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Disentangling the inflation puzzle: understanding the interlinkages of profits, wages and prices in Austria
Elena Ellmeier
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Volkswirtschaftslehre
Betreuer*in
Robert Kunst
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.74381
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18340.89064.541512-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Inflationsraten erreichten im Jahr 2022 in Österreich ein historisches Maximum. Diese Entwicklung stellte nicht nur politische Entscheidungsträger:innen vor erhebliche Herausforderungen, sondern entfachte außerdem eine intensive Debatte über Inflation und ihre potenziellen Ursachen. Einige Ökonom:innen griffen auf die sogenannte Lohn-Preis-Spirale als Erklärung zurück, während andere neue theoretische Ansätze entwickelten, die insbesondere die Rolle der Unternehmensgewinne in der Inflationsdebatte betonten. In dieser Arbeit untersuchen wir mittels eines vektorautoregressiven Modells beide Argumente empirisch. Unsere Resultate deuten weder auf die Existenz einer Lohn-Preis-Spirale noch einer Profit-Preis-Spirale auf aggregierter Ebene hin. Allerdings konnten wir zeigen, dass bedeutende Unterschiede zwischen Unternehmen und Arbeitenden hinsichtlich der Bewältigung von Inflationsschocks bestehen. Basierend auf den Ergebnissen, reagieren Unternehmen vergleichsweise rasch auf steigende Preise, was ihnen wachsende, reale und nominelle, Gewinne beschert. Die Löhne der Arbeitenden dagegen reagieren weitaus rigider und mit einer bedeutenden Verzögerung auf Preisschocks. Diese Tatsache führt zu signifikanten Reallohnverlusten für Arbeitende in den ersten drei Quartalen. Unsere Ergebnisse unterstreichen zudem die bedeutende Rolle des Energiesektors in der Inflationskrise. Obwohl diese Beobachtung aufgrund des Charakters dieser Krise intuitiv erscheinen mag, ergab sich zudem eine interessante Beobachtung: Die Profite im Energiesektor steigen als Reaktion auf Preisschocks besonders stark an. Wir finden erste Anhaltspunkte für eine mögliche Profit-Preis-Spirale im Energiesektor.
Abstract
(Englisch)
Following a period characterized by consistently low inflation, the Austrian economy experienced a remarkable acceleration in prices in 2022. This sudden surge in prices does not only pose major puzzles to politics but also provoked an intense debate among economists on the potential causes of inflation. Some economists proposed the wage price spiral as a potential explanation, while others highlighted the role of profits as a main driver of recent inflationary trends. By applying a vector autoregressive (VAR) model, we conduct a time series analysis to empirically investigate both arguments. Based on these results, we can neither confirm the existence of a wage price spiral nor the emergence of a profit price spiral on an aggregate level. However, our research does uncover a disparity between firms and workers in bearing the burden of inflation. We find that firms manage to adjust swiftly to rising inflation levels, ultimately increasing their profits - in nominal and real terms. Workers, on the other hand, merely experience moderate and delayed adjustments of nominal wages in response to price changes, leading to significant real wage losses. In line with expectations due to the nature of the inflationary crisis, we find that the energy sector has played a key role in the recent price increases. Moreover, the energy sector exhibits an exceptionally pronounced response of profits to an increase in inflation. In fact, our results point into the direction of a profit price spiral within the energy sector.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Inflation Lohn-Preis-Spirale Profit-Preis-Spirale Krise Arbeiter Unternehmen Ungleichheit Vektorautoregressive Analyse
Autor*innen
Elena Ellmeier
Haupttitel (Englisch)
Disentangling the inflation puzzle: understanding the interlinkages of profits, wages and prices in Austria
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
76 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Robert Kunst
Klassifikationen
83 Volkswirtschaft > 83.12 Makroökonomie ,
83 Volkswirtschaft > 83.14 Einkommen. Beschäftigung. Arbeitsmarkt ,
83 Volkswirtschaft > 83.50 Geld. Inflation. Kapitalmarkt
AC Nummer
AC16952874
Utheses ID
68325
Studienkennzahl
UA | 066 | 913 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1