politicians can be described as supporters of women’s rights as they also expressed ambivalent attitudes. This was especially the case with the Christian Social Party; however, all examined acts have to be seen in their historic context. The analysis contributes to a more profound understanding of men’s support for women’s rights in Austria and, simultaneously, highlights the problematic positions in which women of the period found themselves in due to prevailing views on gendered virtues and abilities, which also made them dependant on male support.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Männliche Unterstützer Frauenrechte in Österreich Frauenwahlrecht Eherecht Recht auf Bildung
Schlagwörter
(Englisch)
male supporters women's rights in Austria women's suffrage marital law educational rights
Autor*innen
Barbara Pöckl
Haupttitel (Deutsch)
Politiker als Befürworter von Frauenrechten, insbesondere des Frauenwahlrechts, in Österreich im Zeitraum von ca. 1890 bis zur Gründung der Ersten Republik
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
95 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Birgitta Bader-Zaar
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte
AC Nummer
AC16920306
Utheses ID
67737
Studienkennzahl
UA | 199 | 507 | 511 |
