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Zusammenhänge zwischen elterlicher Partnerschaft und Geschwisterbeziehung: Eltern-Kind-Beziehung als möglicher Mediator - eine Tagebuch- und Längsschnittstudie
Valentina Kaiser
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Martina Zemp
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.74268
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24275.72932.615498-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Familien können als System verstanden werden, in dem die Mitglieder miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Es gibt unterschiedliche Hypothesen, wie familiäre Beziehungen zusammenhängen können. Das Ziel dieser Arbeit war die Untersuchung eines bidirektionalen Zusammenhangs zwischen Partnerschaft und Geschwisterbeziehung im Längsschnitt und im Alltag. Zusätzlich wurden im Längsschnitt die Eltern-Kind-Beziehung als Mediator und die Benachteiligung des Kindes als weiterer Prädiktor der Geschwisterbeziehung untersucht. Dazu füllten Familien (ein Elternteil, zwei Geschwisterkinder) über sieben Tage hinweg ein Tagebuch über eine Smartphone-App aus (N = 46 Familien) und nahmen an einer sechsmonatigen Fragebogenstudie mit drei Erhebungszeitpunkten im Abstand von drei Monaten teil (N = 26 Familien). Die Datenanalyse erfolgte mit einem Cross-Lagged Panel Model (CLPM) und Mediationsanalysen in IBM SPSS Amos. Im Längsschnitt konnte aus Elternsicht die Partnerschaftsqualität die geschwisterliche Wärme und Nähe von T1 auf T2 negativ vorhersagen, jedoch nicht von T2 auf T3. Es zeigte sich keine Mediation durch die Eltern-Kind-Beziehung. Aus Sicht des älteren Kindes konnte die eigene Benachteiligung durch die Eltern die Wärme/Nähe zum Geschwisterkind von T1 auf T2 negativ vorhersagen, aber nicht von T2 auf T3. Im Alltag gab es insbesondere aus Elternsicht wiederholt positive bidirektionale Zusammenhänge zwischen elterlicher und geschwisterlicher Interaktionsqualität am nächsten Tag, teilweise waren die Zusammenhänge aber auch negativ oder nicht-signifikant. Weitere Forschung ist notwendig, um die Zusammenhänge an einer größeren Stichprobe und unter Berücksichtigung methodischer Einschränkungen zu untersuchen. Das Verständnis von Zusammenhängen in familiären Interaktionen und Beziehungen ist wichtig für familienbasierte und systemische Interventionen.
Abstract
(Englisch)
Families can be understood as a system in which members are interconnected and interdependent. There are different hypotheses about how family relationships may be related. The aim of this study was to investigate bidirectional associations between the parental and the sibling relationship in everyday family life and longitudinally. Additionally, parent-child relationship as a mediator and parental differential treatment of children as another predictor of sibling relationship were examined longitudinally. Therefore, families (one parent, two siblings) completed an electronic diary over seven days (N = 46 families) and participated in a six-month questionnaire study with three survey time points three months apart (N = 26 families). Data analysis was conducted using a cross-lagged panel model (CLPM) and a mediation model in IBM SPSS Amos. Longitudinally, from a parental perspective, parental relationship quality negatively predicted sibling warmth and closeness from T1 to T2, but not from T2 to T3. No mediation by the parent-child relationship was evident. From the older child's perspective, own disadvantage by parents negatively predicted warmth and closeness to the sibling from T1 to T2, but not from T2 to T3. On a day-to-day basis (diary), there were repeated positive bidirectional associations between parental and sibling interaction quality on the next day, especially from the parent's perspective, but in some cases the correlations were negative or non-significant. Further research is needed to examine the associations in a larger sample and with consideration of methodological limitations. Understanding correlations in family interactions and relationships is important for family-based and systemic interventions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Familie Partnerschaft Geschwisterbeziehung Eltern-Kind-Beziehung Benachteiligung Kongruenz Kompensation Tagebuchstudie Längsschnittstudie
Schlagwörter
(Englisch)
family partnership sibling relationship parent-child relationship parental differential treatment congruence compensation diary study longitudinal study
Autor*innen
Valentina Kaiser
Haupttitel (Deutsch)
Zusammenhänge zwischen elterlicher Partnerschaft und Geschwisterbeziehung: Eltern-Kind-Beziehung als möglicher Mediator - eine Tagebuch- und Längsschnittstudie
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
113 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martina Zemp
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC16945289
Utheses ID
68113
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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