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Wissenschaftskritik anhand eines Fallbeispiels
die Entwicklung einer "reduktionistischen Schlagseite" der sozialen Netzwerkanalyse und ihre mögliche Überwindung
Gerhard Kreuch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Manfred Füllsack
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.7499
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29870.69778.530266-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ausgehend vom epistemologischen Spannungsfeld zwischen Reduktionismus und Holismus untersucht diese Arbeit ein sozialwissenschaftliches Fallbeispiel: Die soziale Netzwerkanalyse stellt den erkenntnistheoretischen Anspruch, sich in der „Mitte“ dieser Pole zu positionieren (These 1). Diese Arbeit formuliert zwei wissenschaftstheoretische Hauptkritikpunkte, die es nahe legen, von einer „reduktionistischen Schlagseite“ der diskutierten Forschungsströmung zu sprechen: Ihre mathematisch-formale Methodik und ihre ökonomisch-instrumentelle Ausrichtung setzen den epistemologischen Anspruch aufs Spiel (These 2). Jüngere Entwicklungen um den Netzwerkanalytiker Harrison C. White lassen jedoch ein Denken vermuten, das nicht nur die erkenntnistheoretische Mitte wieder erreichbar macht, sondern auch als Teil einer „neuen“ Philosophie um zeitgenössische Philosophen wie Jacques Derrida und Niklas Luhmann verstanden werden kann: Diese könnte sich durch ihren dezidiert interdisziplinären Ansatz, die zentrale Berücksichtigung von Wechselwirkungen und nicht-linearer Kausalität sowie die Annahme einer Differenz als metaphysischer Ausgangspunkt charakterisieren lassen (These 3).
Abstract
(Englisch)
Starting from the epistemological controversy between reductionism and holism this paper investigates a case in the social sciences: Social network analysis claims a position in the “middle” of these two poles (thesis 1). In this paper I provide two main arguments drawn from the philosophy of science which suggest to identify a “reductionist tilt” of the research trend under discussion. Its mathematical-formalistic methodology and its economic-instrumentalist approach challenge the epistemological claim (thesis 2). However, recent developments around the network theorist Harrison C. White seem to provide for a way of thinking that does not only bring the epistemological “middle” into reach again but can also be understood as part of a “new” philosophy including contemporary philosophers like Jacques Derrida and Niklas Luhmann: This thinking could be characterized by its decidedly interdisciplinary approach, its consideration of reciprocity and non-linear causality as well as the assumption of a difference as a metaphysical origin (thesis 3).

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
social network analysis philosophy of science epistemology social capital mikro-makro-problem reductionism holism network theory emergence
Schlagwörter
(Deutsch)
Soziale Netzwerkanalyse Wissenschaftstheorie Erkenntnistheorie Sozialkapital Mikro-Makro-Problem Reduktionismus Holismus Netzwerktheorie Emergenz
Autor*innen
Gerhard Kreuch
Haupttitel (Deutsch)
Wissenschaftskritik anhand eines Fallbeispiels
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Entwicklung einer "reduktionistischen Schlagseite" der sozialen Netzwerkanalyse und ihre mögliche Überwindung
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
166 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Füllsack
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.02 Wissenschaftstheorie ,
08 Philosophie > 08.25 Zeitgenössische westliche Philosophie ,
08 Philosophie > 08.32 Erkenntnistheorie ,
08 Philosophie > 08.44 Sozialphilosophie ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.02 Philosophie und Theorie der Sozialwissenschaften ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.03 Methoden, Techniken und Organisation der sozialwissenschaftlichen Forschung ,
71 Soziologie > 71.02 Theorie der Soziologie ,
71 Soziologie > 71.05 Soziologische Richtungen ,
71 Soziologie > 71.07 Soziographie ,
71 Soziologie > 71.10 Sozialstruktur: Allgemeines ,
71 Soziologie > 71.30 Soziale Gruppen: Allgemeines
AC Nummer
AC07930827
Utheses ID
6802
Studienkennzahl
UA | 296 | | |
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