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Konsent statt Mehrheit: ein zulässiges Modell für Akte kollegialer Willensbildung im Sinne von can. 119 CIC?
eine Betrachtung des für die Pfarrgemeinderäte im Gebiet der Diözese Graz-Seckau dekretierten Modells
Johann Schlatzer
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Kanonisches Recht für Juristen
Betreuer*in
Andreas Kowatsch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.74069
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12311.73331.784761-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Da ausgehend von Kirchenentwicklungsbemühungen im deutschen Sprachraum das ‚Konsent-Prinzip‘ als Teil einer „kirchenrechtskonformen, konfigurierbaren Organisationslösung“ beworben wurde, die ein Modell der besseren Teilhabe von Laien an Pfarrgemeindeleitungen ermöglichen soll, widmet sich der Autor der vorliegenden Masterthesis der näheren Betrachtung dahingehend, ob dieses Verfahren einerseits den Grundwertungen kanonischer Willensbildungsvorschriften entspricht und andererseits mit der Verfassung der lateinischen Kirche konform gehen kann. Da eine derartige Betrachtung im deutschen Sprachraum scheinbar noch nicht publiziert wurde entbehrt diese Betrachtung auch nicht einer gewissen Aktualität, vor allem mit Blick darauf, dass in der Diözese Graz-Seckau dieses Verfahren grundsätzlich zur Anwendung kommen und das Abstimmungsverfahren mit Mehrheitsprinzip ablösen soll. Nach einer detaillierten Aufarbeitung der begrifflichen Grundlagen einerseits zum ‚Konsent-Prinzip‘ und andererseits zum ‚kollegialen Akt‘ als Zentrum kanonischer Vorschriften zur Ermittlung gemeinschaftlichen Willens im Recht der lateinischen Kirche, jeweils samt summarischer Darstellung der historischen Hintergründe, geht der Autor in die systemische Analyse über, nicht ohne auffallende Unschärfen bei Begrifflichkeiten im kirchenpolitischen Diskurs durch klarstellende Hinweise im Textfluss oder Exkurse an passender Stelle aufzuzeigen. Schließlich bietet die Arbeit einen kompakten Überblick über die Schlüsse, die der Autor aus den vorangehenden Abhandlungen zieht.
Abstract
(Englisch)
Based on church development efforts in the German-speaking world, the so called ‘Konsent’-principle has been recently pushed as prospect of a “customisable organizational solution compliant to canon law”, in order to achieve and enable a model to improve the contribution of lay people in parish councils and boards. The author of the present master's thesis gives a closer look to this principle, analyses its origins and in particular whether the decisionmaking procedure proposed by it corresponds to the basic principles of canonical regulations concerning the formation of will and if it responds to the ecclesiastical legal principles and structure of the Latin Church. Due to this rather new decisional approach, it seems that no studies about this topic have been published in the German-speaking area so far, thus this work is not lacking in topicality, especially if referring to the planned introduction of the aforementioned principle in the diocese Graz-Seckau as replacement to the voting procedure with the majority principle. The work first offers a detailed analysis of the ideal concepts - without neglecting their historical framework - on which the ‘Konsent’ and the ‘actus collegialis’ are based, bearing in mind that the latter represents the fulcrum of the canonical norms for determining the common will, fulfilling the law of the Latin Church; the author then moves on to a systemic analysis of the two approaches, emphasizing among other things a notable terminological vagueness in the political-ecclesial discourse by proposing references or brief insights. The last chapter offers a schematic and immediate view of the conclusions that the writer deduces from his examination of literature and reflexions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Konsent Konsentverfahren kanonisch Kirchenrecht Kollegialakt Kirchenentwicklung
Schlagwörter
(Englisch)
Konsent-principle canonical church-development ecclesiastical legal law
Autor*innen
Johann Schlatzer
Haupttitel (Deutsch)
Konsent statt Mehrheit: ein zulässiges Modell für Akte kollegialer Willensbildung im Sinne von can. 119 CIC?
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Betrachtung des für die Pfarrgemeinderäte im Gebiet der Diözese Graz-Seckau dekretierten Modells
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
66 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andreas Kowatsch
Klassifikation
86 Recht > 86.97 Kirchenrecht
AC Nummer
AC16923176
Utheses ID
67967
Studienkennzahl
UA | 992 | 619 | |
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