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"Wann i merk, der redt net noch der Schrift, red i a net."
zwischen Dialekt und Standard : eine qualitative Studie zur Erforschung von Sprachgebrauch und Sprachperzeptionen in Eisenstadt
Theresa Elisabeth Eiweck
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) UF Deutsch UF Englisch
Betreuer*in
Barbara Soukup
DOI
10.25365/thesis.74166
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26507.72705.838535-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit beschreibt eine lokale Tiefenbohrung zu dem regionalen Dialekt- Standard-Spektrum in Eisenstadt und fokussiert sich dabei sowohl auf dessen horizontal-lokale als auch vertikal-soziale Ebene aus der Perspektive linguistischer Lai*innen. Ziel der qualitativen Untersuchung ist es, detaillierte Sprachenportraits von jüngeren bzw. älteren weiblichen Eisenstädterinnen zu deren kontextabhängigen Sprachgebrauch, deren Spracheinstellungen, sowie deren Dialektlokalisierung und -identifizierung zu erstellen. Dazu wurden vier leitfadengestützte Tiefeninterviews in Kombination mit einer Mental- Mapping Erhebung auf Basis von historischen Dialektaufnahmen durchgeführt. Die Interviews wurden mithilfe von MAXQDA transkribiert, codiert und anhand der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker (2022) ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Sprecher*innen ihren Varietätengebrauch flexibel an ihre Gesprächspartner*innen sowie den Kontext anpassen. Dialektsprecher*innen wirken auf sie eher sympathisch, natürlich, humorvoll, locker, weniger gebildet und eher derb und Standardsprecher*innen tendenziell intelligent, gebildet, ernst, vornehm und arrogant. Die Mehrheit der Probandinnen würden sich als stolze Dialektsprecherinnen bezeichnen, mit lediglich einer Ausnahme. Alle Probandinnen scheinen eine relativ einheitliche Vorstellung zur Lokalisierung ihres regionalen Dialekts zu haben. Die Verortung mittels historischer dialektaler Hörtexte führt jedoch zu starker Verunsicherung, vermutlich aufgrund der dialektalen Sprachwandelprozesse der letzten Jahrzehnte. Die Ergebnisse bestätigen somit weitgehend jene vergleichbarer aktueller Studien. Die Arbeit bietet überdies jedoch einen tieferen Einblick in die persönlichen Motivationen der linguistischen Lai*innen und trägt somit zu einem umfassenderen Verständnis des Dialekt- Standard-Kontinuums aus Lai*innenperspektive bei.
Abstract
(Englisch)
This qualitative study explores the regional dialect-standard-spectrum in Eisenstadt concerning its local-horizontal and social-vertical axis from the perspective of laypersons. The aim of this investigation is to create detailed language portraits of younger and older female dialect speakers from Eisenstadt about their language use, their language attitudes, and their localization of their regional dialect as well as their identification as speakers of said dialect. Four in-depth qualitative interviews were conducted while using the mental-map-method on the basis of historical dialect recordings. MAXQDA was used to transcribe and code the interviews, which were consequently analyzed according to Kuckartz and Rädiker’s (2022) qualitative content analysis approach. The results show that the speakers adapt their use of varieties in a flexible way according to the person they are talking to and the context in which the conversation takes place. They perceive dialect speakers as more likeable, natural, funny, relaxed, less educated and coarse, while they believe speakers of standard German to be more intelligent, educated, serious, refined and arrogant. The majority of them identifies themselves as proud dialect speakers, with only one exception. All of them seem to have a relatively stable concept of the localization of their regional dialect. The localization of the historical dialect recordings, however, led to inaccurate results, which might be caused by the language change processes of the last decades. While the results of this study confirm those of current sociolinguistic research, it offers a more in-depth insight into laypersons’ motivations and thus adds to the better understanding of the dialect-standard-spectrum from the view of lay people.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Dialekt Standardsprache Spracheinstellungen Identität
Schlagwörter
(Englisch)
dialect standard German language attitudes identity
Autor*innen
Theresa Elisabeth Eiweck
Haupttitel (Deutsch)
"Wann i merk, der redt net noch der Schrift, red i a net."
Hauptuntertitel (Deutsch)
zwischen Dialekt und Standard : eine qualitative Studie zur Erforschung von Sprachgebrauch und Sprachperzeptionen in Eisenstadt
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
V, 81 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Soukup
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.25 Soziolinguistik. Sonstiges
AC Nummer
AC16928996
Utheses ID
68145
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 507 | 02
