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Tracing the withdrawal decision process of the EU's generalised system of preferences in the case of Myanmar
Tamina Schneider
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Katharina Meissner-Schoeller
DOI
10.25365/thesis.74326
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25187.72464.717747-7
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem EU GSP, welches Entwicklungsländern einen präferenziellen Zugang zum Europäischen Markt gewährt und so Entwicklung und Armutsbekämpfung vorantreiben möchte. Auch sollen durch Konventionen Internationale Werte in den begünstigten Ländern gefördert werden. Bei Verletzungen dieser, können die Präferenzen entzogen werden, was einer starken Handelssanktion gleicht. Diese Arbeit hat sich mit der Frage beschäftigt, warum die EU-Kommission die Handelspräferenzen im Rahmen des GSPs im Fall von Myanmar, trotz massiver Menschenrechtsverstöße, nicht entzieht. Auf Basis des Institutionalismus, der ‚logic of appropriateness‘, sowie dem Konzept der normativen Macht wurde ein Kausalmechanismus erstellt, der einen Normenkonflikt zwischen der Vertretung von Menschenrechten und des Erreichens von Entwicklungszielen argumentiert. Der Kausalmechanismus ist Bestandteil der benutzten Methodik des process-tracing. Die empirische Grundlage für diese Arbeit sind Interviews mit EU Expert*innen, Statements seitens der EU-Kommission und Reports. Es konnte festgehalten werden, dass die EU im Fall Myanmars sowohl norm- als auch interessenbasiert handelt. Die Vermeidung einer Eskalation der humanitären Lage durch den Entzug, haben eine entscheidende Rolle für die Entscheidung gegen einen Entzug der Präferenzen gespielt. Allerdings wurde auch deutlich, dass geopolitische und ökonomische Interessen bestehen, die den ‚Nicht-Entzug‘ ebenfalls beeinflusst haben. Die in der Forschung bestehende Dichotomie zwischen Interessen vs. Normen wird in dieser Arbeit also kritisiert. Es wird dafür plädiert, den gegenseitigen Einfluss und die Wechselwirkung beider Motive genauer zu untersuchen. Darüber hinaus konnte festgestellt werden, dass der Normenkonflikt nicht zwischen Menschenrechtsvertretung vs. Entwicklungszielen besteht, sondern zwischen dem Handeln nach der Identität der EU als Menschenrechtsvertreter und dem tatsächlichen Beschützen von Menschenrechten.
Abstract
(Englisch)
The thesis deals with the EU GSP, which grants developing countries preferential access to the European market and thus aims to promote development and poverty reduction. International values are also to be promoted in the beneficiary countries through conventions. If these are violated, preferences can be withdrawn, which is like a strong trade sanction. This paper has addressed the question of why the EU Commission does not withdraw trade preferences under the GSP in the case of Myanmar, despite massive human rights violations. Based on institutionalism, the 'logic of appropriateness', as well as the concept of normative power, a causal mechanism was created that argues a norm conflict between the representation of human rights and the achievement of development goals. The causal mechanism is part of the process-tracing methodology used. The empirical basis for this work are interviews with EU experts, statements by the EU Commission and reports. It could be established that in the case of Myanmar, the EU acts both norm- and interest-based. The avoidance of an escalation of the humanitarian situation through withdrawal played a decisive role in the decision not to withdraw preferences. However, it also became clear that geopolitical and economic interests exist that also influenced the 'non-withdrawal'. The dichotomy between interests vs. norms existing in research is thus critiqued. This thesis argues for a closer examination of the mutual influence and interaction of both motives. Furthermore, it could be established that the conflict of norms is not between human rights advocacy vs. development goals, but between acting on the EU's identity as a human rights advocate and actually protecting human rights.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Generalised System of Preferences Myanmar process-tracing EU EU Kommission Sanktionen
Schlagwörter
(Englisch)
Generalised System of Preferences Myanmar process-tracing EU EU Commission sanctions
Autor*innen
Tamina Schneider
Haupttitel (Englisch)
Tracing the withdrawal decision process of the EU's generalised system of preferences in the case of Myanmar
Paralleltitel (Deutsch)
Analyse des Entscheidungsprozesses über den Entzug der Handelspräferenzen unter dem EU GSP im Falle von Myanmar
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
iv, 149 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Katharina Meissner-Schoeller
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC16948352
Utheses ID
68128
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
