Detailansicht
Von Musils Möglichkeitssinn und Bourdieus Möglichkeitsraum
figurative Transformationsprozesse von Rachel zu "Rachelle" in Robert Musils Mann ohne Eigenschaften
Paulina Schmid-Schutti
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) UF Bewegung und Sport UF Deutsch
Betreuer*in
Norbert Christian Wolf
DOI
10.25365/thesis.74180
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23255.73220.570068-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit unternimmt den Versuch, die Interdependenz zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit anhand zweier Betrachtungsperspektiven zu analysieren: Einerseits wird hierfür auf Robert Musils epochalen Roman Der Mann ohne Eigenschaften zurückgegriffen, welcher mit der Konstruktion des Wirklichkeitssinns und des Möglichkeitssinns zwei Modi Operandi liefert, mit Hilfe derer sich Musils Romanfiguren zwischen den Konzepten der Wirklichkeit und Möglichkeit – mit anderen Worten: zwischen ihren wirklichen Möglichkeiten und ihren möglichen Wirklichkeiten – bewegen; andererseits greift diese Masterarbeit auf Pierre Bourdieus Gesellschaftstheorie zurück, die mit der Formulierung des Möglichkeitsraums ein Konzept vorlegt, das mögliche Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsschemata einzelner Akteur*innen – unter Abstimmung auf ihre soziale und gesellschaftliche Prädispositionen – vorgibt. Dieser Konnex zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit wird in einem zweiten Schritt in und an einer Romanfigur aus dem Roman Der Mann ohne Eigenschaften – konkret: in und an Musils Rachel – im Sinne von figurativen Transformationsprozessen überprüft. Im Zuge dieser Masterarbeit werden folgende zwei Thesen verfolgt: These eins ist, dass Bourdieus Möglichkeitsraum in Musils Differenzierung zwischen Wirklichkeitssinn und Möglichkeitssinn konstitutiv wirkt und anwendbar gemacht werden kann. These zwei ist, dass Musils Möglichkeitssinn anhand von figurativen Transformationsprozessen der Figur Rachel im Roman Der Mann ohne Eigenschaften sichtbar nachgezeichnet werden kann. Es konnte herausgestellt werden, dass eine Verschränkung zwischen Musils Möglichkeitssinn und Bourdieus Möglichkeitsraum gelingt. Die Synthese zwischen Musils Möglichkeitssinn und Bourdieus Möglichkeitsraum erfolgt folgendermaßen: Bourdieus größtenteils passiv gestalteter Möglichkeitsraum kann durch den Einbezug von Musils Möglichkeitssinn um eine aktive Komponente ergänzt werden. Zusätzlich kann festgestellt werden, dass die Figur Rachel im Roman Der Mann ohne Eigenschaften grundlegende figurative Transformationsprozesse zeigt, welche durch Rachels Möglichkeitssinn bedingt werden und damit einem aktiven Ausbrechen aus ihrem – passiv gegebenen – Möglichkeitsraum entsprechen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Robert Musil Mann ohne Eigenschaften Möglichkeitssinn Rachel
Autor*innen
Paulina Schmid-Schutti
Haupttitel (Deutsch)
Von Musils Möglichkeitssinn und Bourdieus Möglichkeitsraum
Hauptuntertitel (Deutsch)
figurative Transformationsprozesse von Rachel zu "Rachelle" in Robert Musils Mann ohne Eigenschaften
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
81 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Norbert Christian Wolf
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.91 Literatursoziologie ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe. literarische Motive. literarische Themen
AC Nummer
AC16929402
Utheses ID
68092
Studienkennzahl
UA | 199 | 500 | 506 | 02
