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Beyond the blue dot
die Rolle von Google Maps bei der Erkundung von Städten hinterfragen
José Cano Núñez
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium DDP Urban Studies
Betreuer*in
Diego-Antonio Barrado-Timon
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.74483
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22792.89638.822233-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Gehen in der Stadt ist ein beliebtes Mobilitätsmittel, das Möglichkeiten zur Erkundung und Orientierung bietet. Da die Städte immer komplexer werden und sich das Leben beschleunigt, wird eine effektive Navigation immer schwieriger. Dies hat dazu geführt, dass vor allem jüngere Generationen in großem Umfang Navigationsanwendungen wie Google Maps in ihre Geherfahrung integrieren. Forschungen über die Auswirkungen dieser ständigen Führung und Vermittlung haben ergeben, dass die Nutzung dieser Technologie die räumliche Wahrnehmung und das Bewusstsein negativ beeinflusst. In der Literatur sollten jedoch auch die subjektiven Gründe für die Nutzung und andere Folgen erörtert werden. In dieser Arbeit wird untersucht, wie junge Ausländer Veränderungen in ihrer Stadterfahrung wahrnehmen, wenn sie Google Maps nutzen. Darüber hinaus werden potenzielle Verbesserungen von Navigationssystemen und die Wirksamkeit qualitativer Methoden und experimenteller Spaziergänge zur Verbesserung der Nutzerreflexivität erforscht. Im Rahmen der Studie wurden vier Erkundungsspaziergänge in der Nachbarschaft von La Latina (Madrid) unter Verwendung von Google Maps und situationistischem Dérive durchgeführt, wobei Fotos, Nachrichten und Fokusgruppen nach den Spaziergängen einbezogen wurden, um die Wahrnehmung der Bürger bei der Nutzung von Navigations-Apps zu untersuchen. Dieser methodische Ansatz ermöglichte eine empirische und qualitative Untersuchung von Google Maps durch eine kleine, eingehende Gruppenforschung, bei der die 16 Teilnehmer identifiziert und ermutigt wurden, über ihre Abhängigkeit von Google Maps nachzudenken. Die Ergebnisse zeigen, dass junge Ausländer eine weitgehend positive Meinung von Google Maps haben. Dies hindert sie jedoch nicht daran, auch die negativen Folgen der Anwendung zu erkennen. Die Fokusgruppe und die Fotografie haben bei den Teilnehmern effektiv Reflexivität erzeugt. Die Präsenz der App im Alltag ist intensiv. Sie beeinflusst die Stadterkundung positiv (sie bietet eine bequeme und zuverlässige Möglichkeit, sich in unbekannten Gebieten zurechtzufinden) und negativ (sie lässt wenig Raum für Spontaneität und minimiert die Aufmerksamkeit für Details). Unsere Ergebnisse stützen das Argument, dass sich die Angst von der Navigation (Angst vor dem Ziel und Agoraphobie) zu einer extremen Abhängigkeit vom Telefon (Nomophobie, Angst, das Telefon nicht zu haben) verlagert hat. Im Vergleich zu anderen Studien könnten experimentelle Spaziergänge und andere situationistische Instrumente eingesetzt werden, um ergänzende Möglichkeiten zur Erforschung von Navigationsanwendungen zu schaffen. Dies ist notwendig, um über die üblichen Bedenken hinauszugehen und sinnvolle Alternativen und Verbesserungen zu Google Maps zu entwickeln, die die negativen Folgen für das räumliche Bewusstsein, die Erkundung und Spontaneität minimieren. Weitere Forschungen zur algorithmischen Stadtnavigation aus der Nutzerperspektive sind entscheidend, um unsichtbare Mobilitätsmuster zu erkennen und eine alternative, bewusstere und präsentere Art der Stadtdurchquerung zu schaffen.
Abstract
(Englisch)
Urban walking is a popular mode of mobility, providing opportunities for exploration and orientation. As cities become complex and life accelerates, effective navigation becomes more challenging. This has led, particularly amongst younger generations, to widely adopt navigation applications such as Google Maps into their walking experience. Research on the effects of this continuous guidance and mediation has stated that using this technology negatively affects spatial cognition and awareness. However, more literature should discuss the subjective reasons behind its use and other consequences. This thesis examines how young foreigners perceive shifts in their urban experience when using Google Maps, with additional inquiries exploring potential improvements to navigation systems and the effectiveness of qualitative methods and experimental walks in enhancing user reflexivity. The study conducts four exploration walks in the neighbourhood of La Latina (Madrid) using Google Maps and situationist dérive, incorporating photography, messages, and post-walk focus groups to examine citizens' perceptions of navigation app use. This methodological approach provided an empirical and qualitative investigation of Google Maps through small, in-depth group research, identifying and encouraging the 16 participants to reflect on their reliance on Google Maps. Results show that young foreigners have a broadly positive opinion of Google Maps. However, this does not prevent them from identifying the negative consequences of the application. The focus group and photography premise effectively generated reflexivity in the participants. The app's presence in everyday life is intense. It affects urban exploration positively (providing a convenient and reliable way to navigate unfamiliar areas) and negatively (leaving little room for spontaneity and minimising attention to detail). Our results support the argument that anxiety has shifted from navigating (destination anxiety and agoraphobia) towards an extreme reliance on the phone (nomophobia, fear of not having your phone). Compared to other studies, experimental walks and other situationist tools could be implemented to generate complementary ways of exploring navigation applications. This is needed to go beyond regular concerns and produce meaningful alternatives and improvements to Google Maps that minimise the negative consequences on spatial awareness, exploration and spontaneity. Further research on algorithmic urban navigation from the user perspective is crucial to identifying invisible mobility patterns and creating an alternative, more conscious and present way of traversing the city.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Google Maps Navigationsanwendungen Vermittlung Spontaneität algorithmische Stadtnavigation räumliches Bewusstsein Erkundungsspaziergänge Atmokultur
Schlagwörter
(Englisch)
Google Maps navigation applications mediation spontaneity algorithmic urban navigation spatial awareness exploration walks atmoculture
Autor*innen
José Cano Núñez
Haupttitel (Deutsch)
Beyond the blue dot
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Rolle von Google Maps bei der Erkundung von Städten hinterfragen
Paralleltitel (Englisch)
Beyond the blue dot
Paralleluntertitel (Englisch)
rethinking Google Maps' role in shaping urban perceptions
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
90 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Diego-Antonio Barrado-Timon
Klassifikation
74 Geographie > 74.72 Stadtplanung. kommunale Planung
AC Nummer
AC16969149
Utheses ID
68398
Studienkennzahl
UA | 066 | 664 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1